Kurzwaren wie Alto oder Wagon R sind Vergangenheit. Unter 3,72 Meter Länge geht bei Suzuki nun nur noch der Swift (3,70 Meter), auf dem der neue Splash aufbaut. Und das sehr patent: Seitenteile und Heck wachsen fast senkrecht bis auf 1,59 Meter Höhe, die Frontscheibe steht sehr flach. Folge: ein rundum erstaunlich gutes Raumgefühl. Da kneift nichts, da stört nur die spröde schwarze Plastikwüste ein bisschen. Dafür begeistern die Motoren. Den Anfang macht ein akustisch etwas rasselnder Dreizylinder, der mit etwas Drehzahlen dank Ausgleichswelle aber zur Ruhe kommt. Seine 65 PS reichen locker, um den kleinen Eintonner auf Schwung zu bringen. Der 1,2-Liter mit 86 PS lässt kaum noch Wünsche offen: 175 km/h Spitze, 5,6 Liter Super, auf Wunsch sogar mit Automatik (dann 170 km/h und 6,2 Liter Verbrauch) zu haben.

Ein Sprinter, der jeden Ampelstart gewinnt

Test Suzuki Splash
Dank steilen Hecks und geteilt umklappbarer Rücksitzbank bietet der Suzuki Splash 178 bis 918 Liter Laderaum.
Einen Volltreffer aber landet der 1,3-Liter-Dieselmotor (von GM/Fiat, natürlich rußgefiltert) mit seinen 75 PS. Er scheint für den Splash wie geschaffen. Laufruhig wie ein Benziner, dank seines Drehmoments von 190 Nm bei 1750 Umdrehungen aber ein Sprinter, der jeden Ampelstart gewinnt. Okay, bei 165 km/h geht ihm die Puste aus. Dafür soll beim Verbrauch eine Vier vor dem Komma stehen. Und wenn die Fahrt mal ein (abruptes) Ende hat? Suzuki hat ab Basismodell großzügig vorgesorgt: sechs Airbags, ESP-Schleuderbremse, Gurtstraffer und -kraftbegrenzer vorn, Isofix hinten. Über 6000 Splash sollen ab April jährlich verkauft werden – ein sehr bescheidenes Ziel, wetten?

Fazit von AUTO BILD-Redakteur Diether Rodatz

Dieser neue Japaner gefällt auf Anhieb: technisch hochaktuell, komfortabel und ganz ohne Kleinwagen-Anmutung. Ich bin gespannt, was Opel aus dem Technik-Zwilling Agila macht.