Traktor-Unfälle: Studie
Gefahr durch junge Landwirte

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Jugendlicher Leichtsinn ist auch am Steuer von Traktoren oft Ursache für einen Unfall. Das ergab eine neue Studie. Erstaunlich: Bislang gibt es keine praktische Führerscheinprüfung.
Bild: Unfall mit Traktor
Junge Fahrer landwirtschaftlicher Zugmaschinen sind überdurchschnittlich häufig in Unfälle verwickelt. Das belegt eine Studie der Unfallforschung der Versicherer (UDV). Demnach sind 22 Prozent aller Treckerfahrer, die einen Unfall verursacht haben, zwischen 15 und 24 Jahre alt (Anteil in der Gesamtbevölkerung: elf Prozent). In der EU dürfen bereits 16-Jährige den Führerschein Klasse L erwerben, der zum Führen eines Traktors mit 32 km/h Höchstgeschwindigkeit berechtigt. Mit einer Ausnahmegenehmigung lässt sich das Mindestalter sogar auf 15 Jahre senken.
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Das Problem: Für Klasse L ist lediglich eine theoretische Prüfung vorgeschrieben, Fahrstunden sind nicht erforderlich. Dazu SPD-Verkehrsexpertin Kirsten Lühmann: "Die Zahl der Fahranfangenden, die schwere Unfälle mit Treckern verursachen, weist auf ein wichtiges Handlungsfeld hin: Die Regelung, einen Führerschein Klasse L ohne eine praktische Prüfung erlangen zu können, muss dringend überdacht werden." Auch die UDV hat mangelnde Fahrpraxis als Ursache erkannt und schlägt daher zusätzliche Schulungen junger Fahrer vor, bei denen sie für die Themen Geschwindigkeit, Abstände und Abbiegen sensibilisiert werden sollen.
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