Porsche 928 (1987) SpyderWerks-Umbau
Wer erkennt, welches Auto unter dieser Karosserie steckt?

Bild: www.mecum.com
Dieses Cabrio war mal ein Porsche 928 – kein Scherz, auch wenn vom einstigen Basisfahrzeug auf den ersten Blick nicht mehr viel übrig geblieben ist. Die Verwandlung zum Cabriolet wurde von der Firma SpyderWerks in den USA durchgeführt. Gelungene Transformation oder laienhafter Umbau? Entscheiden Sie selbst!
Der Porsche 928 sollte Ende der 70er-Jahre den 911 beerben. Wie wir heute wissen, wurde daraus nichts. Dennoch war der Gran Turismo mit dem Transaxle-Layout ein Erfolg – die Modellreihe wurde von 1977 bis 1995 über 70.000 Mal gebaut. Mittlerweile sind vor allem frühe Modelle gesuchte Klassiker, wobei der 928 bis heute polarisiert. Das dürfte insbesondere für diesen, sagen wir mal vorsichtig, besonderen Umbau gelten. Das US-Auktionshaus Mecum hat kürzlich einen Porsche 928 aus dem Baujahr 1987 versteigert, der so gar nicht mehr nach Porsche aussieht.

Bis zur Unkenntlichkeit modifiziert: Dass unter dieser Karosserie ein Porsche 928 steckt, ist nicht mehr zu erkennen.
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Der Grund ist einfach, denn in den 90er-Jahren hat die heute nicht mehr existierende Firma SpyderWerks gleich mehrere serienmäßige Porsche 928 zu Cabrios umgebaut. Dabei wurde jedoch nicht nur das feste Dach gegen ein Stoffverdeck getauscht, sondern auch kurzerhand eine komplett neue Karosserie entworfen, die praktisch nichts mehr mit dem Original zu tun hat.
Stattdessen versprüht das rote Cabrio jetzt Retro-Vibes. Die Front ziert ein schmaler Kühlergrill, die Klappscheinwerfer wurden gegen runde Leuchten getauscht. Allgemein wirkt das gesamte Auto deutlich runder. Das Heck lässt keinerlei Rückschlüsse mehr zu, dass wir hier über einen Porsche sprechen. Stattdessen wirkt es mit seinen schwungvollen Kotflügeln und den klitzekleinen Rückleuchten eher wie ein Auto aus den 50er-Jahren.
Originaler Motor im Porsche-Umbau
Im Gegensatz zum Kahlschlag im Exterieur ist der Porsche-Ursprung im Innenraum noch eher zu erkennen. Zwar wurden Armaturenbrett und Türtafeln überarbeitet und ein Momo-Lenkrad verbaut, doch anhand der Sitze und der Mittelkonsole erkennen nicht nur Experten den 928. Motorenseitig blieb der Porsche hingegen völlig unangetastet, was bedeutet, dass ein Fünfliter-V8 mit 320 PS für Vortrieb sorgt. Bei diesem Exemplar übernimmt eine Viergang-Automatik die Kraftübertragung an die Hinterräder.

Anhand der Sitze und der Mittelkonsole ist der Porsche-Ursprung noch am ehesten zu erkennen.
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Der 928 wurde nicht verkauft
Bemerkenswert niedrig ist die Laufleistung von umgerechnet gerade mal 9195 Kilometern (5714 Meilen), was dafür spricht, dass der oder die Besitzer in den vergangenen knapp 40 Jahren nur sehr wenig mit dem besonderen 928 gefahren sind.
Die kürzlich geendete Mecum-Auktion bescherte dem Porsche trotz seines geringen Kilometerstands leider keinen neuen Eigentümer. Bei umgerechnet knapp 13.900 Euro (15.000 Dollar) endeten die Gebote, und der 928 wurde nicht verkauft. Ob das an der gewöhnungsbedürftigen Optik oder dem Hinweis auf einen reparierten Totalschaden (salvage title) lag, ist nicht bekannt.
Unverbastelte Porsche 928 aus diesem Baujahr gibt es hierzulande jedenfalls nicht zu diesem Preis. Ordentliche Exemplare liegen bei deutlich über 20.000 Euro.
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