In Internetforen wie Reddit steht derzeit ein besonderes Bauteil im Fokus zahlreicher Diskussionen: ein Ölfilter im Tesla Model Y. Viele Nutzer fragen sich, ob und wie sie Öl im Tesla nachfüllen müssen und warum ein Elektroauto überhaupt Öl benötigt. Die Erklärung dafür ist tatsächlich relativ simpel.

Auch Elektroautos brauchen Schmierstoffe

Obwohl der Tesla Model Y – wie alle anderen reinen Elektroautos auch – keinen herkömmlichen Verbrennungsmotor besitzt, ist er dennoch auf spezielle Schmierstoffe angewiesen. Der Ölfilter, der im Netz für Aufsehen sorgt, ist in Wirklichkeit ein Getriebeölfilter. Wie klassische Verbrenner sind nämlich auch E-Autos mit einer Übersetzung ausgerüstet, die die Motordrehzahl in Raddrehzahl umwandelt.
Diese Übersetzung ist mechanisch und muss daher gut geschmiert sein, um zu schnellen Verschleiß und Überhitzung zu vermeiden. Dafür wird Getriebeöl verwendet. Durch den laufenden Betrieb wird dieses Öl aber verunreinigt – eine Reinigung ist für den reibungslosen Ablauf also unverzichtbar. Der Getriebeölfilter spielt hierbei eine zentrale Rolle, indem er Verunreinigungen aus dem Öl entfernt und so den Verschleiß minimiert.
Aus diesem Grund ist es auch sehr wichtig, regelmäßig das Öl zu kontrollieren und in gewissen Abständen zu wechseln, um sich auch langfristig vor Getriebeproblemen zu schützen.

Nahverkehr als Alternative zum Individualverkehr?

Obwohl die Funktion des Ölfilters schnell erklärt ist, wirft sein Vorhandensein im Netz einige Fragen auf. Einige Nutzer glaubten, dass E-Autos bis auf Bremsflüssigkeit keine weiteren Fluide benötigten. Denn kauft man E-Autos nicht mit dem Vorhaben, auf fossile Stoffe zu verzichten? Dabei geht eine Frage beinahe unter: wie nachhaltig das aktuelle Konzept der Individualmobilität ist, bei dem jeder im eigenen Auto sitzt.
Kann das reine Ersetzen des Verbrennungsmotors durch Elektroautos wirklich dauerhaft eine positive Emissionsbilanz bringen, und wäre es nicht wichtiger, gerade in Ballungsräumen auf innovativen Nahverkehr zu setzen? Eine Frage, die sich in Zukunft noch stärker in den Vordergrund drängen dürfte.