Test Le Mansory Convertible
Die weiße Wucht

Edeltuner Mansory zeigt seine jüngste Kreation: einen Bentley Continental GTC mit komplett neuem Lack und Interieur, tiefer gelegter Karosserie und 650-PS-W12. AUTO BILD SPORTSCARS war auf Traumreise.
- Michael Iggena
Wissen Sie eigentlich, wo Brand liegt? Wenn Sie bei Google Earth die Postleitzahl 95682 dazu eingeben, zoomt Sie der Satellit zielgenau ins fränkische Fichtelgebirge. Tiefste Provinz? Mitnichten, schließlich bringen Kunden aus aller Welt dort, genauer in der Wunsiedlerstraße 1, beim Veredler Mansory die Telefone zum Glühen. Wir haben hier eine Verabredung mit Michael Stein, dem Geschäftspartner des umtriebigen Iraners und Firmengründers Kourosh Mansory. Aber vor allem haben wir ein Date mit dem jüngsten Produkt der feinen Tuningschmiede, das auf der IAA präsentiert wurde: einem Bentley Continental GTC, ganz in Weiß, mit einem Stoffdach in Bordeauxrot und farblich darauf abgestimmter Innenausstattung. Auf Weiß stehen vor allem die millionenschweren Ölscheichs aus den Boom-Emiraten, aber auch reiche US-Promis zeigen in der Glamourwelt Hollywoods gern, was sie haben.
Neben frisierten Golf II wirkt der Mansory wie ein UFO

Bild: Joost Demuynck
Der W12 erlaubt Fahrleistungen auf Sportwagen-Niveau

Bild: Joost Demuynck
Trotz 30 Millimeter Tieferlegung und extrem sportlicher Niederquerschittsbereifung beeindruckt der Viersitzer dabei mit erstaunlich hohem Restkomfort. Ruhiges Gleiten beherrscht er genauso souverän wie die forcierte Gangart. Ansatzlos beschleunigt der Allradler und kommt dank vehement zupackender Brembo-Bremsen ebenso schnell wieder zum Stillstand. Nur 24 Exemplare des Le Mansory Convertible sollen entstehen. Wer einen möchte, muss für 197.055 Euro zunächst einen Serien-GTC kaufen und diesen dann zusammen mit weiteren 173.502 Euro bei Mansory abliefern. Nach etwa zehn Wochen Umbauzeit bekommt er dann sein individuell lackiertes Schmuckstück mit einem Interieur nach Wunsch ausgehändigt. Vorausgesetzt, er findet den Weg nach Brand.
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