Veritas RS III: Fahrbericht
Der reine Wahnsinn

Der Traum vom eigenen Auto – drei ambitionierte Autofreaks wollen ihn sich auf besondere Weise erfüllen und die traditionsreiche Marke Veritas wiederbeleben. Dabei soll der RS III nur der Anfang sein.
Diese Schnauze – zum Verlieben. Das riesige Haifischmaul – ein Traum. Der bollernde V8-Sound – Musik in den Ohren jedes Autofans. Keine Frage, die an die Rennwagen aus den 40er- und 50er-Jahren angelehnte Linienführung des Veritas RS III ist schon einzigartig. Veritas? War da nicht mal was? Genau: Nach dem Zweiten Weltkrieg bauten ehemalige BMW|_blank|_blank)$-Ingenieure auf Basis des 328 Rennsportwagen, die recht erfolgreich waren. 29 Klassensiege, 13 deutsche Meistertitel mit Fahrern wie Karl Kling, Hermann Lang und Paul Pietsch – der Veritas Meteor war 1951 das erste Auto aus deutscher Produktion, das an einem Formel 1-Rennen teilnahm.
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Bild: Aleksander Percovic
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Vor Produktionsbeginn will die verantwortliche Veritas AG mit Wilfried Laufer (PR), Michael Trick (Vertrieb) und Bernd Paetz (Produktion) noch Tests im Windkanal machen und den Segen des TÜV einholen. Zudem soll der erste produzierte Veritas einen neuen Gitterrohrrahmen und ein Monocoque aus Kohlefaser erhalten. Ein sehr straffer Zeitplan, den sich das Unternehmen gesetzt hat, denn bis jetzt ist das Conceptcar nur etwa 1500 Kilometer gefahren, ausführliche Testfahrten mit den beiden Motoren in ihrer endgültigen Leistungsstufe (V8 mit 480 PS, V10 mit 600 PS) stehen noch aus. Dennoch gibt es laut Firmenauskunft schon etwa ein Dutzend Interessenten für das Fahrzeug, die man bei Treffen gut situierter Autoverrückter etwa in Monaco anlässlich des Formel-1-Rennens oder bei ähnlichen Events akquiriert hat.
Als Anzahlung für den RS III sind 30 Prozent der Kaufsumme von 330.000 Euro für den V8 und 400.000 Euro für den V10 fällig – viel Vorschussvertrauen in ein Fahrzeug, das in der angekündigten Auslegung bislang noch nicht existiert und dessen enorme Leistungsdaten (Vmax 329 bzw. 347 km/h) noch nicht belegbar sind. Etwa drei Monate nach Fertigstellung des ersten Serien-Veritas im Mai 2009 will man ein Coupé vorstellen, eine GT-Version soll dann ebenfalls folgen, zum Schluss noch ein SUV. Und Veritas sieht noch mehr Potenzial. Auf der Homepage findet man Pläne für kommende Renneinsätze: VLN 2009, 24-Stunden-Rennen 2010, FIA GT 2011, Le Mans 2012. Ganz schön ehrgeizige Ziele. Wir bleiben dran.
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