Toyota Prius II: Gebrauchtwagen-Test
Mein Prius-Experiment

Ich suchte einen Gebrauchtwagen, aber keiner gefiel mir. Am Ende wurde es einer, den ich gar nicht auf dem Schirm hatte: ein Toyota Prius II.
Anfang August 2017. Mein alter Premium-Gebrauchter rostet in Litauen weiter, ich suche was Neues. Preislimit: 8000 Euro. Bedingung: Automatik, Tempomat unter 100.000 km, Spritkosten unter zehn Euro/100 km und kürzer als 4,45 Meter. Nur dann passt noch das Motorrad mit in die Garage. Ach, und bitte nichts mit Zahnriemen oder Aggro-Kühlergrill. Ansonsten bin ich offen für alles, meine automobile Ahnengalerie reicht vom VW Lupo 3L TDI zum Land Rover Defender (der musste draußen stehen), von Smart Cabrio bis SLK 320.
Beim Anfahren hat der Prius einen ordentlich Punch

Der Prius ist keine Schönheit, doch er ist dem Redakteur aus dem Dauertest in bester Erinnerung geblieben.
Bild: Sven Krieger / AUTO BILD
Überblick: Alles zum Toyota Prius
Das Problem sind oft die Vorbesitzer
Weil ich seit rund 26 Jahren über Gebrauchtwagen schreibe, kenne ich die Schwächen. Auch die wenigen des Prius. Bei den ersten Besichtigungen zeigt sich: Das Problem ist nicht das Auto, es sind seine Vorbesitzer. Die dübeln riesige Rückfahrkameras an den Heckspoiler oder stopfen Heizmatten krumm und schief unter die Sitzbezüge. Und vor allem ondulieren sie die armen Toyota, wo sie können. Kein Prius ohne Knicke und Dellen, von den Händlern gern als Gebrauchsspuren verharmlost. Und frage ich nach Unfällen, drucksen sie herum. In Bremen sehe ich einen 2009er, tatsächlich komplett mit der Sprühdose lackiert.
Nicht schön, aber zuverlässig und sparsam

O-Ton der Toyota-Werkstatt: "Na klar können wir einen Hybrid-Check machen. Aber die 30 Euro können Sie sparen, wir hatten noch nie Probleme."
Bild: Holger Schaper
Service-Links





























