Gegen schlechte Bezahlung und zu lange Arbeitszeiten wehren sich jetzt die Taxifahrer: In Niedersachsen, Hamburg und Schleswig-Holstein gründen sie derzeit die erste Fahrerorganisation innerhalb der Gewerkschaft Verdi. "Das ist nicht einfach", erklärt Initiator Jörn Napp, "denn das Gewerbe ist ein Flickenteppich, bei dem jeder für sich selbst fährt." Napps erste Forderung: die Einführung eines Mindestlohns für Taxifahrer.
Hintergrund: 14 bis 16 Stunden hinterm Steuer und ein Verdienst von fünf Euro die Stunde – inklusive Trinkgeld – sind keine Seltenheit. Ansprüche auf Lohnfortzahlungen im Urlaubs- oder Krankheitsfall werden oft mit wenigen Prozenten mehr Anteil am Umsatz abgegolten. Laut Paragraf drei des Fahrpersonalgesetzes sind zwar gerade Akkordlöhne illegal, aber häufige duldete Praxis. Was meinen Sie: Brauchen unsere Taxifahrer eine Gewerkschaft? Stimmen Sie auf der rechten Seite ab.