Verkehrsfunk: Pro und Kontra
Braucht man den Verkehrsfunk?

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Ist der Verkehrsfunk im Radio auf langen Autofahrten unverzichtbar? Oder gibt es längst bessere Methoden zur Stauerkennung? Zwei Meinungen aus der AUTO BILD-Redaktion.
"Bei Stauinfos schalte ich schon lange auf Durchzug",
sagt AUTO BILD-Mitarbeiterin Bérénice Schneider.
Verkehrsfunk? Das ist die unsinnigste Erfindung, die ich kenne. Ich glaube, den gibt es nur, um möglichst viele Menschen an möglichst vielen Orten zu verunsichern. Okay, der Gedanke dahinter ist rühmlich. Man will Staus vermeiden. Oder, wenn das schon zu spät ist, zumindest verhindern, dass sie noch länger werden. So weit, so gut. Nur helfen tut das meist nicht wirklich.
sagt AUTO BILD-Mitarbeiterin Bérénice Schneider.
Verkehrsfunk? Das ist die unsinnigste Erfindung, die ich kenne. Ich glaube, den gibt es nur, um möglichst viele Menschen an möglichst vielen Orten zu verunsichern. Okay, der Gedanke dahinter ist rühmlich. Man will Staus vermeiden. Oder, wenn das schon zu spät ist, zumindest verhindern, dass sie noch länger werden. So weit, so gut. Nur helfen tut das meist nicht wirklich.
Verkehrsfunk verunsichert

Bérénice Schneider.

Hendrik Dieckmann.
Bild: Stephanie Bock
meint AUTO BILD-Mitarbeiter Hendrik Dieckmann.
Verkehrsfunk gehört bei mir zum Autofahren dazu. Schon seit dem Kauf meines ersten Autoradios: 1978, Blaupunkt Lübeck, mono, mit Kassette und ARI. ARI stand für Autofahrer-Rundfunk- Information. War ein Sender mit Verkehrsfunk eingestellt, leuchtete eine gelbe Diode in der Skala – damals absolutes Hightech. Hätte das Blaupunkt Lübeck überlebt, das gelbe Lämpchen wäre am 1. März 2005 ausgegangen. Da wurde ARI abgeschaltet. Nicht weiter schlimm, denn seit 1988 gibt es RDS, das Radio Data System. Ich konnte mich also weiter beim Verkehrsfunk informieren. Natürlich lässt sich über die Aktualität mitunter streiten. Besonders, wenn das "Pannenfahrzeug auf der A1" über Stunden wiederholt wird.
Mitdenken muss sein
Obwohl der Abschlepper vermutlich schon nach 15 Minuten vor Ort war. Doch das eigentliche Problem liegt ganz woanders: Man muss zuhören können. Und man sollte wissen, ob man gerade die A7 oder die A 27 benutzt. Doch jüngere Alternativen zum Verkehrsfunk müssen erst beweisen, dass sie besser sind. Wie beispielsweise TMC, der Traffic Message Channel. Er meldet den Stau, und das Navi überlegt sich eine Umleitung. Auf der dann alle Autos mit TMC-Navi in einem neuen Stau stehen. Auch wenn alle Autos untereinander kommunizieren, permanent Standort und Geschwindigkeit miteinander vergleichen, ändert das nichts am Problem. Denn zu viele Autos pro Kilometer Straße ergeben Stau. Und den meldet mir dann der Verkehrsfunk. Meistens rechtzeitig.
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