Ein LKW steht am 11.08.2014 auf einem Autohof bei Bad Rappenau bei der Vorstellung des telematischen LKW-Parkens vor einem beschrankten LKW-Parkplatz
Jeder Lkw wird gezählt – und die neuen Anzeigetafeln (ganz oben) zeigen die Zahl der restlichen Parkplätze an.
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(dpa) Baden-Württemberg will der Parkplatznot auf Autobahn-Raststätten mit einem neuen Leitsystem für Lastwagen begegnen. Landesverkehrsminister Winfried Hermann (Grüne) startete dazu am 11. August 2014 bei Bad Rappenau ein Pilotprojekt, das nach seiner Darstellung bislang einzigartig ist in Deutschland: Das System an der A6 (Mannheim-Heilbronn-Nürnberg) zählt an Autohöfen einfahrende Lastwagen und zeigt verbleibende Stellplätze auf einer Tafel über der Autobahn an.
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Ausbau der Rastanlagen kommt nicht hinterher

Der baden-württembergische Verkehrsminister Winfried Hermann (Bündnis 90/Die Grünen) steht am 11.08.2014 bei der Vorstellung des telematischen LKW-Parkens auf einem Autohof bei Bad Rappenau an einer Parkplatzeinfahrt neben einem LKW
Baden-Württembergs Landesverkehrsminister Winfried Hermann gab den Startschuss für das Parkplatz-Projekt.
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In Deutschland werden nach Angaben des Verbands des Württembergischen Verkehrsgewerbes 2015 rund 14.000 Stellplätze fehlen, 1500 davon im Südwesten. Der Ausbau der Rastanlagen kann damit kaum mithalten: Derzeit werden etwa 2500 neue Parkmöglichkeiten geschaffen. Neben dem System an der A6 gibt es auch Handy-Apps, die Lastwagenfahrern bei der Parkplatzsuche helfen sollen. Die Programme lenkten den Fahrer jedoch vom Verkehr ab, sagte der Minister. Bislang gebe es noch kein einheitliches System, um den Lastwagenverkehr zuverlässig auf freie Parkplätze zu lotsen. Dabei sei die Technologie, wie sie jetzt an der A6 getestet wird, bei Parkhäusern längst vorhanden. Das Konzept soll nach der Testphase voraussichtlich in den kommenden Jahren an vielen weiteren privatwirtschaftlichen Autohöfen in ganz Deutschland angewendet werden.