Test Evotech Leon 2.0 TDI FR
Schweizer Stier

Ein eidgenössischer Tuner macht Seat mobil: Mit 190 PS vermag der Evotech Leon 2.0 TDI FR so einiges auf die Hörner zu nehmen. Der von Evotech getunte Seat Leon ist ein Auto ohne ernsthafte Schwächen.
- Ben Arnold
Wechselnde Jobs, wechselnde Beziehungen, wechselnde Wohnorte: Flexibilität ist heute gefragter denn je. Auch Veredler Evotech weiß diesbezüglich zu glänzen: Er tunt nicht nur BMW (335d und 135i im AUTO BILD SPORTSCARS-Test), sondern auch Fahrzeuge des VW-Konzerns. Und darüber hinaus noch zahlreiche weitere Fabrikate.
Karosserie/Qualität
Fahrfreude/Antrieb
Guter alter Pumpe-Düse-Diesel: Auch wenn der Motor über kurz oder lang von einem modernen Common-Rail Aggregat abgelöst wird – er macht unverändert Laune. Natürlich vermag das Tuning die unzeitgemäße Laufkultur nicht zu verbessern – die deftige Kraftentfaltung entschädigt dafür jedoch vollauf. Tuner Evotech greift direkt in das Steuergerät ein: Während er die Leistung um schonende 20 PS anhebt, erhöht er das Drehmoment von 350 auf pralle 405 Newtonmeter.
Fahrleistungen
Mit kleinen Schritten zum Erfolg: 0 auf 100 km/h verkürzt das Tuning um 0,4 Sekunden. Bis 160 km/h holt Evotech im Vergleich zum Serienfahrzeug sogar 1,7 Sekunden raus (19,0 statt 20,7 Sekunden). Auch beim Durchzugsvermögen düpiert der Leon das Werksauto. Die Höchstgeschwindigkeit steigt von 214 auf 219 km/h.
Fahrwerk/Komfort
Preis/Kosten
Für Schweizer Verhältnisse ungewöhnlich: die akzeptablen Preise. Vor allem die Leistungssteigerung fällt mit 789 Euro erschwinglich aus. Mit sieben Liter Diesel liegt der Verbrauch auf dem Niveau des Serienfahrzeugs.
Fazit von AUTO BILD-Redakteur Ben Arnold
Eine warme Empfehlung wert: Der von Evotech getunte Seat Leon ist ein Auto ohne ernsthafte Schwächen. Er fährt sich angenehm, beschleunigt zügig, geht mit dem Sprit recht knausrig um und kostet nicht die Welt.
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