Tesla zeigt erstmals einer breiteren Öffentlichkeit in Europa seine Vision eines Fahrzeugs, das als Robotaxi fahrerlos Menschen befördern soll. Der Prototyp des "Cybercab" wird vom 22. November bis zum 8. Dezember 2024 in Show-Räumen in Berlin, Paris und London zu sehen sein. Später sollen auch Menschen in Oslo, Stockholm und Amsterdam das Robotaxi zu Gesicht bekommen.

Wann die Produktion des Tesla Cybercab beginnt

Tesla-Chef Elon Musk hatte am 10. Oktober 2024 das seit Langem angekündigte Robotaxi vor einem ausgewählten Publikum in einem Hollywoodstudio in Los Angeles vorgestellt. Das Cybercab hat zwei nach oben öffnende Flügeltüren und sieht aus wie ein Coupé auf Basis des Tesla-Bestsellers Model 3. Der Zweisitzer kommt ohne Lenkrad sowie Gas- und Bremspedal aus.
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Das Konzept sieht vor, dass die Fahrgäste dem Cybercab über eine App mitteilen, wohin es sie fahren soll. Tesla wolle die Produktion der Fahrzeuge voraussichtlich 2026 beginnen, sagte Musk auf dem Hollywood-Event. Zugleich räumte er ein, dass er dazu neige, zu optimistisch bei Zeitplänen zu sein. Unklar bleibt auch ein möglicher Marktstart in Europa.

Die Konkurrenz fährt bereits autonom

In den USA sind bereits Robotaxis unterwegs, allerdings nicht von Tesla, sondern vor allem von der Google-Schwesterfirma Waymo. Ihre Wagen machen ohne einen Menschen am Steuer jede Woche mehr als 100.000 Fahrten mit Passagieren in vier US-Städten. In San Francisco gehören die zu selbstfahrenden Autos umgebauten Jaguar-Elektrofahrzeuge von Waymo inzwischen zum Stadtbild. Auch in China machen Robotaxi-Entwickler wie der Tech-Konzern Baidu schnelle Fortschritte.
Waymo und Tesla verfolgen unterschiedliche technische Konzepte. Während die Google-Schwesterfirma ihre Fahrzeuge sehr aufwendig mit teureren Laser-Radaren ausstattet, beharrt Tesla-Chef Musk darauf, dass selbstfahrende Autos nur mit Kameras funktionieren können. Etliche Branchenexperten zweifeln jedoch daran, dass damit genug Informationen über den Straßenverkehr und die Umgebung gesammelt werden können. (Mit Material der dpa)