Toyota Gazoo Racing bringt GT und GT3
Neue GT-Familie für Straße und Rennstrecke

Toyotas Sportableger GR will mit den neuen Modellen GT und GT3 hoch hinaus – nicht nur in Goodwood.
Bild: Toyota
- Frederik Hackbarth
Alle 20 Jahre wird der berühmte Ise-Schrein neu aufgebaut, um die Fertigkeit des Handwerks an die folgende Generation weiterzureichen. Beim Sportwagenbau verfährt Toyota nach demselben Prinzip, damit das Know-how von Gazoo Racing nicht verloren geht.
Neue Modelle für eine neue Ära
Aus diesem Grund bringen die Japaner nun gleich drei neue Modelle auf den Markt und starten damit in eine neue GT-Ära. Ein absolutes Herzensprojekt für Toyota-Chairman Akio Toyoda (70), der selbst an der Entwicklung und den Testfahrten beteiligt war. Herausgekommen ist nicht weniger als ein Trio Infernale, bei dem wohl für jeden Autofan etwas dabei sein dürfte: Mit dem GT liefert GR ein neues Sportwagen-Monster auf die Straße, das selbst Ferrari das Fürchten lehren dürfte.
Und mit dem GT3, der Rennversion, soll nach dem jüngsten Hypercar-Sieg in Le Mans nun auch die GT-Szene im Motorsport aufgemischt und die Nürburgring-Nordschleife erobert werden. Der Lexus LFA Concept rundet die Palette elegant ab, als Vision für einen rein elektrischen Supersportler.
4,0-Liter-V8-Biturbo
Beide Verbrenner, GR GT und GT3, setzen auf einen extrem tief eingebauten 4,0-Liter-V8-Biturbo, wobei die Straßenversion über ein Hybridsystem zur Unterstützung und ein neu entwickeltes Achtstufen-Automatikgetriebe verfügt. Beim GT3-Renner ist gemäß Reglement ein sequenzielles Getriebe verbaut.
Im Vergleich zum Serien-GT ist die Rennversion natürlich noch kompromissloser auf den Wettbewerb ausgelegt, basiert aber grundlegend auf der gleichen Basis und soll damit auch ausdrücklich eine zugängliche Performance für den Kundensport bieten.
Perfekte Balance für maximale Performance
Spannend: Das Gesamtkonzept setzt auf einen Front-Mittelmotor hinter der Vorderachse und eine Transaxle-Konstruktion, die mit der Verbindung zum hinten positionierten Getriebe für große Steifigkeit sorgt. Dadurch ergibt sich eine Gewichtsverteilung von 45 Prozent vorn, 55 Prozent hinten.
Novum: Erstmals setzt Toyota für die Modellbasis auf einen Voll-Alu-Rahmen. Der dient erheblich zur Gewichtsreduktion.
Bild: Toyota
Für das perfekte Fahrgefühl haben die Ingenieure zudem großes Augenmerk auf einen extrem tiefen Schwerpunkt und die optimale Sitzposition gelegt, das Auto quasi um den Fahrer herum designt. Und neben einer schnörkellos optimierten Aerodynamik ist man mit dem ersten Voll-Alu-Chassis des Herstellers auch in Sachen Gewichtsoptimierung keinerlei Kompromisse eingegangen, hat ein Zielgewicht von 1750 kg ausgegeben.
650 PS und mehr als 320 km/h
Obwohl sich Toyota mit genauen Details zu Marktstart oder Preis noch zurückhält, sind mindestens 650 PS und ein Spitzentempo der magischen Marke von 200 mph, also über 320 km/h, anvisiert.
Bei diesem Tempo braucht es natürlich standfeste Bremsen. Im konkreten Fall vorn wie hinten eine Carbon-Keramik-Bremsanlage von Brembo, made in Germany. Dass die zupackt, zeigte Toyota bei der Premiere in Goodwood eindrucksvoll, wo Toyota seine "Trinity"-Modelle erstmals von der Leine ließ.
Mit dem LFA Concept wagt Toyota einen Blick auf die nächste Generation extremer Performance.
Bild: Toyota
Auch die vollelektrische Zukunftsvision Lexus LFA Concept raste in Goodwood den Hügel hoch, allerdings im Tarnkleid. Der Blick ins Studio verrät aber: Es wird futuristisch. Die Studie punktet mit markanten Designdetails und hochwertigen Materialien, einzig der künstliche Sound anstelle des V10-Klangs des Original-LFA ist noch gewöhnungsbedürftig – optisch überzeugt der Edel-Ableger.
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