Gegen eine Kult gewordene Ikone anzugehen, ist immer eine Herausforderung, an der schon viele gescheitert sind. Toyota versuchte es 2008 trotzdem und stellte dem zweisitzigen Smart fortwo den iQ entgegen. Der Ehrgeiz der Toyota-Ingenieure: Sie wollten den besseren City-Floh bauen – einen mit vier Sitzplätzen, Frontmotor und Frontantrieb. Haben sie es geschafft?
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Nun ja, ein vollwertiger Viersitzer ist der iQ sicher nicht. Hinten links kann nicht einmal ein Kleinkind sitzen – es sei denn, der Fahrer ist selbst nicht viel größer und schiebt seinen Sitz ganz nach vorn. Wer den Beifahrersitz weit vorn einrasten lässt, kann hinten rechts Platz nehmen – mit extrem geringem Abstand zur Heckscheibe. Zwei Airbags in den hinteren Dachsäulen sollen Fondpassagiere vor den Folgen eines Heckaufpralls schützen. Trotz aller Mühe: Hinten hat der iQ nicht den höchsten IQ. Ihm fehlt dort Platz. Die Rücksitze haben nur Alibifunktion. Meistens dürften sie umgeklappt sein. Dann entsteht ein 238 Liter großer, gut nutzbarer Kofferraum.

Vorteil iQ: Gangwechsel ohne die Smart-typische Gedenksekunde

Toyota IQ
Nur in der Stadt ein Star: Partien über kurvige Landstraßen sind wegen der starken Untersteuerneigung des IQ kein Vergnügen.
Mit dem Argument der Viersitzigkeit kann der iQ also nicht trumpfen. Ein entscheidender Vorteil des Smart ist seine Kürze von knapp 2,70 Metern, welche mit etwas Überhang und unter Ignorieren der Gesetzeslage auch Querparken ermöglicht. Für diese beliebte Smart-Übung ist der iQ mit knapp drei Metern jedoch zu lang. Wo liegt dann die Intelligenz des iQ? Im Gegensatz zu den ersten beiden Smart-Generationen gab es den Toyota mit einem herkömmlichen Schaltgetriebe – Gangwechsel sind ohne die Smart-typische Gedenksekunde und das Karosserienicken möglich. Neben den beiden Benzinern (Einliter-Dreizylinder mit 68 PS, 1,3-Liter-Vierzylinder mit 98 PS) bot Toyota bis 2012 auch einen 90 PS starken 1,4-Liter-Vierzylinderdiesel an: Spitze 170 km/h, Verbrauch rund vier Liter. Aber auch der kräftige Knauser-Diesel hat's nicht geschafft, den iQ als Smart-Alternative zu etablieren: Nur 745 Käufer entschieden sich 2013 für den Zwerg. Im Juli 2014 stellte Toyota den Verkauf in Europa ein.Was bei unserem Testwagen aufgefallen ist, und auf welche Mängel Käufer beim gebrauchten Toyota iQ außerdem achten sollten, erfahren Sie in der Bildergalerie. Den vollständigen Artikel mit allen Daten und Tabellen gibt es im Online-Artikelarchiv als PDF-Download.

Bildergalerie

Toyota IQ
Toyota IQ
Toyota IQ
Kamera
Gebrauchter Toyota iQ im Test




Fazit

Von verschleißanfälligen Bremsscheiben abgesehen, legt der iQ ein Top-Ergebnis beim TÜV hin. Wichtig: der Unterboden-Check. Achten Sie auf Rost an den Schwellerfalzen. Und erwarten Sie kein Raumwunder, denn die Rücksitzbank ist maximal eine Notlösung auf Kurzstrecken.