Die Ironie des Schicksals führte eine junge, angetrunkene Fahranfängerin ausgerechnet in ein Plakat für eine Anti-Alkohol-Kampagne. In der Nacht zum 24. Februar 2019 verlor die 21-Jährige in Sundern (NRW) die Kontrolle über ihren VW Polo und rammte das Werbeschild der Straßenverkehrswacht. Darauf zu sehen: eine Flasche Mineralwasser und ein Autoschlüssel, dazu in großen Lettern der Slogan "Freunde fürs Leben". Das Plakat soll für nüchternes Fahren werben. Bei dem Crash verkeilte sich der Polo unter dem Schild. Immerhin: Die Fahrerin blieb unverletzt. Sie setzte ihren Weg zu Fuß fort, was sie besser nicht getan hätte.

Führerschein nach nur einem Monat wieder weg

Zunächst wurde der unter dem Schild verkeilte Unfallwagen entdeckt, kurz darauf klingelte die Polizei an der Tür der mittlerweile zu Hause angekommenen Frau. Die gab den Crash sofort zu, roch dabei aber stark nach Alkohol. Für die Polizisten Grund genug, eine Blutprobe anzuordnen, deren Ergebnis aber noch nicht veröffentlicht wurde. Zudem stellten sie den Führerschein, den die Frau erst einen Monat besessen hatte, noch an Ort und Stelle sicher. Durch den Gang nach Hause muss sie sich wegen Fahrerflucht verantworten – der 21-Jährigen drohen jetzt 500 Euro Bußgeld und ein Fahrverbot von mindestens einem Monat. Es könnte sogar noch schlimmer kommen: Den Unfallschaden beziffert der Polizeibericht auf rund 13.000 Euro. Bei einem Unfall mit Trunkenheit als Ursache kann die Summe auf den Unfallverursacher zurückfallen.