Mario Kart im echten Leben – wie sich das wohl anfühlen mag? Ein Autofahrer aus Cape Girardeau (Missouri) hat diese Erfahrung kürzlich gemacht – wenn auch ungewollt. Aufgrund von extremer Hitze wellte sich die Straße so stark, dass sie aufriss und den ahnungslosen Corolla-Fahrer zum Stuntman machte. Wie es der Zufall wollte, wurde das Ganze per Video festgehalten.
Mittlerweile hat das von Albert Blackwell gefilmte Video über 60.000 Likes auf Instagram, wo es ironischerweise von einem Wetterdienst gepostet wurde. Unter dem Video finden sich Kommentare wie "Hoffentlich hat der Fahrer das Video für die Versicherung parat" oder "So etwas habe ich noch nie gesehen".

Durch Zufall auf Video festgehalten

Laut eines Berichts des Magazins "The Drive" habe Blackwell eine Beule in der Straße gefilmt. Als er von der Straße zurückging, um die Autos, die über die kleinere Welle fuhren, von vorne zu fotografieren, explodierte die Straße plötzlich: Der Asphalt hob sich und schleuderte den Corolla kurzzeitig in die Luft. Zu hören ist, wie hart das Auto bei der Landung aufsetzt. Den oder die Fahrerin des Toyota konnte man laut des Berichts wohl nicht ausfindig machen. Doch sie sind sicher gut beraten, den Unterboden des Wagens auf Risse oder Ölwannenschäden zu prüfen.

An dieser Stelle finden Sie eingebettete Inhalte von INSTAGRAM.

Um diese Inhalte darstellen zu können, benötigen wir Ihre Zustimmung.

Um eingebettete Inhalte anzuzeigen, ist Ihre jederzeit widerrufliche Einwilligung (über den Schalter oder über „Widerruf Tracking und Cookies“ am Seitenende) zur Verarbeitung personenbezogener Daten nötig. Dabei können Daten in Drittländer wie die USA übermittelt werden (Art. 49 Abs. 1 lit. a DSGVO). Mit dem Aktivieren des Inhalts stimmen Sie zu. Weitere Infos finden Sie hier.

Man kann sich die Weiterfahrt der Stunt-Passagiere geradezu bildlich vorstellen: Stillschweigend und unter Schock wurde erst einmal die Lautstärke des Radios heruntergedreht, und ein Satz wie: "What the hell just happened!?" füllte den Innenraum.
Die Stadt Cape Girardeau bestätigte auf Facebook, dass wohl mehrere Hauptverkehrsstraßen durch die Hitze "eingeknickt" seien. Man habe diese provisorisch repariert und kümmere sich zeitnah um die vollständige Reparatur.

Blow-ups als Gefahrenquelle

Normalerweise sind Straßen so konzipiert, dass sie einen gewissen Spielraum gegenüber Hitze und Kälte haben. Doch bei extrem hohen Temperaturen können besonders ältere Asphalt- und Betonfahrbahnen Schäden davontragen. Asphalt kann weich werden und Spurrillen bilden, während zu dünne Betonfahrbahnen oder ältere Abschnitten sogar aufplatzen können. Das sind die sogenannten Blow-ups. Bei Neubauten von Betonfahrbahnen werden heute dickere Platten verwendet, um Blow-ups zu vermeiden.
Es bleibt zu hoffen, dass die Passagiere des fliegenden Corolla mit einem bloßen Schrecken davongekommen sind – und dass sich die Wetterlage in den betroffenen Gebieten wieder etwas abkühlt, um weitere unfreiwillige Stunts zu vermeiden.