Der neue Toyota Yaris ist nicht mehr der kurze, hohe Knubbel. Die Modellgeneration 2012 ist zehn Zentimeter länger und zwei fla­cher und erinnert optisch an Clio oder Corsa. Die Stupsnase mit dem vorgereckten Markenemblem ist das neue Markengesicht, die Keilform ist nicht besonders originell. Dafür stehen die Achsen fünf Zentimeter weiter aus­einander als beim alten Mo­dell, was im Innenraum Platz schafft. Auf den Rücksitzen fädeln jetzt auch große Men­schen schmerzfrei ein. Aller­dings lässt Toyota die längs verschiebbare Fondbank – bislang sein variabler Vorteil – ersatzlos wegfallen. An­geblich haben die Kunden sie nicht gewollt und durch den Längenzuwachs auch nicht länger nötig. 
Große 16-Zoll-Räder und ein Dachkanten-Spoiler sind Teil der Club-Version.
Im Toyota Yaris gibt es künftig kein ge­wöhnungsbedürftiges Mit­teldisplay mehr, das neue Modell hat Rundanzeigen hinterm Lenkrad. Die neuen Sitze fallen breiter aus, die Ellenbogen haben vorn et­was mehr Platz – luftig ist der Yaris wie eh und je, und das ist auch gut so. Wichtigste greifbare Neu­heit ist ein leicht bedienba­res Multimedia-System mit 6,1-Zoll-Touchscreen, das vom Radio bis zur Rückfahrkamera alles vereint und sich für 550 Euro extra um einen Navi-Baustein erwei­tern lässt. Es steckt ab der Version Life (fünftürig für 15.850 Euro) ebenso serienmäßig im Yaris wie Klimaanlage, Lederlenk­rad und Zentralverriegelung mit Fernbedienung.
Das Zentralinstrument in der Mitte ist Geschichte, jetzt hat der Fahrer die Instrumente direkt vor Augen.
Unterm Blech warten wenige Überraschungen. Etwas Feinschliff durch Aluteile im Fahrwerk, zudem deutlich gesunkener Verbrauch (5,4 statt 6,0 Liter Normwert) im großen Benziner, mit dem AUTO BILD unterwegs war. Beim Fahren bietet der neue Yaris nicht die Klasse, die sein aufgewerte­ter Innenraum verspricht. Die Lenkung arbeitet zu leichtgängig, der Yaris rollt auch mit verlängertem Radstand leicht hölzern ab. Der Yaris kostet da­mit rund 1000 Euro weniger als ein gleich ausgestatter Ford Fiesta mit 96 PS und Trend-Ausstattung (15.100 Euro). Zumindest bei den attraktiven Preisen hält sich Toyota nicht zu­rück – da greifen die Japaner wieder an.