Skoda Kodiaq gebraucht: TÜV-Report 2026
Gebrauchter Kodiaq: Wie hoch ist das Risiko?

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Der Skoda Kodiaq zeigt sich bei der HU als verlässliches Voll-SUV mit nur wenigen Schwachpunkten. Und das trotz durchweg hoher Laufleistungen.
Bild: Thomas Ruddies / AUTO BILD
Skoda Kodiaq
- Bauzeit: 2017 bis 2023
- Motoren: 125 PS (1.4 TSI) bis 245 PS (2.0 TSI RS)
- Preis: ab 19.900 Euro
Das ist er: Ein großer Gleiter mit Bärennamen. Der Kodiaq – benannt nach dem Kodiakbären – misst 4,70 Meter und basiert auf dem MQB-Baukasten des VW-Konzerns. Damit ist er technisch eng mit dem VW Tiguan verwandt. Die robusten Scout-Versionen treten mit Allradantrieb und Offroad-Optik an, während die Sportline-Modelle mit dynamischerem Design und sportlicher Abstimmung punkten wollen. Nach dem 125-PS-Einstiegsbenziner kam 2018 der 1,5-Liter-TSI mit 150 PS, 2020 verschwand der 240-PS-Diesel, und Anfang 2023 lief das 245 PS starke RS-Modell aus.

Alpenkraxler: Im Kodiaq auf Schotterpiste hoch zur Berghütte. Asphalt ist aber sein bevorzugter Untergrund.
Bild: Matthias Moetsch / AUTO BILD
Das kann er: Der Kodiaq kombiniert enorm viel Platz mit solidem Komfort. Das optionale Adaptivfahrwerk gleicht Unebenheiten souverän aus, während das Fahrverhalten angenehm neutral bleibt. Vorn wie hinten bietet das SUV reichlich Raum, im Fond fast Oberklasseniveau. Der Kofferraum zählt zu den größten seiner Klasse.
Das macht Ärger: Größere Schwächen blieben bislang aus. Der 2.0 TSI kann bei hohen Laufleistungen viel Öl verbrauchen, einige Diesel fielen mit verschlissenen Injektoren oder Turboladern auf. Ansonsten gilt der Kodiaq als zuverlässig und hat eher selten Werkstattaufenthalte. Im AUTO BILD-Dauertest überzeugte ein Kodiaq Scout 4x4 mit 190-PS-TDI und der Note 2+. Nur kleinere Ausfälle – etwa der Startknopf und die Dämpferregelung – trübten den guten Gesamteindruck. Motor, Getriebe und Allradtechnik funktionierten fehlerfrei. Das Kraftfahrt-Bundesamt listet bis 2024 neun Rückrufe auf, unter anderem wegen Airbags, fehlerhafter Lenkungsteile und einer Schweißnaht am Bremspedal.
Skoda Kodiaq: Mängeleinteilung*
Ohne Mängel | Geringe Mängel | Erhebliche Mängel | Verkehrsunsicher | |
|---|---|---|---|---|
Alter | ||||
2-3 Jahre | 89,9 (Ø 89,4) | 3,5 (Ø 4,0) | 6,6 (Ø 6,5) | 0,0 (Ø 0,0) |
4-5 Jahre | 88,4 (Ø 84,7) | 3,6 (Ø 5,3) | 8,1 (Ø 10,0) | 0,0 (Ø 0,0) |
6-7 Jahre | 86,4 (Ø 78,8) | 4,9 (Ø 7,6) | 8,7 (Ø 13,6) | 0,0 (Ø 0,0) |
Das TÜV-Urteil
Fahrwerk
Im Fahrwerksbereich zeigt sich bei der HU recht frühzeitig Verschleiß an Querlenkern und Achsaufhängungen, teils verbunden mit Poltergeräuschen auf schlechter Fahrbahn. Dämpfer und Lenkung bleiben dagegen meist unauffällig.
Licht
Die Beleuchtung gilt als solide, gehört absolut zu den Stärken des Kodiaq. Blinker und Warnblinker werden in keinem Baujahr nennenswert bemängelt, an der Beleuchtung vorn und hinten treten schon mal Mängel auf, die Quote bleibt aber immer unter den Durchschnittswerten.
Bremsen
Fehler an Bremsschläuchen und -leitungen sind so gut wie nicht feststellbar, das gilt aber auch für die Vergleichsgruppe. Fuß- und Feststellbremse des Kodiaq glänzen zu dem mit nahezu fehlerfreier Funktion. Die Bremsscheiben werden minimal öfter bemängelt als im Mittel.
Umwelt
Während Abgasuntersuchung und Auspuffanlage stets seltener Anlass zu Kritik geben als im Durchschnitt, wird bei der ersten HU mehr als doppelt so häufig wie im Mittelwert Ölverlust bemängelt.
Fazit
Der Skoda Kodiaq zeigt sich als groß dimensioniertes und alltagstaugliches SUV mit hoher Zuverlässigkeit. Typische Schwachstellen wie vereinzelt auftretender zu hoher Ölverbrauch oder verschleißanfällige Querlenker trüben den Gesamteindruck kaum. Rückrufe sind Einzelfälle. Insgesamt ein robustes und langstreckentaugliches Familienauto mit überschaubarem Risiko beim Gebrauchtwagenkauf.
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