Tesla kontert Umweltkritik
Tesla argumentiert mit Einsparpolitik gegen Grenzwert-Überschreitungen

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Wasserstreit in Grünheide: Wie Tesla mit Umweltvorwürfen umgeht und was die geplanten Maßnahmen für die Region bedeuten.
Bild: dpa
(dpa/AUTO BILD/KI) Tesla hat aktuelle Vorwürfe hinsichtlich des Umweltschutzes an seiner deutschen Produktionsstätte zurückgewiesen. Rohan Patel, ein Manager von Tesla, äußerte sich auf der Plattform X (ehemals Twitter) zu den Wasser-Verbrauchszahlen der Gigafactory. Nach seinen Angaben benötige die Produktion eines Tesla-Fahrzeugs lediglich 2,28 Kubikmeter Wasser, was einem Drittel unter dem Durchschnitt der Automobilbranche von 3,68 Kubikmetern pro Fahrzeug entspricht.
Weiterhin betonte der Autobauer, dass in seiner deutschen Fabrik eine Wiederverwendung von bis zu 100 Prozent des Brauchwassers erfolge. Diese Angaben folgen auf einen Bericht des Magazins "Stern", in dem erwähnt wurde, dass die Phosphorwerte im Abwasser der Tesla-Fabrik seit deren Eröffnung vor fast zwei Jahren mehrmals über den festgelegten Grenzwerten lagen. Tesla entgegnete, dass die höhere Konzentration der Stoffe auf die gezielte Wassereinsparung zurückzuführen sei.
Laut eines Abwasserberichts für das vergangene Jahr, auf den sich der "Tagesspiegel" beruft, habe Tesla 451.654 Kubikmeter Frischwasser verbraucht. Diese Menge liegt unterhalb der mit dem Wasserverband Strausberg-Erkner vereinbarten Jahresmenge. Im Vergleich dazu verzeichnet das Energieunternehmen LEAG einen Verbrauch von über 44 Millionen Kubikmetern Wasser jährlich für die Kühlung des Kraftwerks Jänschwalde.
Die Wassernutzung seitens Tesla ist umstritten, insbesondere da das Werk teilweise in einem Wasserschutzgebiet liegt. Trotz des Vorhabens, die Produktion zu erhöhen, beabsichtigt Tesla, den Wasserverbrauch nicht zu steigern. Zugleich plant das Unternehmen, das Fabrikgelände zu erweitern, was allerdings von einer Mehrheit der Grünheider Bevölkerung in einer Umfrage abgelehnt wurde.
Die Produktion in der Tesla-Fabrik in Grünheide ist derzeit aufgrund eines Anschlags auf die Stromversorgung unterbrochen. Unbekannte Täter hatten ein Feuer an einem für die Fabrik relevanten Strommast gelegt. Die linksextreme "Vulkangruppe" hat sich zu dem Anschlag bekannt und Tesla vorgeworfen, das Grundwasser zu verschmutzen und enorme Mengen an knappen Trinkwasserressourcen zu verbrauchen.
Seit letzter Woche finden in der Nähe des Werks Proteste von Umweltschützern statt, die jedoch jede Verbindung zu dem Anschlag von sich weisen. In der Tesla-Fabrik Grünheide sind rund 12.500 Mitarbeiter beschäftigt.
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