Toyota GR Supra Lightweight Evo und A90 Final Edition: Fahrbericht
Toyota Supra verabschiedet sich mit Stil

Mit einem kräftigen Schlussakkord kündigt Toyota das nahende Ende seiner Supra-Reihe an. Das Vorspiel übernimmt der Lightweight Evo, ehe die trackaffine Final Edition eine sehr feinfühlige Abschiedsmelodie beisteuert.
Bild: Toyota
Oder doch nicht so ganz, denn mit der limitierten Sonderausgabe endet zwar der Lebenszyklus des A90, so die interne Bezeichnung. Was das für die glorreiche Baureihe generell bedeutet, werden wir allerdings erst 2026 erfahren. Erst dann dürften sich konkrete Infos zum Nachfolger abzeichnen, der aus offiziellen Kreisen bestätigt wurde.
Mit drei Supra-Modellen auf der Rennstrecke
Zum Abschluss setzt Toyota aber noch ein Highlight auf – und zwar in Form der A90 Final Edition, die nach allen Regeln der Kunst auf Tracktauglichkeit getrimmt wurde und uns auf einer Rennstrecke nahe Barcelona für ein paar schnelle Runden zur Verfügung stand.
Damit der Unterschied zu den konventionelleren Geschwistern deutlich wird, begann der Tag mit einem GR Supra Legend, dem Einstieg in die Welt der sechszylindrigen Supra, gefolgt von ein paar Runden im ebenfalls modifizierten GR Supra Lightweight Evolution. Und gekrönt vom fast doppelt so teuren Super-Supra, dem A90 Final Edition.

Auch zum Drift kann man den Supra (hier Lightweight) überreden, noch lieber arbeitet er sich aber an der Ideallinie ab.
Bild: Toyota
Die Beliebtheit des Supra resultiert einmal aus seiner appetitlichen Sportcoupé-Anatomie mit dem aerodynamischen Double-Bubble-Dach, dem seidigen, durchzugsstarken Dreiliter-Reihensechser, seinem feinen Fahrwerk oder der mittlerweile seltenen Möglichkeit einer Sechsgang-Handschaltung. Das alles reicht gut, um auf dem rund vier Kilometer langen Circuit Parcmotor mehr als nur ein gerüttelt Maß an Fahrspaß zu erzeugen.
Allein das Bessere bleibt stets des Guten Feind; und so liefert der Basis-Legend ein paar Kritikpunkte, die auf der Rennstrecke zum Tragen kommen: Er zeigt Karosseriebewegungen beim Anbremsen und Einlenken, könnte steifer sein, insgesamt fehlt ein wenig der ultimative Biss.
Fahrzeugdaten | Toyota GR Supra Legend | Toyota GR Supra Lightweight Evo | Toyota GR Supra A90 Final Edition |
|---|---|---|---|
Motorbauart/Aufladung | R6, Turbo | R6, Turbo | R6, Turbo |
Einbaulage | vorn längs | vorn längs | vorn längs |
Hubraum | 2998 cm3 | 2998 cm3 | 2998 cm3 |
kW (PS) bei 1/min | 250 (340)/6500 | 250 (340)/6500 | 324 (441)/6000 |
Literleistung | 113 PS/l | 113 PS/l | 147 PS/l |
Nm bei 1/min | 500/1600-4500 | 500/1600-4500 | 571/4500 |
Maße L/B/H | 4379/1867/1299 mm | 4379/1867/1299 mm | 4379/1867/1276 mm |
Radstand | 2470 mm | 2470 mm | 2470 mm |
Leergewicht | 1570 kg | 1570 kg | 1580 kg |
Tank-/Kofferraumvolumen | 52/290 l | 52/290 l | 52/290 l |
0-100 km/h | 4,6 s | 4,6 s | 4,3 s |
Höchstgeschwindigkeit | 250 km/h (abgeregelt) | 250 km/h (abgeregelt) | 275 km/h (abgeregelt) |
WLTP-Verbrauch/100 km | 8,1 l Super | 8,8 l Super | 9,0 l Super |
Grundpreis | 73.250 € | 78.950 € | 142.800 € |
Den verspricht Toyota mit dem neuen Lightweight Evo, den es nur mit dem Reihensechser und nur mit Handschaltung gibt. Der Motor blieb unangetastet (340 PS, 500 Nm), das Fahrwerk erfuhr im Gegenzug jedoch eine ziemlich umfassende Rundumsanierung. Neue Software für die adaptiven Dämpfer, mehr Sturz, steifere Stabis und ebenfalls neue Datensätze für die aktive Hinterachssperre helfen dem Handling spürbar auf die Sprünge. Dazu wurde die Lenkung überarbeitet, der hintere Hilfsrahmen steifer gelagert und der Unterboden zusätzlich versteift.

Auf dem rund vier Kilometer langen Circuit Parcmotor bei Castellolí konnte man alle drei Supra-Sechszylinder fahren.
Bild: Toyota
In Summe machen die Maßnahmen den Evo zwar noch nicht zum lupenreinen Tracktool, den Fahrspaß auf abgesperrter Strecke erhöhen sie jedoch sehr wohl. Das Einlenken passiert jetzt deutlich schärfer und präziser, Änderungen des Fahrzustands verlaufen exakter und ohne Nebenwirkungen. Die Reaktionen werden schneller, nur die Karosserie bleibt ruhiger – ein sehr gelungenes Upgrade, das trotz aller Agilität noch immer nah am Alltag ist.
Toyota GR Supra Final Edition legt noch einen drauf
Doch da geht noch mehr, wie die mit sehr viel Liebe zum Detail und originellen Lösungen aufwartende Final Edition zeigt. Schon optisch zelebriert der letzte Supra mit Carbon-Frontspoiler und -schürze sowie dem Schwanenhals-Heckflügel großes Kino. Originell und effektiv ist der Lufteinlass auf der Motorhaube, der etwa für einen Trackday komplett abgenommen werden kann und mehr Luft durch den Motorraum strömen lässt.

Der Toyota GR Supra war 2019 das erste globale Serienmodell, das von der Motorsportabteilung Toyota Gazoo Racing (GR) kam.
Bild: Toyota
Innen ist der insgesamt auf 300 Stück (Europa: 200) limitierte Final-Supra ein sportlicher Traum aus rotem (Fahrer) und schwarzem (Beifahrer) Alcantara, das auch sonst an vielen Stellen, etwa dem Lenkrad, für sportliches Flair sorgt. Noch mehr Feinschliff an Aero, Fahrwerk – inklusive breiterer Michelin Pilot Sport Cup 2 –, der Kühlung, Versteifungen und 101 PS mehr lassen den Tracktool-Gedanken vollends aufleben.
Das ist er, der Supra für die Rennstrecke: sehr exakt, sehr agil, mit sehr wenig Bewegung, hoher Stabilität, gutem Akrapovic-Sound und einer aufreizenden Leichtfüßigkeit. Leider ist der GR Supra A90 Final Edition mit 142.800 Euro allerdings auch sehr teuer.
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