Alexander Dobrindt hat heute den Google-Campus in Mountain View besucht
Bundesverkehrsminister Alexander Dobrindt (l.) und Staatssekretärin Dorothee Bär testeten einen der autonomen Lexus bereits.
Bild: Quelle: BMVI / Paul Sakuma
(rtr) Ein selbstfahrender Lexus RX 450h aus der Google-Flotte ist Mitte Februar 2016 in Mountain View bei San Francisco (Kalifornien) gegen einen Linienbus gestoßen (s. Video unten). Bei dem Zwischenfall wurden der Kotflügel des Busses und der des Lexus beschädigt, außerdem riss dem Google-Wagen ein seitlicher Sensor ab. Verletzt wurde offenbar niemand. Der Google-Mutterkonzern Alphabet räumte ein, einen Teil der Verantwortung zu tragen. Das Fahrzeug und sein Testfahrer hätten angenommen, dass der Bus abbremse oder das Auto durchlasse. Es sei genügend Platz vorhanden gewesen. Demnach war das Google-Auto mit nur drei Stundenkilometern unterwegs, während es beim Bus 24 km/h waren. Es könnte das erste Mal sein, dass ein autonomes Auto einen Unfall verursacht hat.

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Google aktualisierte nach eigenen Angaben die Fahrzeugsoftware, um ähnliche Vorfälle künftig zu vermeiden. Wer die Schuld an dem Unfall trägt, ist nicht offiziell festgestellt worden. Konzernmutter Alphabet versucht gerade, die Behörden davon überzeugen, auch Fahrzeuge ohne Lenkrad auf Straßen fahren lassen zu dürfen. Im Dezember 2015 kritisierte Alphabet Vorschläge aus Kalifornien, nach denen auch selbstfahrende Autos mit Lenkrad sowie Gas- und Bremspedalen ausgestattet sein müssen. Auch ein Fahrer mit Führerschein wäre vorgeschrieben. Im November 2015 hatte Google erklärt, in der sechsjährigen Versuchsphase mit selbstfahrenden Autos habe es 17 Unfälle gegeben, die aber alle nicht von den Fahrzeugen verursacht worden seien.