(dpa/AUTO BILD/KI) Tesla hat in einem neuen Vertragsentwurf mit dem Wasserverband Strausberg-Erkner (WSE) eine Reduzierung der Trinkwasserliefermenge sowie höhere Grenzwerte für bestimmte Stoffe im Abwasser vorgeschlagen. Die vorgesehene Änderung würde die jährliche Trinkwasserliefermenge an Tesla auf 1,4 Millionen Kubikmeter senken, was durch eine angegebene Recyclingrate von bis zu 100 Prozent des Abwassers in der Tesla-Fabrik ermöglicht wird.
Des Weiteren sieht der Entwurf des Vertrags eine Anhebung des Grenzwertes für "Stickstoff gesamt" im Abwasser auf 100 Milligramm pro Liter und für "biologischen Sauerstoff" auf 450 Milligramm pro Liter vor. Tesla betont, dass diese neuen Grenzwerte immer noch deutlich unter den im Verbundsgebiet zulässigen Maximalwerten liegen.
Die Entscheidung über diesen Vertragsentwurf steht noch aus, da die Verbandsversammlung des WSE, die am kommenden Mittwoch tagt, darüber abstimmen muss. Der Wasserverband selbst hat in einem Schreiben an die Vertreter der Verbandsgemeinden seine Überzeugung ausgedrückt, dass der neue Vertrag die Wasserversorgungssicherheit für das gesamte Gebiet langfristig sichern wird.
In der Zwischenzeit gibt es Bedenken seitens einer Bürgerinitiative, die eine stärkere Einbindung der kommunalen Parlamente bei derartigen Vertragsänderungen fordert. Berichte deuten darauf hin, dass Tesla mit dem neuen Vertrag möglicherweise bestehende Auflagen zum Trinkwasserschutz umgehen möchte. Der Wasserverband hatte zuvor festgestellt, dass Tesla die Abwassergrenzwerte für bestimmte Stoffe überschreitet. Der Wasserverbrauch von Tesla liegt laut Unternehmensangaben unter dem Durchschnitt der Branche, obwohl das Thema Wasser seit dem Bau der Fabrik, die teilweise in einem Wasserschutzgebiet liegt, kontrovers diskutiert wird.