Tesla erweitert seine Kapazitäten in Grünheide
Offiziell genehmigt: Tesla darf Expansion in Grünheide vorantreiben

Bild: dpa
- Manuel Bauer
Schon vor rund einem Jahr kündigte US-Autobauer Tesla an, sein Werk in Grünheide vergrößern zu wollen, und stellte beim Land Brandenburg die entsprechenden Anträge. Dabei geht es primär um den Ausbau der Produktionskapazitäten von aktuell 500.000 auf eine Million Fahrzeuge im Jahr.
Ergänzend kündigte Tesla allerdings auch an, neue Waldgebiete roden zu wollen, um das Werksgelände zu erweitern und einen Güterbahnhof zu errichten. Diese Pläne riefen nicht nur Umweltschützer auf den Plan, auch große Teile der Bevölkerung in Brandenburg protestieren seither lautstark gegen die, wie sie es sehen, Zerstörung der Natur. Während über den Bau des Bahnhofs noch nicht entschieden ist, verbucht Tesla beim angestrebten Kapazitätsausbau nun einen Erfolg.
Landesamt winkt Ausbaupläne durch
Wie die Website Golem.de unter Berufung auf die Deutsche Presseagentur berichtet, hat das Brandenburger Landesamt für Umwelt die Anträge des Unternehmens durchgewunken. Tesla kann jetzt vorzeitig mit den Baumaßnahmen beginnen. Die Genehmigung beschränkt sich allerdings auf die Umbauten auf dem bereits bestehenden Werksgelände. Tesla darf vorerst keine neuen Waldrodungen vornehmen.
Konkret geht es laut Umweltministerium beim nun genehmigten vorzeitigen Baubeginn um eine zusätzliche Logistikfläche für Neuwagen mit den dazugehörigen Untergrundleitungen sowie die Errichtung neuer Treppenhäuser am Presswerk und die Anbringung von Solaranlagen auf Dächern. Unterstützung bekommt das Vorhaben laut Bericht auch von Bundeskanzler Olaf Scholz (SPD).
Proteste dürften weitergehen
Anwohner stehen der Vergrößerung des Tesla-Werks in weiten Teilen kritisch gegenüber und fürchten unter anderem eine Verunreinigung des Grundwassers, da das Werksgelände teilweise im Wasserschutzgebiet liegt. Die angespannte Stimmung zwischen Bevölkerung und Tesla dürfte auch angesichts der nun erteilten Genehmigung bestehen bleiben, da die Entscheidung über den Bau des geplanten Güterbahnhofs weiter aussteht. Seit Februar 2024 campieren Umweltaktivisten in der Nähe von Teslas Werksgelände, um ein Zeichen gegen den geplanten Ausbau der Gigafactory und neuerliche Waldrodungen zu setzen.
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