Treue auf türkisch

Im Tal der 1000 Transit

In der Türkei ist der Ford Transit eines der beliebtesten Autos. In der Region Mardin liegt der Marktanteil sogar bei 100 Prozent. Ein Erlebnisbericht – auf deutsch und auf türkisch.

In Mardin gibt's die meisten Transit weltweit

Wie ein stolzer Kapitän thront Hüsseyin Cakmak auf der Sitzbank seines Ford Transit. Fest umfassen seine Hände das dünne Lenkrad. Nur ganz selten berührt der Mann mit dem dunkelblauen Hemd die Rückenlehne. Aufrecht hockt Cakmak während der Fahrt auf dem Polster. Sogar in den engen Gassen des Basars von Mardin bewegt der 70jährige sein 21 Jahre altes Auto ganz ohne Hektik. Routiniert manövriert er vorbei an Ständen, auf denen Orangen in der Sonne leuchten. Allein aus seinen Armen schöpft der kleine Mann die Kraft, die er zum Lenken und Schalten braucht. Transit’inin sürücü koltuðunda Hüseyin Çakmak, parýldayan plastikten üretilmiþ ince direksiyon simidini sýký sýkýya tutmuþ þekilde maðrur bir kaptan gibi oturuyor. Çakmak’ýn ceketi koltuk sýrtlýðýna oldukça seyrek temas ediyor ve yolculuk boyunca genellikle dik oturuyor. Mardin’in ünlü pazarýnýn dar sokaklarýnda bile bu 70’lik ihtiyar, 21 yaþýndaki aracýný hiç zorlanmadan kullanýyor. Artýk otomatikleþmiþ manevralarla kullanýlan transit, güneþin altýnda parýldayan portakal tezgahlarýnýn önünden geçip gidiyor. Ufak tefek sürücümüz direksiyonu çevirmek ve vites deðiþtirmek için gereken gücün tamamýný sadece kollarýndan alýyor.

Aufrecht, würdevoll und mit viel Stolz. So fahren sie alle, die Transitkapitäne der Türkei. Im Osten des Landes schippern jede Menge davon herum. Der Ford-Transporter ist aus dieser Gegend nicht wegzudenken. Nirgendwo sonst auf der Welt hat der seit 1953 gebaute Klassiker einen höheren Marktanteil als hier in der Region Mardin. Dimdik, aðýr baþlý ve gururlu... Türkiye’deki tüm Transit kaptanlarý böyle araç kullanýyor. Türkiye’nin doðusunda bu araçlardan bolcasý dolaþýp duruyor. Çünkü Ford’un ticari aracýný bu bölgenin dokusundan ayrý düþünmek deðil: Ford’un 1953’ten bu yana üretilen ticari aracýnýn Mardin’den daha fazla pazar payýna sahip olduðu baþka bir yer yok dünyada.

Die Hauptstadt aller Transit ist Akarsu. Das Dorf nahe der syrischen Grenze ist eine reine Transitzone. Der aus der Türkei, Belgien und England stammende Wagen hat in dem Örtchen einen Marktanteil von 100 Prozent (Türkei gesamt: 27,1 Prozent). Fast alle der rund 6000 Menschen leben von den 30 hier zugelassenen Transit. Die meisten verdienen als Sammeltaxis, als Dolmus, Geld. Auf vielen Motorhauben prangt ein großes Herz mit der Aufschrift Dostlar (Freunde). Und es stimmt: Die Ford-Lastesel sind der Herzschlag der Türkei. Gerade einmal 65 von 1000 Türken besitzen ein eigenes Auto, ohne das Dolmus wäre Mobilität auf dem Land kaum vorstellbar. Der Taxi-Transit führt zur Arbeit, ins Freibad, zu Verwandten, zur Schule. Akarsu, tüm Transitlerin anavataný. Suriye sýnýrýna yakýn bir köy olan Akarsu, kelimenin gerçek anlamýyla bir Transit bölgesi. Türkiye ve Ýngiltere’de üretilen bu aracýn köydeki pazar payý yüzde 100 (Türkiye genelinde: yüzde 27.1). Buradaki yaklaþýk 6000 insanýn tamamý hayatlarýný bu 30 adet Transit’ten kazanýyor. Bunlarýn çoðu da dolmuþ olarak para kazandýrýyor. Motor kaputlarýnýn birçoðunda, üzerinde “Dostlar” yazýsý bulunan büyük bir kalp yer alýyor. Ve bu kesinlikle doðru: Ford’un bu koþum hayvanlarý Türkiye’nin kalp atýþlarý. Her 1000 Türk’ten 65’i kendi otomobile sahip ve dolmuþlar olmasa ülkede mobiliteden söz etmek mümkün olmazdý. Taksi Transitler iþe çýkýyor, plaja, akraba ziyaretlerine, okula gidiyor.

20 Jahre alter Transit mit 1,3 Mio. Kilometern

Vor der Dorfschänke von Akarsu stoppt ein mit Brennholz beladener Pritschen-Transit. Zwei junge Männer werfen staubtrockene Äste auf den Asphalt – Brennholz für die Backöfen der Familien. "Jeder macht hier sein eigenes Fladenbrot", sagt Mete Ibrahim. Seit 36 Jahren lebt der 70jährige im Transitdorf. Vorher hat er bei Ford in Köln gearbeitet. Erst am Band, später als Dolmetscher für seine Landsleute. Deutschland war seine Heimat, sechs Jahre lang. Ein kleines Stück davon liegt jetzt direkt vor seiner Haustür, in Ostanatolien. "Oft sieht es hier aus wie auf dem Kölner Werksgelände", sagt der Rentner mit den sanften Augen. Dann geht er aus dem Dorfcafé zur Straße. Ein Transit parkt hier neben dem anderen. Akarsu’nun köy kahvesinin önünde yakacak odun yüklü bir Transit duruyor. Ýki genç adam, evlerdeki fýrýnlarda yakacak olarak kullanýlacak kuru dallarý asfalta fýrlatýyor. “Burada herkes kendi ekmeðini/lavaþýný yapar.” diyor Mete Ýbrahim. Eskiden Köln’de Ford için çalýþmýþ olan 70 yaþýndaki Mete, 36 yýldýr bu Transit köyünde yaþýyor. Ýlk baþlarda Ford’un üretim bandýnda çalýþan Mete, daha sonra vatandaþlarý için çevirmenlik yapmýþ ve 6 yýl boyunca Almanya O’nun vataný olmuþ. Bu zamanýn kýsa bir parçasýysa þu anda evinin kapýsýnýn hemen önünde duruyor. Yumuþak ifadeli gözlere sahip Mete Ýbrahim, “Bazen buralar, Köln’deki fabrikanýn bahçesine benzer” diyor ve köy kahvesinden yola çýkýyor: Burada art arda Transitler park edilmiþ durumda.

Am Ufer des nahen Beyazu läßt Abdul Salam Akan seine Fanfarenhupe singen. Beyazu heißt weißes Wasser. Von den braunen Bergen tastet sich der Fluß hinab in die grüne Ebene Ostanatoliens. Meist ruhig, manchmal reißend. Am Ufer kleben graue Dörfer, vor Imbißbuden grillen Männer Bachforellen, frisch gefangen aus den klaren Fluten. Frauen hinter bunten Schleiern tunken Schafwolle ins Wasser, an dem sich im Tal die grüne Pfefferminze satt trinkt. 1,3 Millionen Kilometer hat Akans 20 Jahre alter Transit in dieser Idylle schon gelassen, sein bisheriges Autoleben. Die kräftige Sonne hat den Lack bleich gemacht wie eine alte Jeans. Beyazsu’nun sahilinde Abdul Salam Akan, havalý kornasýný öttürüyor. Kahverengi daðlardan gelen nehir sularý, Doðu Anadolu’nun yeþil düzlükleriyle buluþuyor. Çoðunlukla sakin akan su, bazen iyice hýrçýnlaþabiliyor. Nehrin kýyýlarýna gri renkli köyler serpilmiþ, restoranlardaki ýzgaralarda tertemiz sulardan kýsa bir süre önce avlanmýþ taze alabalýklar piþiyor. Renkli duvaklara sahip kadýnlar koyun postlarýný suya batýrýyor. Akan’ýn 20 yaþýndaki Transit’i bu cennet gibi bölgede 1.3 milyon kilometre yapmýþ durumda.

Heute hat der Kleinlaster Schuhe geladen. Aufgetürmt bis unters Dach liegen die Kartons auf den bunten Sitzen. Morgen werden Apfelsinen und Kräuter für die Dörfer oben in den Bergen an Bord sein. Der Transporter, so hellblau wie der Himmel Anatoliens, versorgt die Menschen. Ganz so wie der Fluß, an dem er tagtäglich langfährt. Güçlü güneþ ýþýnlarýnýn boyasýný eski blucinler gibi aðarttýðý bu küçük nakliye aracýna bugün ayakkabý yüklenmiþ ve rengarenk döþemelere sahip koltuklarýn üzerine tavana kadar kartonlar istiflenmiþ. Yarýnsa yükseklerdeki köyler için meyve ve sebzeler yüklenecek araca. Anadolu’nun gökyüzü kadar açýk bir mavi renge sahip olan Transporter, her gün yanýndan geçtiði nehir gibi, insanlara gerekli þeyleri taþýyor.

Das neue Modell ist bereits ausverkauft

Die Türkei ist ohne den Transit kaum denkbar. Es ist ein Kreislauf. Weil so viele davon durchs Land rollen, sind die Ersatzteillager voll. Was wiederum daran liegt, daß die Nachfrage so hoch ist. Türkiye’yi Transit olmadan düþünmek oldukça zor. O, damarlardaki kan dolaþýmýna benziyor. Ülkede bu kadarý yollarda olduðundan talep de çok yüksek, bu yüzden yedek parça depolarý aðzýna kadar dolu.

Welche Teile oft kaputtgehen, wissen die Männer der örtlichen Sammeltaxi-Zentrale am besten: hagere Typen in sauber gebügelten Hemden. "Stoßdämpfer und Frontscheiben. Die gehen oft zu Bruch", sagt einer von ihnen. Das Glas springt, wenn die Männer mit ihren Kisten über die Krater-Pisten holpern. Ihren Wagen haben die Fahrer liebevolle Slogans und Namen verpaßt: "Blondie", "Feldherr" oder "Mach's noch einmal" steht in Klebebuchstaben auf dem Lack ihrer täglichen Begleiter. Civardaki dolmuþ merkezindeki yeni ütülenmiþ beyaz gömlekli ve ince yapýlý adamlar, en çok nerelerde arýza çýkacaðýný çok iyi biliyor. Ayrýca hepsinin araçlarýnda sevgi dolu sloganlar yazýlý: “Sarýþýn”, “General” veya “Hadi bir daha” Ýçlerinden biri amortisörler ve ön camlarýn sýk sýk bozulduðunu söylüyor: Yoldaki kraterleri andýran delikler üzerinde zýplayan araçlarýn camlarý yerlerinden fýrlýyormuþ.

Im Mai 2006 hat Ford in der Nähe des Provinzflughafens von Mardin einen nagelneuen Show-Room mit Werkstatt hingesetzt. Ein Transporter lädt drei neue Modelle ab. Jedes Fahrzeug ist bereits verkauft. Mayýs ayýnda Ford, Mardin Havaalaný’na yakýn bir yerde, servis hizmeti de veren yepyeni bir showroom açtý. Yanýndan geçerken nakliye týrýndan 3 yeni modelin indiðini gördük. Ancak araçlarýn tamamýnýn þimdiden satýldýðýný da öðrendik.

Doch die Herzkammer der Transitzone pocht woanders, ein paar Kilometer weiter, im Werkstattviertel. Wie fast überall in der Türkei ist auch in Mardin jede Branche in einem eigenen Stadtteil untergebracht. Verschwitzte Mechaniker gucken aus dunklen Werkstatthöhlen. Der brüchige Beton vor ihren Garagen ist ölgetränkt. Hebebühnen und Richtbänke gibt es kaum. Statt dessen ausgediente Räder zum Aufbocken und einen Amboß, 400 Kilogramm schwer. Werkstattbesitzer Davut Usar kennt beim Transit jede Schraube. Der Mann mit dem dichtgewachsenen Schnäuzer bekommt alles wieder hin. Der Beweis parkt lackschonend im Schatten. Ein roter Minibus, Baujahr 1980, 177.000 Kilometer, immer noch die erste Kupplung. "Mit dem Wagen sind meine Frau und ich zur Hochzeit gefahren, den gebe ich nicht her – niemals", sagt der 56jährige. Unter pechschwarzen Augenbrauen blitzen seine wachen Augen, voller Stolz. Denn sein Transit ist für Davut Usar mehr als nur ein Gefährt: Er ist sein Gefährte. Ancak Transit ülkesinin kalbi burada deðil, birkaç kilometre ileride atýyor. Birçok Türkiye þehri gibi Mardin’de de her branþ þehrin farklý bir bölümünde yoðunlaþmýþ durumda. Sanayi mahallesindeki dükkanlardan birinin vitrini tamamen stop lambalarýyla kaplý, baþka bir dükkansa jant kapaklarýyla dolu. Hemen yan taraftaki karanlýk delikler þeklindeki dükkanlardan, ter içinde iþçiler bakýnýyor. Garajlarýnýn önündeki kýrýlmaya yüz tutmuþ beton tamamen yað içinde. Liftler veya kanallara pek sýk rastlanmýyor. Bunun yerine araçlar jantlarýn veya 400 kg’lýk büyük demir örslerin üzerine oturtuluyor. Tamirhane sahibi Davut Usar, Transit’i en küçük vidasýna kadar tanýyan ve her türlü arýzayý bir þekilde giderebilen biri. Bunun kanýtýysa beton tamirhanede park edilmiþ durumda. 1980 model kýrmýzý renkli bir minibüs: 177 bin km’de ve hala ilk debriyajýný kullanýyor. “Bu minibüsle karýmla balayýna çýkmýþtýk. Kesinlikle ondan vazgeçmem, asla!” 56 yaþýndaki Davut’un hüzünlü siyah renkli gözlerinden canlý ýþýltýlar ve gurur yayýlýyor. Çünkü kendisi için Transit bir araçtan çok daha fazlasýný ifade ediyor: Yoldaþ.

Autor: Claudius Maintz

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