Wie macht man den besten Turbo-Elfer noch besser? Indem man den GTstreet entwickelt. Dieser Aufgabe widmet sich Techart schon seit 20 Jahren. Mit Erfolg!
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Die getunten Porsche 911 mit dem legendären Namenszusatz haben bisher immer abgeliefert, optisch und technisch. Schon das erste Modell, der 996 Turbo, fuhr auf der Nordschleife 13 Sekunden schneller als das Basismodell. Und so ging das mit dem 997 weiter, 2009 neuer Sachsenring-Rekord. Zehn Jahre später dann der 991.2 GTstreet RS, 770 PS mit allem Pipapo, 1:27,69 Minuten, aktuell schnellstes Tuningauto am Sachsenring!
Techart 911 GTstreet R
Nicht verspielt und nicht langweilig: gelbe Akzente für Fahrmodi-Regler und 12-Uhr-Markierung. Dazu viel mehr Carbon als in der Serie.

Und nun? 992 GTstreet R. 800 PS, 950 Newtonmeter, riesige Flügel, selbstbewusste Details in Hülle und Fülle. Aber kommt dieser Elfer nicht zu früh? Eigentlich ja, denn Techart nimmt sich bei der Entwicklung eines neuen GTstreet normalerweise einige Jahre Zeit, will nichts dem Zufall überlassen, ausgiebige Entwicklungsfahrten inklusive.

Porsche 911 Turbo S als Basis

Doch zum 20-jährigen GT-street-Jubiläum zeigte man auch gleich ein neues Modell. "Die Leistung ist fast fertig, das Fahrwerk braucht noch Feinschliff, die Aero bekommt eventuell noch ein paar minimale Änderungen", gibt uns Techart-Chef Tobias Beyer vor der Probefahrt mit auf den Weg.
Basis ist der 650 PS starke 911 Turbo S, zwei größere Turbolader bringen zusätzlich 150 PS, zweiflutige Sportauspuffanlage inklusive. Am Heck thront monströses Flügelwerk. Das obere Blatt lässt sich erhöhen und anwinkeln. Abtrieb? Bei 140 km/h viermal so viel wie das Serienauto. Vorn eine Schürze mit V-förmigen Schächten, Kohlefaser für Haube und verbreiterte, gerippte Kotflügel sowie ein Heck zum Niederknien.
Techart 911 GTstreet R
Im Sport-Plus-Mode fährt das oberste Blatt des Flügels noch mal einige Zentimeter nach oben und winkelt sich leicht an.

Das eben schon erwähnte XXL-Brett imponiert genauso wie der speziell modellierte Diffusor-Auspuff-Luftauslass-Mix. Auch die goldenen Zentralverschlussräder sind nicht einfach nur vergrößert und lackiert. Nein, die Formula VI Race schaffen eine 30 Millimeter breitere Spur. Michelin Sport Cup 2 sind Serie, den R-Pneu gibt es optional. Das Fahrwerk ist im Moment noch mit Gewindefedern aufgerüstet. Später soll ein spezielles Gewindefahrwerk zum Einsatz kommen.

Enstpanntes Cruisen im GTstreet R

Und wie fühlt er sich an? Innen kommt schon mal Freude auf: Es gibt Sportsitze mit Lederperforierung im Zielflaggen-Design, noch mehr Carbon und eine Plakette mit Nummerierung.
Zündung! Der Boxer-Biturbo erwacht, die Stadt Leonberg dürfte nun auch munter sein. Unglaublich, dieser bollerige Beat. Los geht's Richtung Weissach. Erst mal im softeren Normal-Mode. Und genau das lieben wir an diesen GTstreet, dieses entspannte Cruisen, ohne dass man Kopfweh bekommt oder bei jeder Bodenwelle stoppen muss.
Techart 911 GTstreet R
Das goldene Rad ist perfekt gestaltet – es könnte als Kunstwerk durchgehen.

Auch die Auspuffanlage hält sich in diesem Programm zurück. Doch wir wollen spüren, was uns bald beim echten Test erwartet. Also Sport Plus rein – und schon geht die Post ab. Irre, wie der Elfer anschiebt, die 800 PS kaufen wir ihm ab.
Die Soundkulisse kann man nicht in Worte fassen. Das Handling ist mit den breiteren Rädern noch einen Tick zielgenauer als mit dem Serienturbo. Soll was heißen, denn das Serienauto ist schon eine Fahrmaschine.
Die Fahrt über die Porsche-Teststraßen macht richtig Laune, Lust auf mehr. 2,5 Sekunden auf 100 schaffte schon der Vorgänger, ich denke, wir werden dann bald eine 2,4 im Display lesen. Genauso darf man auf die Sachsenring-Runde gespannt sein. Eine 26er-Zeit müsste theoretisch drin sein.

Technische Daten und Preis: Techart 911 GTstreet R

Motor: B6, Biturbo, hinten längs
Hubraum: 3745 ccm
Leistung: 589 kW (800 PS) bei 6900/min
max. Dreh­moment: 950 Nm bei 5000/min
Antrieb: Allrad/Achtgang-Doppelkupplung
L/B/H: 4535/1900/1303 mm
Leergewicht: 1715 kg
Kofferraum: 128 l
0–100 km/h: 2,5 s
Spitze: 350 km/h
Verbrauch: keine Angabe
Preis: 464.100 Euro

Fazit

Der Neue wird wieder richtig schnell, das ist sicher! Der GTstreet R haut einen schon als Entwicklungsauto um. Sein Speed, das Handling, der Sound – alles um einiges atemberaubender als beim Serienauto.