Zurzeit ist er in seinem Element: Wohl kaum eine größere Kommune will im Schneechaos des Winters auf die Dienste eines Unimog verzichten. Wo andere längst schlappmachen, fräst sich der Bulle aus Wörth (dort wird er seit 2002 produziert) durch Schnee und Matsch. Und der Unimog hat Geburtstag. Die kleine Baureihe U 300 bis U 500 wird seit zehn Jahren verkauft – und fand bisher mehr als 10.000 Abnehmer in 20 Ländern. Und das, obwohl der Unimog alles andere als billig ist. Die Unimog U 300/U 400/U 500 finden im Winterdienst, Straßen-Unterhalt und -Betriebsdienst, in der Bau- und Energiewirtschaft sowie in der Industrie und im Zwei-Wege-Einsatz (Straße/Schiene) rege Nachfrage.
Schneemassen am Flughafen? Das ist Unimog-Terrain.
Der erste Unimog (der Name stammt vom Begriff Universal Motor Gerät) hat schon 64 Jahre auf dem Buckel und wurde 1946 produziert. Nach der Übernahme des Bereichs Unimog von Boehringer durch Daimler-Benz verließ am 3. Juni 1951 der erste Unimog der Baureihe 2010 aus Gaggenau das Band. Ohne Mercedes-Stern noch unter dem bisherigen Zeichen des Ochsenkopfes. Er war nur dreieinhalb Meter lang und hatte 25 PS. Heute gibt es das Arbeitstier in der kleinen Baureihe mit zwei Radständen, bis zu 286 PS und sauberen Euro 5-Motoren mit SCR-Technologie. Und dank der Kooperation mit zahlreichen Geräteherstellern für fast jeden Einsatzzweck.