Ein Tesla, der fliegt? Was nach Science-Fiction klingt, könnte in der Nacht zum Freitag (16. Oktober) zumindest für wenige Augenblicke Wirklichkeit werden. Um 2.55 Uhr deutscher Zeit will Tesla in Texas seinen seit Jahren angekündigten Roadster präsentieren. Die Show wird auf X übertragen.
Und dabei könnte Elon Musk einen Elektro-Sportwagen zeigen, der tatsächlich vom Boden abhebt. Zur Erinnerung: Musk hat für den Roadster schon vor Jahren ein sogenanntes SpaceX-Paket angekündigt, das dem Auto zusätzlichen Schub verleihen soll.

Tesla Roadster: fliegen dank SpaceX-Technik?

Hinter der spektakulären Ankündigung steckt eine ungewöhnliche Technik: Bis zu zehn kleine Kaltgasdüsen sollen stark komprimiertes Gas ausstoßen und so zusätzlichen Schub erzeugen.
Anders als bei einer klassischen chemischen Rakete wird dabei kein Treibstoff verbrannt. Statt Feuer und heißer Abgase gibt es einen kräftigen Gasstrahl. Der Rückstoß könnte den Roadster beim Beschleunigen unterstützen, beim Bremsen helfen und sogar zusätzliche Kräfte in Kurven erzeugen.

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Und wenn die Düsen nach unten zeigen? Dann könnte der Schub theoretisch ausreichen, um den Sportwagen kurz vom Boden abzuheben.
Genau das soll Tesla laut Medienberichten für die Präsentation vorbereitet haben. Im Gespräch ist eine kurze Schwebevorführung mit einem ferngesteuerten Fahrzeug ohne Insassen. Bestätigt ist eine solche Demonstration bislang allerdings nicht.

Tesla verschob Roadster-Show wegen des Wetters

Dass Tesla etwas Ungewöhnliches plant, deutet auch die Vorgeschichte der Präsentation an. Eigentlich sollte der Roadster bereits am 1. Oktober gezeigt werden. Doch Tesla verschob den Termin um zwei Wochen und verwies auf ungünstige Wetterbedingungen. Die Veranstaltung könne nur im Freien stattfinden.
Die Show ist nun für den 15. Oktober im US-Bundesstaat Texas geplant, laut Medienberichten im Raum Waco, in der Nähe eines SpaceX-Testgeländes. Ob der Roadster tatsächlich schwebt, dürfte damit in wenigen Stunden feststehen.

Neuer Tesla Roadster: Seit 2017 angekündigt

Dabei ist der Roadster selbst kein neues Projekt mehr. Schon im November 2017 zeigte Tesla einen Prototyp der zweiten Generation. In nur 1,9 Sekunden sollte der Elektro-Sportwagen von 0 auf 60 mph (96,6 km/h) beschleunigen, mehr als 400 km/h schnell sein und mit einer Akkuladung rund 1000 Kilometer weit kommen.
Der Produktionsstart war ursprünglich für 2020 angekündigt. Doch daraus wurde nichts. Stattdessen folgten immer neue Verschiebungen und immer spektakulärere Versprechen.
Mit dem SpaceX-Paket stellte Musk zwischenzeitlich sogar eine Beschleunigung auf 60 mph in rund 1,1 Sekunden in Aussicht. Ob diese Werte tatsächlich erreicht werden, ist bisher nicht unabhängig nachgewiesen.

Tesla verlangt 43.000 Euro für eine Reservierung

Während der Roadster weiter auf sich warten lässt, hat Tesla längst Geld von seinen künftigen Kunden eingesammelt. Schon seit 2017 konnten Interessenten den Elektro-Sportwagen reservieren. In Deutschland sind dafür aktuell insgesamt 43.000 Euro fällig: zunächst 4000 Euro, innerhalb von zehn Tagen weitere 39.000 Euro per Überweisung.
Noch deutlich tiefer mussten Interessenten der ursprünglich auf 1000 Exemplare begrenzten Founders Series in die Tasche greifen. Für diese Sonderversion verlangte Tesla in den USA sogar 250.000 Dollar im Voraus.
Einige Kunden warten bereits seit 2017 auf ihren Roadster. Laut den deutschen Reservierungsbedingungen zahlt Tesla keine Zinsen auf die Anzahlung. Eine Stornierung mit Rückerstattung ist vor Abschluss des Kaufvertrags möglich.
Besonders bemerkenswert: Mit der Reservierung sichern sich Kunden lediglich einen Platz in der Warteschlange. Der endgültige Kaufpreis wird laut Tesla erst später im Kaufvertrag festgelegt.