Tesla-Kritiker protestieren erneut
Nach Camp-Räumung: Tesla-Gegner setzen Protest in Grünheide fort

– Mitte November 2024 löste die Polizei ein Camp von Aktivisten nahe der Autofabrik von Elon Musk auf. Doch die Gegner kommen wieder. Mit prominenter Unterstützung.
Bild: dpa
Wenige Tage nach der Räumung des Tesla-Protestcamps haben Gegner der Elektroautofabrik in Grünheide bei Berlin erneut ihre Kritik geäußert. Das Bündnis "Tesla den Hahn abdrehen" organisierte einen Waldspaziergang mit der Linken-Europaabgeordneten Carola Rackete gegen die Erweiterung der einzigen Tesla-Fabrik in Europa. Nach Beobachtung eines dpa-Reporters blieb dabei alles ruhig.
Im Vorfeld gab es Platzverweise
Eine Polizeisprecherin berichtete allerdings, vor der Versammlung seien neun Platzverweise ausgesprochen worden. Die Personen hätten gegen ein Betretungsverbot verstoßen, das die Gemeinde Grünheide nach der Räumung des Protestcamps im Wald erlassen habe. Die Personalien der neun Personen seien aufgenommen worden, sagte die Sprecherin. Ob es einen Zusammenhang mit dem Waldspaziergang gegeben habe, sei unklar. Der Protestspaziergang selbst verlief auch nach Angaben der Polizeisprecherin ruhig.
Tesla-Ausbau sorgt für viel Unmut
Die Polizei hat das Protestcamp aufgelöst, in dem Umweltaktivisten fast neun Monate lang ausgeharrt hatten. Spezialisten der Polizei holten Umweltaktivisten von den Bäumen. Sie kamen laut Polizei auch aus Bundesländern außerhalb von Berlin und Brandenburg sowie aus Frankreich und Österreich. Das Bündnis "Tesla den Hahn abdrehen" verurteilt die Räumung. Die Gegner des Tesla-Werks beklagen unter anderem Risiken für das Grundwasser und wenden sich gegen die Abholzung von Waldflächen für die Fabrik.
(Mit Material der dpa.)
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