Verschiedene Reifen am Auto: Das sagt das Gesetzt
Reifen von zwei Herstellern am Auto: Ist das erlaubt?

Bei einem defekten Reifen am Fahrzeug muss Ersatz her. Erlaubt ist, was gefällt? Das gilt hier nicht. Was ist möglich, was nicht? Eine Übersicht!
Bild: Bridgestone
Reifen platt? Gut, wenn man die Fahrt dann dank Tirefit-System oder Notlaufrad im Kofferraum bis in die eigene Garage oder die nächste Werkstatt fortsetzen konnte. Dennoch, jetzt muss ein neuer Reifen her. Logisch.
Aber muss es dann wirklich der teure Markenreifen sein, den der Fahrzeughersteller einst als Erstausrüster auserkoren hatte? Oder tut es vielleicht nicht doch auch das deutlich günstigere No-Name-Produkt?
Gesetzgeber lässt viele Freiheiten
In Sachen Reifen ist tatsächlich vieles erlaubt. Grundsätzlich schreibt der Gesetzgeber nur zwei Dinge verbindlich vor: eine Mindestprofiltiefe von 1,6 Millimetern auf allen Reifen sowie eine gleiche Reifengröße. Eine Ausnahme gilt nur, wenn laut Fahrzeugschein unterschiedliche Größen erlaubt sind.

In Sachen Reifen ist tatsächlich vieles erlaubt.
Bild: Ralf Timm / AUTO BILD
Verboten ist außerdem eine Mischbereifung bestehend aus Radial- und Diagonalreifen. In der Realität spielen die Letztgenannten am Markt allerdings nur noch eine untergeordnete Rolle; sie kommen eigentlich nur noch bei Oldtimern vor.
Reifen reparieren lassen
Günstiger und nachhaltiger als ein Neukauf ist es allemal, den womöglich nur leicht beschädigten Reifen in einer Fachwerkstatt professionell reparieren zu lassen. Das ist natürlich nur dann sinnvoll, wenn der Reifen nicht schon überaltert sowie noch ausreichend Profiltiefe vorhanden ist. (Der große Reifen-Ratgeber von AUTO BILD: HIER KLICKEN)
Mix aus Sommer- und Winterreifen erlaubt
Möglich ist laut Gesetz demnach also das Fahren auf Reifen mit unterschiedlicher Modellbezeichnung, also mit Pneus von verschiedenen Herstellern. Selbst ein Mix aus Sommer- und Winterreifen wäre erlaubt.
Reifenmix beeinflusst Sicherheit
Allerdings ist nicht alles, was erlaubt ist, auch empfehlenswert. Experten raten vor allem aus Sicherheitsgründen davon ab. Zu negativ könnten die Auswirkungen bei Fahrten mit Reifen verschiedener Hersteller, Profilarten oder Gummimischungen sein.
Auf besondere Belastungen wie beispielsweise beim Bremsen, bei Kurvenfahrten oder starkem Regen mit Aquaplaning reagiert jeder Reifen anders. Die Fahrstabilität des Autos könnte daher negativ beeinflussen werden. Einheitlich fährt also besser.
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