Im August 2024 berichtete AUTO BILD von dem Fall eines tödlich verunglückten Motorradfahrers, dessen Eltern schwere Vorwürfe gegen Tesla erhoben hatten. Ihnen zufolge sei die Fahrerassistenzsoftware des Musk-Konzerns "fehlerhaft und unzureichend". In den vergangenen Jahren gab es immer wieder Probleme mit der Fahrerassistenz in Tesla-Autos.
Wie aus einem Medienbericht hervorgeht, nahm der Elektroautohersteller nun eine bedeutende Änderung an der Art vor, wie er sein sogenanntes Full-Self-Driving-System (FSD) für neue Fahrzeuge in den USA anbietet. Der Konzern beschreibt die Funktion jetzt als "Full Self-Driving Supervised" (übersetzt: vollständige Selbststeuerung unter Aufsicht).

Rückwärtsgang auch beim Preis

Die Formulierung, die Tesla bisher verwendete, legte nahe, dass vollständig autonomes Fahren unmittelbar bevorstünde. Die veränderte Beschreibung deutet nun auf ein eher vorsichtigeres Vorgehen hin. Zwar bietet der Konzern in seinen Autos weiterhin Fahrerassistenzfunktionen wie Autopilot und automatischen Spurenwechsel an, weist aber explizit darauf hin, dass diese Features eine aktive Überwachung durch den Fahrer erfordern und das Gehrt nicht autonom machen. Das FSD-Paket ist zudem jetzt bedeutend günstiger. Kostete es vorher umgerechnet noch rund 13.600 Euro, liegt der Preis aktuell bei etwas mehr als 7200 Euro.

Autonom-System erfordert Aufmerksamkeit

Tesla-Chef Elon Musk verkündete seit 2016 wiederholt, dass die Fahrzeuge seines Konzerns künftig vollautonom unterwegs sein werden. Das ist nach wie vor nicht der Fall. Denn das FSD-System ist in der Praxis enorm eingeschränkt. So müssen Personen hinter dem Steuer sehr wachsam sein und eventuell eingreifen.

FSD von Tesla 2025 auch in Europa

Trotz all der Kritik möchte der Elektroautohersteller das Full-Self-Driving-System im ersten Quartal 2025 in China und Europa einführen, wenn die Zulassungsbehörden grünes Licht geben. Auch die Vorstellung des Robotaxi-Fahrzeugs, das extra für autonomen Betrieb konstruiert wurde, befindet sich in der Planung.
Wie sich die neue Beschreibung des FSD-Pakets für den Musk-Konzern auswirkt, bleibt abzuwarten. Dem Medienbericht zufolge gaben viele Kunden Tausende US-Dollar für das Tesla-Versprechen aus, dass vollständige Autonomie kurz bevorstehen würde. Die Änderung könnte Kunden beziehungsweise potenzielle Käufer enttäuschen. Auch Investoren dürfte diese Entwicklung nicht gefallen.