(dpa/AUTO BILD/KI) Die jüngsten Entwicklungen im Rechtsstreit um Elon Musks Vergütungspaket bei Tesla stehen im Fokus. Eine Richterin im US-Bundesstaat Delaware hat Bedenken hinsichtlich der Fairness des Zustandekommens des Vergütungsplans geäußert. Die Richterin positionierte sich dabei auf die Seite des Klägers, der eine Annullierung der Vereinbarung anstrebt. Die zukünftige Entwicklung dieser Auseinandersetzung bleibt jedoch noch offen.
Elon Musk selbst hat sich nach dem Urteil nicht konkret zu seinen Plänen bezüglich einer Berufung geäußert. Er kommentierte lediglich auf seiner Online-Plattform X, dass man nie ein Unternehmen in Delaware ansiedeln sollte, ein Bundesstaat, der für seine steuerlichen Vorteile für Unternehmen bekannt ist.
Die Richterin wies darauf hin, dass aus ihrem Urteil keine automatische Aufhebung des Deals folge, jedoch besitzt der Kläger ein Anrecht darauf, eine Lösung zu erarbeiten. Dies könnte darauf hindeuten, dass Tesla und Musk möglicherweise gezwungen werden könnten, das Vergütungspaket anzupassen oder komplett zu überarbeiten.
Hintergrund des Disputs ist der im Jahr 2018 ausgehandelte Plan, nach dem Musk bei Erreichen bestimmter Unternehmensziele Aktienoptionen in beträchtlicher Höhe erhalten sollte. Die Richterin befand, dass die Aktionäre von Tesla nicht angemessen über die Details der Vereinbarung informiert wurden, und wies darauf hin, dass Musk enge Verbindungen zu einigen der am Verhandlungsprozess beteiligten Personen hatte.