(dpa/mas) Es klingt unglaublich: Auf der A2 bei Magdeburg sollen am Samstag, 31. Januar 2015, zehn bis 15 Autofahrer auf dem Standstreifen an schwer verletzten Unfallopfern vorbeigefahren sein. Nach Polizeiangaben seien auf der Straße liegende Verletzte regelrecht "umkurvt" worden. Einsatzkräfte hätten dies schließlich beendet, indem ein Streifenwagen auf den Standstreifen gestellt wurde. Die Autobahnpolizei Börde spricht von "unbeschreiblichem Verhalten" und ermittelt wegen unterlassener Hilfeleistung gegen Unbekannt. Es wurde ein Zeugenaufruf gestartet.
Bei dem Unfall war ein 44-Jähriger aus Nordrhein-Westfalen mit seinem Auto auf ein Stauende gekracht. Die Wucht des Aufpralls schob mehrere Fahrzeuge aufeinander, sechs Menschen wurden verletzt. Der Wagen des 44-Jährigen blieb auf dem Dach liegen. Über zweieinhalb Fahrbahnen der dreispurigen Autobahn zog sich das Trümmerfeld hin.
Sachdienliche Hinweise nimmt die Polizei Hohenwarsleben unter der Telefonnummer 039204/ 720 oder jede andere Polizeidienststelle entgegen.