Burgen, Wein und Fachwerkdörfer – Moseltal und Hunsrück sind ideal für einen erholsamen Urlaub im eigenen Land. Durch die Berg- und Flussregion ziehen sich Rad- und Wanderwege, und an so ziemlich jeder Ecke haben die Römer ihre Spuren hinterlassen. Doch die Kulturlandschaft hat auch viel Überraschendes zu bieten. Hier können Urlauber dem Urwald von morgen beim Wachsen zusehen, sie erfahren von Fässerschlachten, einer versehentlichen Steinigung und von Buddhas besonderer Verbindung in die Region.

Koblenz: Biergarten Ehrenbreitstein

Die Preußen hätten sich sicher nicht träumen lassen, dass die von ihnen zur militärischen Sicherung des Mittelrheintals errichtete Feste Ehrenbreitstein einmal zum beliebten Ausflugsort werden würde. Bis 1918 hatte hier Kaiser Wilhelm II. das Sagen. Heute ist die trutzige Festung gegenüber der Moselmündung in den Rhein Unesco-Weltkulturerbe, Kulturzentrum, Sitz des Landesmuseums Koblenz – und Standort einer der im Wortsinn aussichtsreichsten Biergärten Deutschlands. Die Außenplätze auf dem Oberen Schlosshof bieten freien Blick auf das Deutsche Eck und sind verständlicherweise heiß begehrt. Das mag auch am süffigen Festungsbräu (halber Liter 5 Euro) liegen, aber machen wir uns nichts vor: Die Lage des Biergartens 118 Meter über dem Rhein ist einfach unschlagbar. Der perfekte Ort für ein Kaltgetränk oder einen gepflegten Sundowner am frühen Abend.
Festung Ehrenbreitstein
Greiffenklaustraße, 56077 Koblenz
www.cafehahn.de, "Festung" und "Biergarten" anklicken
Tel. 02 61-66 75 20 00
Öffnungszeiten: tägl. 11-18 Uhr, Preise: 8 Euro (Erw.), ab 4 Euro (Kinder), ab 9,50 Euro (Familien)
Infos zur Festung: www.tor-zum-welterbe.de 

Polch: Niesmann+Bischoff

Das Gründer-Ehepaar Niesmann startete anno 1955 mit dem Vertrieb deutscher Caravans und erweiterte sein Geschäftsmodell in den frühen 1980ern sehr mutig um eine eigene Reisemobilfertigung. Von Anfang an setzten Niesmanns dabei auf Premiumqualität und unverwechselbares Highend-Design. Bis heute sind die Niesmann+Bischoff-Modelle richtig was fürs Auge. Speziell mit dem modernen Interieur setzt die Reisemobil-Schmiede Maßstäbe. Am Tag der offenen Tür im November können sich Besucher ansehen, wie Arto, Flair oder iSmove, das coolste Modell "made in Polch", gefertigt werden.
Clou-Straße 1, 56751 Polch
Tel. 0 26 54-93 30
www.niesmann-bischoff.com
Tag der offenen Tür: Termin siehe Internet

Wierschem: Burg Eltz

Schon beim Anblick der auf einem 70 Meter hohen Felsen thronenden Burg Eltz dürfte einst Angreifern das Herz in die Hose, wenn nicht gleich in die Socken gerutscht sein: senkrecht aufragende Außenmauern, acht bis zu 35 Meter hohe Wehrtürme und der Elzbach, der die märchenhaft schöne Bilderbuchburg auf drei Seiten umfließt – keine Chance, diese Festung einzunehmen, also am besten gleich wieder kampflos abrücken. Das dachten sich in 900 Jahren Burggeschichte vermutlich die meisten Angreifer, denn kein einziger bekam je auch nur einen Fuß in die Burgtür. So ist Burg Eltz perfekt erhalten und seit ihrem Bau im 12. Jahrhundert im Besitz der Grafen von Eltz. Besucher können sich ansehen, was den Feinden derer von Eltz verwehrt blieb: Zum Beispiel die wertvollen Gold-, Silberschmiede- und Glasarbeiten sowie Münzen, Waffen und Gemälde in der Schatzkammer. Zu den Highlights zählt auch der Rittersaal mit Wappen, Rüstungen und diversen anderen Dingen, die Ritter früher so brauchten. Sehenswert sind zudem der kleine Innenhof und die Gewölbeküche. Kaum vorstellbar, dass es in dieser "Kitchen Impossible" möglich war, Schmackhaftes zuzubereiten.
Burg Eltz 1, 56294 Wierschem
Tel. 0 26 72-95 05 00
www.burg-eltz.de
Öffnungszeiten: April bis November tägl. 9.30-17 Uhr, Preise: 14 Euro (Erw.), 7 Euro (Kinder ab 6 Jahre), 34 Euro (Familien)

Treis-Karden: Weinhaus Hambrech

Der Weinbau und das Herstellen hochwertiger Brände sind eine Kunst und gehören im Weinhaus Hambrech untrennbar zusammen. Und zwar seit 1676, der Gründung des Familienunternehmens. Trotz aller Tradition verwenden die Hambrechs heute bei der Wein- und Brandherstellung modernere Hilfsmittel als vor 400 Jahren. Auf Anfrage führen sie Besucher durch den historischen Stiftsherren-Weinkeller mit kleinem Weinmuseum sowie ihre Brennerei und erzählen dabei von der heutigen Arbeit in einem modernen Winzerbetrieb. Selbstverständlich wird dabei auch Flüssiges gereicht, zum Beispiel ein spezieller Mosel-Hefe-Brand, gern als "Nationalgetränk" der Untermosel deklariert: Er ist glasklar, mild und in der Nase süßlich, sagen Kenner. Ein kurzweiliger, hochprozentiger Rundgang.
St.-Castor-Straße 14, 56253 Treis-Karden
Tel. 0 26 72-16 56
www.weinhaus-hambrech.de, Termine auf Anfrage 

Mörsdorf: Geierlay-Hängeseilbrücke

Obwohl die Geierlay-Hängeseilbrücke mittlerweile auf Platz 2 abgerutscht ist, bleibt sie doch ein sehr imposantes Bauwerk. Es spannt sich in bis zu 100 Meter Höhe über das Mörsdorfer Bachtal und ist eines der touristischen Top-Ziele im Hunsrück.
Mit 360 Meter Länge war die Geierlay bis 2017 die längste Hängeseilbrücke Deutschlands.
Bild: Kevin Kurek/dpa
Seit der Eröffnung im Oktober 2015 haben sich mehr als 2,1 Millionen Menschen über die sanft schwankende Brücke getraut. Wer sie überqueren möchte, braucht Mut – und einiges Vertrauen in die von einem Schweizer Unternehmen ausgeführte Spiralseilkonstruktion, die inklusive der begehbaren Holzplanken 62 Tonnen wiegt. Bis zu 600 Personen können sich gleichzeitig auf der durchgehend geöffneten Brücke aufhalten. Wer sie für sich allein haben will, kommt am besten frühmorgens. Tipp für Gefahrensucher: Den Titel der längsten deutschen Hängebrücke trägt die "Titan RT". Sie führt 483 Meter über das Harzer Rappbodetal.
Besucherzentrum Geierlay
Kastellauner Straße 23, 56290 Mörsdorf
Tel. 0 67 62-40 16 98
www.geierlay.de

Cochem: Reichsburg

Wie so viele Wehranlagen entlang des Rheins wurde auch die um das Jahr 1100 errichtete Reichsburg an der Mosel im Pfälzischen Erbfolgekrieg (1688–1697) durch Truppen des französischen Sonnenkönigs Ludwig XIV. zerstört. Dass sie keine Ruine blieb, verdankt sie dem Berliner Louis Ravené. Der Eisengroßhändler ließ die Schrott-Immobilie im Stil der Burgenromantik wieder aufbauen. Seit 1877 steht die Reichsburg wieder auf einem Bergkegel über Cochem. Bei ihrem Anblick wäre Ludwig XIV. vermutlich stinksauer. Wer auf die Burg will, nimmt entweder den Shuttle oder macht sich zu Fuß auf den Weg nach oben. Der Aufstieg lohnt sich schon wegen der vielen spannenden Geschichten, die sich um die Burg ranken. In einigen geht es um Mord und Totschlag. So meuchelte Pfalzgräfin Mathilde dort ihren Gatten, und Graf Hermann von Salm und Luxemburg wurde anno 1086 von einem Burgfräulein gesteinigt. Versehentlich, wie es in den Burg-Annalen heißt. Wie so etwas möglich ist und was es mit anderen schändlichen Zwischenfällen wie der Fässerschlacht auf sich hat, erfahren Burgbesucher während einer Führung.
Schlossstraße 36, 56812 Cochem
Tel. 0 26 71-2 55
www.reichsburg-cochem.de
Öffnungszeiten: tägl. 9-17 Uhr, Preise Führung: 8,50 Euro (Erw.), 4,50 Euro (Jugendliche v. 6-17 J.), 22,50 Euro (Familien) 

Cochem: Erntemarkt des Mosel-Weinbergpfirsichs

Kein großes Weinfest an der Mosel kommt ohne Weinkönigin aus. Auch das Erntefest des Mosel-Weinbergpfirsichs steht unter der Schirmherrschaft gekrönter Häupter: Neben den Weinmajestäten des Ferienlandes Cochem eröffnet Weinbergpfirsich-Fee Annabell das Fest. Wer dabei sein will, muss spontan sein: Cochem huldigt dem Weinbergpfirsich bereits am 16. und 17. September! Selbstverständlich gibt es Moselwein an jeder Stadtecke. Doch Star der Party ist ein kleines Früchtchen: der Weinbergpfirsich. In Cochem gibt es ihn pur und weiterverarbeitet zu Likör, Brand, Brotaufstrich, Konfitüre, Eis, Bowle, in Torten und Kuchen und vielen weiteren Produkten. Cochem wird zur XL-Pfirsich-Schlemmermeile. Ein kulinarischer Pflichttermin für Gourmets und Jäger essbarer Urlaubssouvenirs.
Endertplatz 1, 56812 Cochem
Tel. 0 26 71-6 00 40
www.ferienland-cochem.de
Termin: 16./17. September 2023

Cochem: Weinberg-Wanderung

Cochem ist einer der touristischen Hotspots an der Mosel. Im Hochsommer sind die Gassen der Stadt oft voll mit Urlaubern. Der Trubel konzentriert sich auf die Uferpromenade, die Reichsburg (Ziel 6) und die Altstadt. Ende September wird es allmählich ruhiger. In den Weinbergen ist ganzjährig eher weniger los. Auch deshalb empfiehlt sich eine kleine Weinerlebnis-Tour. Eine startet am Weingut Bach und führt unter fachkundigen Erläuterungen von Jungwinzer Daniel Bach durch das Kloster Ebernach und dann hinein in die Weinlage "Cochemer Klostergarten". Hier erklärt Bach die Arbeit eines Winzers, wobei natürlich ein Gläschen für die Zuhörer nicht fehlen darf. Zurück auf dem Weingut geht’s in den alten Gewölbekeller, die Kelterstation, das Flaschenlager und schließlich in die Bach’sche Straußwirtschaft zu Vesper und 6er-Weinprobe.
Weingut Bach
Brausestraße 1
Tel. 01 75-4 19 31 23
www.bach-wein.de
Termin nach Absprache, Preis dreistündige Tour inkl. Vesper u. Weinprobe: 18 Euro pro Person

Ernst: Mosel-Tour auf dem SUP

Der Trendsport Stand-Up-Paddling hat längst auch die Mosel erreicht. Für SUP-Touren ist vor allem eine gute Balance gefragt. Nach ein paar Minuten auf dem Board haben auch die meisten Anfänger den Bogen raus.
Praktisch: Der Verleiher holt die SUP-Boards und Sportler nach der Tour am Ziel ab.
Bild: Mosel Kanutours
Dann kann es von Ernst sechs Kilometer flussabwärts vorbei an
Cochem nach Klotten (zwei Stunden Paddelzeit) oder noch weiter bis Treis-Karden (vier Stunden) gehen. Unterwegs warten einige Prüfungen auf die Paddler: Bei Begegnungen mit Ausflugsschiffen und Motorbooten müssen die SUP-Sportler kleine, ruppige Wellen ausgleichen, um nicht unfreiwillig in der Mosella baden zu gehen. Auch die herrliche Flusslandschaft hat so ihre Tücken. Auf manche wirkt das Panorama im Wortsinn einfach umwerfend. Praktisch: Der Verleiher holt die SUP-Boards und Sportler nach der Tour am Ziel ab. Niemand muss mühsam gegen die Strömung zurückpaddeln.
Mosel-Kanutours
Moselstraße 45, 56814 Ernst
Tel. 0 26 71-55 51
www.mosel-kanutours.de
Mietpreis Board: 20 Euro für zwei Stunden 

Beilstein: Bilderbuch-Weindorf

Das kleine Beilstein ist perfekt erhalten und steht komplett unter Denkmalschutz. Doch ist das überschaubare Fachwerkörtchen (140 Ein-
wohner) nicht nur für seine alte Bausubstanz, die kleinen Treppchen, engen Gassen und moseltypisch dunkelgrauen Schieferdächer bekannt. Auch die Beilsteiner Cafés und Restaurants sind verlockend. Mittendrin, am Marktplatz, liegt der Zehnthauskeller (www.zehnthauskeller.de). Im alten Gewölbekeller finden regelmäßig Weinproben statt. Schöner trinken geht nicht. Oder vielleicht doch? Die Winzerschenke (www.winzerschenke-beilstein.de) an der Klostertreppe bietet neben regionalen Speisen herrlich schattige Außenplätze. Die gibt es auch hinter dicken Klostermauern auf der lauschigen Karmel-Terrasse im Kloster Restaurant & Café (www.klostercafe-beilstein.de). Über allem wacht die Burgruine Metternich in den Weinbergen. Viele gute Gründe, einen nicht zu kurzen Stopp in Beilstein einzulegen. 
Infos: Heimat & Verkehrsverein
Bachstraße 47, 56814 Beilstein
Tel. 0 26 73-90 01 91
https://beilstein-mosel.de

Bremm: Calmont-Klettersteig

Mit bis zu 65 Grad Neigung ist der Calmont zwischen Bremm und Ediger-Eller Europas steilster Weinberg. Wer ihn zu Fuß erklimmen will, muss erstens ein klein wenig verrückt, zweitens körperlich fit und drittens möglichst schwindelfrei sein. Denn der Klettersteig ist nichts weiter als ein schmaler, steiler Pfad. Zwar ist er nur drei Kilometer lang, doch die Kurzstrecke hat es in sich: Es gilt 378 Höhenmeter zu überwinden. Unterwegs warten sechs Leitern, diverse Sicherungsseile, Trittbügel und in den Fels geschlagene Trittstifte auf die Wanderer beziehungsweise Kletterer. Ein Felsvorsprung am Steig trägt auch noch den Namen "Todesangst". Na, bravo, vielen Dank auch! Wer aber die Mühen auf sich nimmt, wird mit atemberaubenden Aussichten auf die Moselschleife bei Bremm belohnt und wandelt vorbei an Mirabellen, alten Weinbergpfirsichbäumen und Reben, immer von kleinen Eidechsen begleitet und von Faltern umflattert. An breiteren Abschnitten stehen Tische und Bänke für ein kleines Picknick. All das entschädigt dafür, dass der Calmont für Wanderer wie für Winzer ganz schön harte Arbeit ist.
Calmont Klettersteig, 56814 Bremm
Infos: www.ediger-eller.de und www.calmont-klettersteig-moselschleife.de

Traben-Trarbach: Moselschleifen

Schon vor 15 Millionen Jahren begann sich die Ur-Mosel ein Bett von den Vogesen in Richtung Rhein zu fräsen. Ihr Markenzeichen: die vielen Windungen und scharfen Kurven.
In Traben-Trarbach hat der Buddhist und Unternehmer
Wolfgang Preuß eine gigantische Buddha-Sammlung zusammengetragen.
Bild: Picture Alliance
An manchen Stellen scheint es fast, als würde der Fluss umkehren und zurück Richtung Quellgebiet fließen wollen. In Kröv und Traben-Trarbach hat die Mosel auf wenigen Flusskilometern gleich zweimal ein "Omega" in die uralte Kulturlandschaft gemalt. Die beiden vermeintlichen Wendepunkte eignen sich ganz ausgezeichnet, um das gewundene Tal von oben zu betrachten und den Binnenschiffen dabei zuzusehen, wie sie die engen Kehren nehmen. Dafür eignen sich beispielsweise die Aussichtspunkte Himmelspforte, die Ruine Grevenburg in Trarbach oder der Aussichtspunkt Moselschleife in den Weinbergen über Kröv. Infos gibt’s im Tourist-Büro in Traben-Trarbach.
Tourist-Info, Am Bahnhof 5, 56841 Traben-Trarbach
Tel. 0 65 41-8 39 80
www.traben-trarbach.de

Traben-Trarbach: Buddha-Museum

Der Buddhismus hat mit Alkohol nicht allzu viel am Hut. Er ist zwar nicht gänzlich verboten, doch dürfen berauschende Mittel nicht das
Bewusstsein trüben. Umso erstaunlicher, dass das Buddha-Museum in der ehemaligen Weinkellerei Julius Kayser in Traben-Trarbach residiert. Hier hat der Buddhist und Unternehmer Wolfgang Preuß eine gigantische Buddha-Sammlung zusammengetragen. Insgesamt sind mehr als 2000 Exponate unterschiedlicher Epochen zu sehen, die vorwiegend aus China, Indien und Thailand stammen. Einige davon sind Hunderte Jahre alt und wahre Kostbarkeiten – eine einzigartige und die größte Sammlung von Buddhas in Europa. Der größte ausgestellte Heilige ist 3,90 Meter hoch und wiegt rund zwei Tonnen. Der Name des Kolosses: Amitabha. Der kleinste Buddha wird dagegen schnell übersehen: Der Winzling hat die Größe eines Streichholzkopfs. Der Rundgang durchs Museum macht Spaß, ist an vielen Stellen berührend und durchweg sehr unterhaltsam.
Bruno-Möhring-Platz 1, 56841 Traben-Trarbach
Tel. 0 65 41-8 16 51 80
www.buddha-museum.de
Öffnungszeiten: Di.-So. 10-17 Uhr (bis Ende Oktober) Preise: s. Internet 

Erden: Winzer- und Weinfest

Wein von einem Dutzend Erdener Winzer, Klassiker der Moselküche wie Gräwes (Mix aus Kartoffelpüree, Sauerkraut und Speck) oder Ries-
lingsüppchen und als Stimmungseinheizer holländische Trachtenmusikgruppen: Das sind die drei traditionellen Grundzutaten für das Winzerfest in Erden. Über der Weinstraße, dem Epizentrum des festlichen Treibens in dem 400-Seelen-Dorf, wacht die Erdener Ortsweinkönigin. Bekannteste Weinlage und eine der besten an der Mosel ist das Erdener Treppchen, wo die Reben an steilen Schieferhängen gedeihen. Am ein oder anderen Glas Riesling vom Treppchen kommen Besucher des kleinen, gemütlichen Festes auf keinen Fall vorbei. Ein Abstecher nach Erden lohnt sich übrigens auch unabhängig vom Winzerfest. Der Ortskern mit seinen verwinkelten Gassen, Fachwerkhäusern, vielen kunstvoll geschnitzten Erkern, lauschigen Innenhöfen und Winzerbetrieben ist herrlich ruhig. Erden – ein klassisches Weindorf an der Mosel.
Infos: Verkehrsbüro
Hauptstraße 72, 54492 Erden
Tel. 0 65 32-25 49
www.erden.de
Termin: 29. September bis 1. Oktober 2023 

Bernkastel-Kues: Schützenhaus

Das moderne Restaurant mit großer Panoramaterrasse steht am Burgberg, etwa auf halber Höhe zwischen Bernkastel und der Burg Landshut. Stammgäste kommen wegen der Moselweine, der großen Auswahl regionaler und internationaler Speisen – und natürlich wegen des sagenhaften Blicks über die Stadt, die Mosel und die umliegenden Weinberge. Wegen der Panorama-Außenplätze läuft das Schützenhaus auch unter "Balkon von Bernkastel". Es ist selbst an nicht ganz so milden Herbsttagen noch der perfekte Ort für eine Kaffeepause. Notfalls hilft eine wärmende Moselländische Riesling-Käse-Suppe mit knusprigem Baguette (6,90 Euro), um auf Betriebstemperatur zu kommen. An wärmeren Tagen ist das Eiscafé Bressanone (Markt 19) die richtige Adresse. An der Institution führt für Bernkastel-Besucher wirklich kein Weg vorbei. Jeder landet eher früher als später auf dem Markt – mit einem Bressanone-Eis in der Hand.
Schanzstraße
Am Burgberg 1, 54470 Bernkastel-Kues
Tel. 0 65 31-9 73 52 88
www.schuetzenhaus-bernkastel.de
Öffnungszeiten: Mi.-So. 11-21 Uhr, Mo. u. Di. 9-17 Uhr

Bernkastel-Kues: Schiffstour auf der Mosel

Mit keinem anderen Verkehrsmittel lässt sich die Mosel gemütlicher erkunden als per Ausflugsschiff. Von Bernkastel-Kues starten täglich Panorama-, Halbtages- oder Tagesfahrten flussauf- und -abwärts. Je nach Fahrtrichtung können Passagiere berühmte Weinlagen wie Piesporter Goldtröpfchen oder Kröver Nacktarsch aus ungewohnter Flussperspektive studieren – und währenddessen ein güldenes Gläschen (0,2 l ab 4,50, Flasche ab 15,50 Euro) an Bord degustieren. Als Nahziel ab Bernkastel bietet sich Traben-Trarbach an. Wer einen ganzen Tag Zeit hat, dem sei das rund 60 Kilometer flussaufwärts gelegene Trier (Ziel 28) empfohlen. Die einfache Fahrt dauert gut vier Stunden und fühlt sich so entschleunigend an wie eine kleine Flusskreuzfahrt.
Schiffsanlegestelle
Gestade 19, 54470 Bernkastel-Kues
Tel. 0 65 41-90 19
www.moselrundfahrten.de
Preisbeispiel Bernkastel-Trier-Bernkastel: 39 Euro 

Osann-Monzel: Weingut Veit

Im 1700-Einwohner-Örtchen Osann-Monzel gibt es rund 40 Winzerfamilien. So ziemlich jeder im Ort hat mit Weinbau zu tun, die wenigsten sind nur Konsumenten. Winzer Ludger Veit hat sein Weingut mit spektakulären Bauten völlig neu aufgestellt. Das gilt speziell für die Vinothek der Familie. Das futuristisch anmutende Gebäude scheint über dem Moseltal zu schweben, ist zum Fluss hin voll verglast und gibt den spektakulären Blick auf die Weinberge frei – ein perfekter Ort für eine Weinverkostung. Dafür bietet sich zum Beispiel eine der sieben Veit'schen Riesling-Sorten von sehr unterschiedlichem Terroir an. Alternativ stehen auch Chardonnay, Spätburgunder oder ein fruchtiger Rosé zur Wahl. Insgesamt baut die Familie 15 Rebsorten rund um Osann-Monzel an, darunter "Exoten" wie den Gelben Muskateller. Wem das nicht reicht: Noch mehr Auswahl gibt es gleich um die Ecke. Die Winzer im Ort bringen es zusammen locker auf 200 verschiedene Weine.
Novianderweg 16, 54518 Osann-Monzel
Tel. 0 65 35-77 00
www.veit-wein.de

Veldenz: Schloss Veldenz

Seit mindestens 900 Jahren steht die Burg auf einem Bergsporn bei Veldenz. Während des Dreißigjährigen Krieges und des Pfälzischen Erbfolgekrieges hielt sie den schwedischen, spanischen und französischen Truppen nicht stand und wurde größtenteils zerstört. Dennoch bekommen Gäste einen sehr guten Eindruck von den mächtigen Dimensionen der alten Burg mit Zwingeranlage, mehreren Toren, Burgwarthaus, Zisterne, Kapelle, Rundturm und Gerichtshaus. Sehenswert ist der 1897 rekonstruierte Rittersaal. Er enthält alles, was eine Burg ausmacht: Kamin, schwere Eichentische und -truhen, Radleuchter, Ritterrüstungen und eine Ahnengalerie: Bilder ernst blickender, lange verblichener Hausherren.
Schloss, 54472 Veldenz
Tel. 06 51-4 06 36
www.schlossveldenz.com
Führungen bis 29. 10. 2023 immer mittwochs, 15 Uhr, Preis: 5 Euro

Idar-Oberstein: Edelsteinmine Steinkaulenberg

Am Rand des Nationalparks Hunsrück-Hochwald liegt Europas einzige zu besichtigende Edelsteinmine. In dem Stollenlabyrinth glitzern Achate, Bergkristalle, Amethyste, Rauchquarze, Kalkspat und viele andere Edelsteine. Fachkundiges Personal erklärt Besuchern, wann und wie sie entstanden sind. Über Tage, gleich nebenan, liegt ein Schürffeld, auf dem Kinder und Jugendliche nach Anmeldung selbst nach steinernen Schätzen suchen können. Damit die Suche nicht vergeblich bleibt, wird das Feld täglich neu mit Edelsteinen aus aller Welt bestückt. So gehen die Schatzsucher auf dem Schürffeld nie leer aus. Anders als die Bergleute. Bis zur Minenschließung 1875 förderte jeder von ihnen etwa einen Kubikmeter Gestein pro Jahr. Nicht selten fand sich darin nicht mal ein Edelsteinkrümel. All die Plackerei unter Tage war oft vollkommen umsonst!
Im Stäbel, 55743 Idar-Oberstein
Tel. 0 67 81-4 74 00
www.weiherschleife-steinkaulenbergwerk.de
Öffnungszeiten: Mo.-So. 10-17 Uhr (März bis November), Reservierung erforderlich
Preise: 8 Euro (Erw.), 6,50 Euro (Jugendliche 6-16 J.)

Börfink: Ochsenbruch-Moor

Ein Spaziergang über den knapp 700 Meter langen Moorsteg im Ochsenbruchbrücher – Brücher ist die regionale Bezeichnung für Moor – zählt zu den schönsten Naturerfahrungen im Nationalpark Hunsrück-Hochwald. In dem stillen Feuchtgebiet wachsen viele inzwischen sehr seltene Pflanzen wie Moosbeere, Arnika oder Sonnentau. An ihrem Anblick konnte sich auch einst der Namensgeber des Ochsenmoores erfreuen, der desorientierte Kutscher eines Ochsenkarrens. Allerdings dürfte seine Freude über die Moorflora nicht allzu lang gedauert haben. Der Sage nach verirrte er sich in dem Feuchtgebiet und wurde schließlich mitsamt Karren und Ochsen vom Moor verschluckt und nie wieder gesehen. Irgendwo unter all den seltenen Pflanzen dümpelt er also noch heute neben seinem Vieh im sauren Boden.
Infos: Gemeinde Börfink
Saustegerweg 18, 54422 Börfink
Tel. 0 67 82-93 34
www.börfink.de

Hermeskeil: Ruwer-Hochwald-Radweg

50 Kilometer Rad fahren – das hört sich stark nach einer Schwere-Beine-Tour an. Vor dem 50 Kilometer langen Ruwer-Hochwald-Radweg von Hermeskeil im Hunsrück über Kell und Zerf nach Ruwer an der Mosel muss aber wirklich niemand Angst haben. Denn auf der Strecke geht es mit den Radlern buchstäblich bergab, insgesamt rund 400 Meter. Aufsitzen und rollen lassen ist das Motto auf der supergemütlichen, glatt geteerten Radpiste, die fast vollständig auf der ehemaligen Bahnstrecke von Hermeskeil nach Trier verläuft. Die zehrende Bergauf-Rücktour auf dem Rad lässt sich elegant umgehen: Parallel zum Radweg fährt der Radbus Ruwer-Hochwald – die perfekte "Retour-Kutsche" für die Radler.
Tourist-Info
Langer Markt 30, 54411 Hermeskeil
Tel. 0 65 03-80 95 00
www.hermeskeil.de/tourismus

Thalfang: Erbeskopf-Wanderung

Der Erbeskopf ist 816 Meter hoch und so etwas wie das Dach des Hunsrücks. Hinauf geht es mit dem Rad, beispielsweise von Kell am See. Allerdings ist der mehr als 30 Kilometer lange Anstieg sehr hart und wirklich nur trainierteren Radfahrern zu empfehlen. Wesentlich einfacher ist es, den höchsten Hunsrückgipfel zu Fuß zu nehmen. Die kürzeste Gipfelrunde ist leicht und führt vom Nationalpark-Tor Erbeskopf (Hunsrückhaus) auf Forstwegen fünf Kilometer hinauf. Die Tour schaffen auch Kinder. Oben warten die begehbare Monumentalskulptur Windklang und ein berauschender Ausblick bis zu den Vulkanbergen der Eifel. Zur Einkehr bietet sich das Café Hunsrückhaus am Start- und Zielpunkt an. Etwas länger (7,5 Kilometer) und ein wenig anspruchsvoller ist der Erbeskopf-Klassiker, die markierte Traumschleife "Gipfelrauschen" im noch jungen Nationalpark. Auch diese Runde beginnt am Hunsrückhaus und führt durch "den Urwald von morgen“. Nach vielen Jahren der forstlichen Bewirtschaftung darf sich der Wald hier nun frei entfalten. Wanderer können ihm vom Weg aus beim Wachsen zusehen.
Nationalpark-Tor Erbeskopf (Hunsrückhaus), 54426 Hilscheid
Tel. 0 65 04-7 78
www.nlphh.de 

Piesport: Piesporter Kellerfest

Beim dreitägigen Kellerfest gibt es kein nerviges Gedränge in den Straßen wie bei manch anderem Fest. Hier schlendern die Gäste gemütlich von Weingut zu Weingut und verkosten Weine – natürlich unter Erklärungen der Winzer zu Herstellung und Geschmack. Bei einer Führung durch die antike römische Kelteranlage am nordwestlichen Ortsrand wird die lange Geschichte des Moselweins lebendig. Hier stampften römische Keltersklaven reife Trauben im Maischebecken mit nackten Füßen zu Brei. Echte Knochenarbeit. Bis zu 60 Zwangshelfer standen knietief in den Trauben und hielten sich an Seilen fest, um nicht in der Maische zu versinken. Wer schlappmachte, wurde, nun ja, sagen wir mal: ausgewechselt. Festbesucher müssen sich allenfalls selbst auswechseln, wenn sie zu viele Weingüter zur Weinprobe angesteuert und zu tief ins Glas geschaut haben. Ein informatives, fast familiäres Moselweinfest.
Heinrich-Schmitt-Platz 1, 54498 Piesport
Tel. 0 65 07-20 27
www.piesport.de
Termin: 29. September bis 1. Oktober 2023

Neumagen-Dhron: Römisches Weinschiff

Schon Kelten und Römer verstanden den Schieferboden, die Steilhänge und das milde Moselklima für den Weinbau zu nutzen. Noch heute verzücken die Weinlagen rund um Deutschlands ältesten Weinort Connaisseure auf der ganzen Welt. Ein besonderes Erlebnis ist es, einen Schoppen auf der Stella Noviomagi (deutsch: Stern von Neumagen) zu trinken. Der Nachbau eines römischen Weinschiffs startet regelmäßig zu Ausflugsfahrten über die Mosel. Die Passagiere können entscheiden, ob sie selbst rudern möchten oder ob das Schiff rein motorbetrieben über den Fluss gleiten soll. Wer nicht rudert, kann ungestört die Weinberge rund um Neumagen-Dhron bewundern, während ein Gästeführer über die 2000 Jahre alte Weinkultur am Fluss referiert. Einzelgäste können samstags um 15.30 Uhr oder sonntags um 10 Uhr auf dem 18 Meter langen und vier Meter breiten Schiff anheuern. Ein kurzweiliger Trip, bei dem jeder wenigstens ein paar Ruderschläge machen sollte, und sei es nur für ein Erinnerungsfoto. Wenn man schon auf einem Römerschiff ist...
Tourist-Info
Römerstraße 137, 54347 Neumagen-Dhron
Tel. 0 65 07-65 55
www.neumagen-dhron.de, "Weinschiff" anklicken 

Fell: Schieferbergwerk

Für direkt Betroffene ist es alles andere als vergnüglich, in die Grube zu fahren. Wer aber in Fell an der Mosel in die Grube fährt, hat garantiert seinen Spaß.
Besucher des Schieferbergwerks sollten sich warm anziehen.
Bild: Besucherbergwerk Fell
Das gilt zumindest für das Schieferbergwerk. Jahrhundertelang kam das Steinzeug zum Decken von Hausdächern und der Verkleidung von Fassaden vornehmlich aus dem Hunsrück und der Eifel, bis billiger Import-Schiefer den deutschen Unternehmen die Geschäfte verhagelte. So fahren heute statt Bergleuten nur noch Touristen ins Bergwerk ein. Genau genommen gehen sie, denn die Förderbahn ist nicht mehr in Betrieb. Führungen durch die beiden übereinanderliegenden Stollen aus der vorletzten Jahrhundertwende dauern rund eine Stunde. Besucher sollten sich warm anziehen, denn im Schiefer, in der Welt der Bergleute, liegt die Temperatur nur bei maximal 13 Grad. Noch mehr Gänsehaut als die klamme Kälte in den Stollen machen die Schilderungen, unter welch harten Bedingungen die Arbeiter hier schufteten und ihr Leben für den Schiefer riskierten. Bester Anschauungsunterricht, was Arbeiten unter Tage vor rund 100 Jahren bedeutete.
Auf den Schiefergruben, 54341 Fell
Tel. 0 65 02-98 85 88
https://wp.bergwerk-fell.de
Öffnungszeiten: Di.-So. 10-17 Uhr (März bis November)
Preise: 9 Euro (Erw.), 6 Euro (Jugendliche 6-17 J.), 27 Euro (Familien)

Longuich: Villa Urbana

Mit dem Wort Wellness konnten die Römer zwar noch nichts anfangen, doch verstanden auch sie schon zu leben. Sehr gut sogar. Der steinerne Beweis dafür steht auf einem Acker in Sichtweite des Moselörtchens Longuich: die Villa Urbana beziehungsweise die antike Badeanlage des Anwesens. Die Villa war riesig – allein die Front maß etwa 110 Meter. Auch der Badetrakt war weitläufig und prachtvoll mit Caldarium (Heißbad), Tepidarium (Warmbad), Sudatorium (Schwitzbad) sowie Frigidarium (Kaltbad) ausgestattet. Vieles davon in feinstem Marmor ausgeführt. Nicht nötig zu erwähnen, dass die Anlage mit Praefurnium (Feuerungsraum) zum Heizen und Toiletten mit Brauchwasserspülung ausgerüstet war, die sich sehr nachhaltig aus einem der Badebecken speiste. Die Römer mögen zwar das Wort Wellness nicht gekannt haben. Doch an der Entwicklung unserer Badekultur waren sie maßgeblich beteiligt.
Villa Urbana, 54340 Longuich
www.visitmosel.de
weitere Infos beim Tourismusbüro, Maximinstr., 54340 Longuich
Tel. 0 65 02-17 16
Die Anlage ist durchgehend geöffnet und frei zugänglich, Anmeldung zu Führungen unter 0 65 02-99 41 11 

Fließem: Villa Otrang

Die etwa 1900 Jahre alte Immobilie zählt zu den größten römischen Villenanlagen nördlich der Alpen. Ihre Abmessungen sind gigantisch: Auf einer Grundfläche von 379 mal 132 Metern haben die Baumeister 66 Zimmer untergebracht. Das Ensemble umfasste ein opulentes, mit Mosaikböden ausgestattetes Herrenhaus, mehrere Bäder, eine Heizungsanlage (Hypokausten), einen Tempel und mehrere Wirtschaftsgebäude. In den 1960ern wurden Teile des Anwesens rekonstruiert, darunter der Südflügel der Villa und eine Terrasse. Der Außenbereich sowie zwei Schutzhäuser sind frei zugänglich, Führungen finden bis Oktober immer am letzten Sonntag im Monat statt. Ein interessanter Eindruck, wie das Landleben in der Antike war. 
Otranger Str., 54636 Fließem
Tel. 0 65 61-9 43 40
www.zentrum-der-antike.de
kostenlose Führungstermine: 24. 9. und 29. 10. 2023, keine Voranmeldung möglich
Infos unter https://kulturerleben.rlp.de 

Trier: Römerbauten

Trier ist bekannt als Geburtsort von Revolutionär Karl Marx (s. Foto rechte Seite, Museum im Marx-Geburtshaus), vor allem aber für Kaiserthermen, Porta Nigra, Konstantin-Basilika und das Amphitheater: Die römischen Stadtgründer haben den Trierern etliche prachtvoller Bauwerke hinterlassen. Bei Führungen erfahren Besucher viel über die Geschichte der steinernen Zeugen römischer Herrschaft, heute allesamt Unesco-Weltkulturerbestätten. So heißt das berühmte "Schwarze Tor“ Triers erst seit dem Mittelalter Porta Nigra – wegen der Schwarzfärbung der Steine. In der Basilika gibt es Infos zum Thronsaal und zur XL-Fußbodenheizung (!) aus dem 4. Jahrhundert, im Amphitheater zu blutigen Kämpfen. In den Kaiserthermen ging es dagegen friedlich zu – meistens. Hier gaben sich die Römer Badevergnügen und anderen körperlichen Entspannungen hin. Wer Feinde hatte, konnte allerdings während eines Schäferstündchens plötzlich und unerwartet einem hinterhältigen Mordanschlag zum Opfer fallen. Schon in der Antike musste mancher gehen, als es gerade am schönsten war.
Tourist-Info
Simeonstraße 60, 54290 Trier
Tel. 06 51-97 80 80
www.trier-info.de
Autor: Jens Lehmann