(dpa/AUTO BILD/KI) Bei einer Bürgerbefragung in Grünheide bei Berlin sprachen sich die Teilnehmenden mehrheitlich gegen die geplante Erweiterung der Tesla-Fabrik aus. Brandenburgs Wirtschaftsminister Jörg Steinbach (SPD) erkennt in dem Ergebnis nicht nur eine Herausforderung, sondern auch eine Chance. Er betonte, dass das Votum deutlich mache, dass die Bedenken der Bevölkerung ernst zu nehmen seien. Steinbach sieht es als wesentlich an, nun die offenen Fragen zu klären und die Bedenken der Bürgerinnen und Bürger auszuräumen.
Er interpretiert das Abstimmungsergebnis als Ansporn für die Gemeinde und Tesla, die bestehenden Bedenken mit konkreten Konzepten und Lösungen anzugehen. Die starke Beteiligung und das klare Votum der Bürgerbefragung unterstreichen nach Steinbachs Aussage das Interesse und das demokratische Engagement der Einwohner Grünheides.
Die geplante Erweiterung des Tesla-Werks, die unter anderem den Bau eines Güterbahnhofs, Lagerhallen und eines Betriebskindergartens umfasst und eine Rodung von über 100 Hektar Wald vorsieht, ist bei der Bevölkerung auf Vorbehalte gestoßen. Obwohl das Ergebnis der Bürgerbefragung nicht bindend ist, stellt es eine wichtige Entscheidungsgrundlage für die Gemeindevertreter von Grünheide dar, die noch über den Bebauungsplan für die Tesla-Erweiterungspläne zu entscheiden haben.