Nicht bei allen Fahrzeugen sind an Vorder- und Hinterachse Reifen mit der gleichen Größe montiert. Wenn unterschiedliche Reifen montiert sind, dann sind zumeist an der Hinterachse breitere aufgezogen, weil das Auto beim Beschleunigen die Hinterachse mehr belastet als die vordere Achse – und über einen breiteren Reifen besser die Kraft auf den Boden übertragen kann. Das ist bei Sportwagen wie einem Porsche 911 oder einem BMW M4 recht einfach zu erkennen, weil auch die hinteren Radhäuser aufgrund dieser Mischbereifung breiter ausgestellt sind.

Mischbereifung bei sportlich motorisierten Coupés oder Limousinen

Mittlerweile gibt es breitere Räder an der hinteren Achse jedoch nicht nur bei ausgemachten Sportwagen, sondern auch sportlich motorisierten Coupés oder Limousinen. Offiziell hat dies zumeist den Grund, dass die Kraft besser auf die Fahrbahn übertragen werden kann. Real sind diese Mischbereifungen jedoch häufig Bestandteil eines Sportpakets mit breiteren Reifen und einer geänderten Fahrwerksabstimmung. Insofern geht es beim Autohersteller vorrangig darum, ein aufpreispflichtiges Extra zu verkaufen und das Auto optisch gut dastehen zu lassen.
Audi RS 3
Serienmäßig sind beim Audi RS 3 vorn und hinten Reifen der gleichen Größe montiert. Auf Wunsch gibt es vorne jedoch auch breitere Pneus.
Eine Ausnahme ist der betont sportliche Audi RS 3, der auf Wunsch an der Vorderachse breitere Reifen fährt als auf der Hinterachse, was über seine Traktionsprobleme hinwegtäuschen und das hohe Gewicht auf der Vorderachse kompensieren sollte. Früher war es in einigen Ländern nicht erlaubt, auf den Achsen unterschiedliche Reifen zu fahren. Diese Bindung ist mittlerweile aufgehoben. 
Autor: press-inform