Toyota RAV4 Hybrid (2019): Spritspar-Challenge, Verbrauch, Test

Wer fährt sparsamer im RAV4?

Die AUTO BILD-Redakteure treten zur Spritspar-Challenge an. Wer schafft den geringsten Spritverbrauch mit dem neuen Toyota RAV4 Hybrid? Ein Test!
Stimmt die Werksangabe beim Verbrauch? AUTO BILD machte die Spritspar-Challenge mit dem neuen Toyota RAV4 Hybrid. Der Neupreis liegt bei 47.600 Euro (bei Carwow ab 7754 Euro günstiger). Die Redaktion wollte herausfinden, ob der angegebene Verbrauch auch im Alltag ohne steriler Testbedingungen erreichbar ist. Toyota gibt beim RAV4 einen Normverbrauch von 4,6 Litern an. Welcher Redakteur macht das Rennen und stimmen die Herstellerangaben?

Eckdaten zum RAV4

Testwagen war der neue Toyota RAV4 Hybrid. Als Hauptantrieb nutzt er einen 2,5 Liter großen Vierzylinder. Der Motor leistet 176 PS. Zusammen mit den E-Maschinen erreicht die Systemleistung beim Allrad 222 PS. Eine Lademöglichkeit gibt es nicht, der RAV4 ist ein reinrassiger Hybrid – der Akku lädt sich erst während der Fahrt auf. 

So hat AUTO BILD getestet

Bei diesem Test wurde bewusst auf einen straffen Zyklus verzichtet, er ist also nicht repräsentativ. Die teilnehmenden Redakteure sollten ihren Arbeitsweg abfahren und darauf achten, möglichst spritsparend unterwegs zu sein. Damit sollte ein reales Szenario für den Stadtverbrauch (!) geschaffen werden. Vor dem Start hat jeder Teilnehmer die Verbrauchanzeige im Kombiinstrument genullt.

Jeder Redakteur mit anderer Taktik unterwegs

Volle Fahrt voraus, hieß es in unserem Test nur selten.

Um den Verbrauch gering zu halten, hatte jeder Teilnehmer seine eigene Taktik. So versuchte Elias Holdenried nach dem Aufladen der Hybrid-Batterie erst gar nicht mit dem Verbrenner zu fahren, sondern so weit wie möglich mit dem E-Motor zu kommen. Redakteur Jan Götze nullte zwar die Anzeige, widmete ihr während der Fahrt aber keine weitere Beachtung. Er wollte sich überraschen lassen und nicht zwanghaft das Ergebnis optimieren. Adele Moser versuchte wie andere Kollegen nicht aus dem EV-Modus heraus zu kommen und möglichst sachte anzufahren. Mit dem E-Motor anfahren, sobald der Verbrenner sich zuschaltet, zügig beschleunigen und dann das Tempo im E-Modus halten, diese Taktik verfolgte Andreas Huber. Peter R. Fischer hingegen entledigte sich aller mutmaßlichen Verbraucher und versuchte so, der Sparfuchs der Redaktion zu werden. Einfach drauf los fuhr dagegen Lisa Busse. Sie wollte bewusst keine Tricks anwenden, sondern einfach nur fahren. Allerdings geriet sie sofort nach ihrer Abfahrt in den fiesen Hamburger Berufsverkehr mit Stop and go.

Und wer war jetzt der Sparsamste?

Sechs Redakteure, sechs verschiedene Ansätze. Nicht jeder Versuch war wirklich sparsam.

Einfach die Verbraucher ausschalten, bringt beim RAV4 wohl nicht so viel. Mit 6,2 Litern auf 100 km ist Peter R. Fischer das Schlusslicht der Runde. Dicht gefolgt wird er von Lisa Busse, die auf 6,1 Liter kommt. Auch Andreas Huber konnte mit seinen Überlegungen den Verbrauch nicht unter 5,9 Liter drücken. Anders die Top 3 der Redaktion: Adele Moser schaffte trotz Autobahnpassagen einen Verbrauch von 4,2 Liter. Auch Elias Holdenrieds Bemühungen haben sich gelohnt. Am Ende seiner Tour zeigte der Bordcomputer 4,1 Liter an. Gewonnen hat aber Jan Götze. Er erreichte mit seiner Verdrängungstaktik einen Verbrauch von 3,9 Litern und das, ohne wie die restlichen Kollegen permanent auf die Anzeige zu achten.

Fazit

Der Feldversuch hat gezeigt, dass es durchaus möglich ist, den angegebenen Verbrauch sogar zu unterbieten. Allerdings ist man in diese Gangart auch fast schon ein Verkehrshindernis. Im Verkehr mitzuschwimmen erfordert eine andere Fahrweise, die den Verbrenner des Toyota öfter bemüht. Berechnet man den Durchschnitt aller Testverbräuche der Redaktion, hat AUTO BILD einen Gesamt-Durchschnittsverbrauch von 5,0 Liter erzielt. Das ist zwar über der Werksangabe, zeigt aber auch, dass man mit dem RAV 4 ziemlich nah an den angegebenen Wert heranfahren kann, wenn man möchte. Und das mit unterschiedlichen Fahrern und Fahrweisen.

Das Ranking im Überblick

➤ Platz 6: 6,2 Liter von Peter R. Fischer (durch technische Schwierigkeiten nicht im Video)
➤ Platz 5: 6,1 Liter von Lisa Busse (durch technische Schwierigkeiten nicht im Video)
➤ Platz 4: 5,9 Liter von Andreas Huber
➤ Platz 3: 4,2 Liter von Adele Moser
➤ Platz 2: 4,1 Liter von Elias Holdenried
➤ Platz 1: 3,9 Liter von Jan Götze

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