Test Rolls-Royce Mansory Conquistador
Herrscher der Straße

Dieses Auto war mal ein Rolls-Royce – nobel, gediegen, auf Understatement getrimmt. Lang, lang ist's her. Der Mansory Conquistador ist überwältigend, martialisch und auffällig bis zum Gehtnichtmehr.
- Ben Arnold
Conquistadoren – so heißen die Glücksritter aus Portugal und Spanien, die im 16. Jahrhundert durch Eroberungen schnell Macht und Reichtum erlangen wollten. Ein moderner Conquistador, der mit dem Namensvetter auf vier Rädern liebäugelt, sollte schon etliche erfolgreiche Beutezüge hinter sich haben: Andernfalls dürfte es ihm schwerfallen, die geforderten 750.000 Euro aufzubringen. Damit kostet der veredelte Rolls-Royce fast doppelt so viel wie ein normaler – der fällt mit 385.203 Euro vergleichsweise günstig aus. Mansory tunt den Phantom. Nicht etwa, um Spießer zu provozieren, die glauben, ein Rolls habe Tuning so nötig wie Heidi Klum eine Schönheitsoperation. Vielmehr verfügt der Veredler über ein gesundes Selbstbewusstsein. Und das sagt ihm: Für jedes Produkt – egal wie teuer – findet sich ein Käufer. Es muss nur gut sein – und einzigartig.
Die Resonanz vom Genfer Salon gibt ihm recht: Rückte auf dem Messestand doch die versammelte Rolls-Royce-Mannschaft an – inklusive Chefdesigner Ian Cameron. Und zwar nicht, um den Veredler wegen Blasphemie zu verfluchen, sondern um andächtig staunend vor dem modifizierten Produkt aus dem eigenen Hause zu verharren. Mansory vollzieht mit dem Rolls-Royce, was er zuvor mit Bentley und Aston Martin begonnen hat: ganz großes Kino. Er baut um, reißt raus, schraubt ab, montiert an und lackiert neu: Kotflügel, Räder, Sitze, Lenkrad, Armaturenbrett, Türen, Fenster, Blechkleid. Räder: beim Serienauto zu schmächtig. Als Ersatz dienen gigantomanische 24-Zöller – gelungener Kontrast zur überbordenden Karosserie des Briten. Kotflügel: Austausch des Blechteils gegen eine Variante mit Auslassöffnungen im Range-Rover-Stil. Karosserie: neue Frontstoßstange mit Kühlergrill-Verlängerung. Heckschürze mit doppelt übereinander befindlichen Auspuffenden. Seitenschweller mit Alu-Flanken.
Die Resonanz vom Genfer Salon gibt ihm recht: Rückte auf dem Messestand doch die versammelte Rolls-Royce-Mannschaft an – inklusive Chefdesigner Ian Cameron. Und zwar nicht, um den Veredler wegen Blasphemie zu verfluchen, sondern um andächtig staunend vor dem modifizierten Produkt aus dem eigenen Hause zu verharren. Mansory vollzieht mit dem Rolls-Royce, was er zuvor mit Bentley und Aston Martin begonnen hat: ganz großes Kino. Er baut um, reißt raus, schraubt ab, montiert an und lackiert neu: Kotflügel, Räder, Sitze, Lenkrad, Armaturenbrett, Türen, Fenster, Blechkleid. Räder: beim Serienauto zu schmächtig. Als Ersatz dienen gigantomanische 24-Zöller – gelungener Kontrast zur überbordenden Karosserie des Briten. Kotflügel: Austausch des Blechteils gegen eine Variante mit Auslassöffnungen im Range-Rover-Stil. Karosserie: neue Frontstoßstange mit Kühlergrill-Verlängerung. Heckschürze mit doppelt übereinander befindlichen Auspuffenden. Seitenschweller mit Alu-Flanken.
Auf einmal sind Themen wie die CO2-Debatte irrelevant


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