US-Sportwagen Scorpion
Texanische H-Bombe

Gib (Wasser-)Stoff: mit dem Hybridsportwagen Scorpion kein Problem. Der Südstaaten-Zweisitzer produziert Knallgas, mischt es mit Benzin und verbrennt es im Motor. Der Trick soll helfen, den Verbrauch um bis zu 50 Prozent zu senken.
Einfach hydrogenial, dieser Sportler: Der Scorpion zeigt, wie Autofahren in nächster Zukunft aussehen könnte – umweltfreundlich und trotzdem sportlich. Das üppige Auto stammt vom texanischen Unternehmen Ronn Motor Company. Fast unglaublich der superschnelle Zeitplan, mit dem das Projekt realisiert werden soll: Erst im vergangenen Jahr wurde die Firma gegründet. In zwei Monaten schon will der junge Hersteller aus Austin seinen Erstling mit sparsamer und sauberer Antriebstechnologie in der Öffentlichkeit vorführen. Und im Supersportwagentempo geht es danach auch weiter: Ende des Jahres soll die Produktion anlaufen. Kapazität: im ersten Jahr 200 Fahrzeuge.


Es wird also keine komplexe Brennstoffzelle benötigt, sondern – ähnlich dem BMW Hydrogen 7 – ein konventioneller Motor mit besonders ausgerüsteten Brennräumen. Es ist auch kein Hochdrucktank notwendig, weil das Knallgas nicht gespeichert wird. Auf ein Netz von Wasserstofftankstellen kann der Scorpoin ebenfalls verzichten. Ein Kunstgriff also, der Ronn immense Entwicklungskosten spart. Die üppig geschwungene Karosserie ist in Kompositbau aus GfK ausgeführt, diese Arbeit übernimmt das kalifornische Unternehmen Metalcrafters, das bisher Hüllen von Flugzeugen und Konzeptautos der US-Autoindustrie wie dem Dodge Challenger oder den gewaltigen Chrysler Imperial im Jahr 2006 schuf.
Die Erfahrungen mit dem Scorpion sollen in eine weitere, ausgereiftere Baureihe fließen, hat das Management angekündigt.
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