Verkehrsminister lehnt Schlaglochpauschale ab
"Keine Mehrbelastung für Autofahrer"

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Deutschland diskutiert über die Schlaglochpauschale – Verkehrsminister Dobrindt lehnt sie ab. Für Autofahrer werde es keine Mehrbelastung geben.
(dpa/brü) Schleswig-Holsteins Ministerpräsident Torsten Albig (SPD) begründet seinen vielfach kritisierten Vorschlag einer Straßenreparatur-Abgabe aller Autofahrer mit Zweifeln an den Finanzierungsversprechen der Berliner Koalition. Nun meldet sich der verantwortliche Minister zu Wort: Bundesverkehrsminister Alexander Dobrindt (CSU) weist den Vorschlag zurück. Für deutsche Autofahrer werde es keine Mehrbelastung geben, sagte er der "Bild"-Zeitung vom Mittwoch, 23. April.Die deutschen Autofahrer würden ihren Beitrag zur Infrastruktur bereits über Kfz- und Mineralölsteuer zahlen, sagte Dobrindt. Deutsche Autofahrer würden deshalb nicht stärker belastet, beteuerte der Verkehrsminister. Ausländische Pkw sollten hingegen künftig per Maut "den Erhalt unserer Straßen mitfinanzieren".
Albigs Vorschlag: Kritik an Idee der Schlaglochpauschale
Dagegen machte Albig eine eigene Rechnung auf. Im Koalitionsvertrag habe Schwarz-Rot vereinbart, zusätzlich fünf Milliarden Euro für Verkehrsinvestitionen bereitzustellen. "1,5 Milliarden Euro davon sind schon vorweggenommen für noch offene Verkehrsprojekte, die zu Ende geführt werden müssen", sagte der schleswig-holsteinische Ministerpräsident. "Zudem rechnet das Bundesverkehrsministerium mit Mindereinnahmen von einer Milliarde Euro bei der Lkw-Maut. Der Bundesfinanzminister wird also ganz schön arbeiten müssen, um diese fünf Milliarden doch zusätzlich bereitzustellen." Albig nannte es eine "Tatsache, dass eine Pkw-Maut in Deutschland nur für EU-Ausländer kaum rechtskonform zu gestalten ist".
Kritik von vielen, aber auch Unterstützung

Schlaglöcher wie dieses machen in Deutschland viele Straßen unsicher.
Linkspartei-Chef Bernd Riexinger sagte der "Stuttgarter Zeitung", Albig habe "nur zu früh ausgesprochen, was viele in der großen Koalition insgeheim auch denken". Der Beschluss der Länderverkehrsminister sei nichts anderes "als die Roadmap zur Einführung einer Maut für alle".
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