Audi rückt immer weiter in der Liga sportlicher Automobile vor, die S-Modelle haben seit Jahren eine große Fangemeinde. Kleinstes Mitglied der Ingolstädter Sportler-Familie ist der S3. Abt hübscht den kompakten Allradler auf, unter der Haube gibt’s auf Wunsch bis zu 310 PS. Karosserie/Qualität: Optisch entspricht der Abt S3 fast dem Serienauto. Die Verarbeitungsqualität und die Wahl der Materialien sind bei Audi über jeden Zweifel erhaben. Abt führt dieses hohe Niveau mit 19-Zoll-Rädern und Sportabgasanlage fort. Fahrfreude/Antrieb: Traktionsprobleme sind für den S3 schon ab Werk ein Fremdwort – Allrad sei Dank. Auch das per Umprogrammierung des Steuergeräts auf 310 PS erstarkte Abt-Pendant glänzt mit hervorragendem Grip. Die kleine Untersteuertendenz stört kaum. Der Turbomotor des Kemptener S3 ist ein wahres Sahnestück. Zwischen 3000/min und 5000/min lässt es sich wunderbar auf der 420 Newtonmeter hohen Drehmomentwelle surfen.
Fahrleistungen: Die 45 Mehr-PS gegenüber dem Serienbruder kann der Abt S3 auch in bessere Fahrleistungen ummünzen. Den Standardsprint absolviert er in 5,4 Sekunden (Serie: 6,2s). Bis 160 km/h vergehen 12,2 Sekunden. Dann klaffen bereits 1,4 Sekunden zwischen Abt-Interpretation und Werks-S3. Der wird im Übrigen bei 250 km/h abgeregelt. Abt lässt sein Auto bis zu 263 km/h rennen.  Fahrwerk/Komfort: Das Thema Fahrwerk beleuchten die Allgäuer Ingenieure eher aus dem komfortorientierten Blickwinkel. Wir wünschen uns bei einem Fahrzeug mit sportlichem Anspruch etwas mehr Härte. Ein großer Unterschied zum Serienfahrwerk war bei unserem Test nicht festzustellen. Selbst die größere Bereifung mindert den Komfort kaum.
Preis/Kosten: Mit 1500 Euro für die Leistungssteigerung siedelt Abt das Motortuning im oberen Preissegment an. Die Abgasanlage schlägt mit 2380 Euro zu Buche – nicht wirklich ein Angebot, auch wenn es sich um eine Komplett-Anlage handelt – den Katalysator ausgenommen.