Formel 1: Die besten Bilder aus Melbourne

Vettel nur Fünfter im Formel-1-Training

Ferraris launische Lina zickt noch

Durchwachsener Start für Sebastian Vettel und seinen neuen Ferrari SF90 mit dem Spitznamen Lina. Warum der Scuderia-Star trotzdem gelassen bleibt:
Die gute Nachricht für alle Ferrari-Fans nach den ersten beiden freien Trainings beim Grand Prix von Australien in Melbourne: Trotz Sebastian Vettels Rückstand von acht Zehntelsekunden gegenüber Weltmeister Lewis Hamilton ist bei Ferrari keine Panik ausgebrochen. "Wir haben heute verschiedene Sachen ausprobiert, alles ist ok. Keine Sorge", hat AUTO BILD MOTORSPORT aus dem direkten Umfeld von Team- und Technikchef Mattia Binotto erfahren.
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Charles Leclerc bestätigt das. "Wir sind noch nicht Vollgas gefahren", sagt der Monegasse, der 1,1 Sekunden gegenüber Hamilton verlor. Soll heißen: Ferrari absolvierte noch keine Qualifying-Simulation, wie man es bei Mercedes gesehen hat.
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Vettel ist ebenso entspannt, auch wenn er noch nicht ganz zufrieden war. "Wir waren nicht so schnell, wie wir es vielleicht gern gehabt und erwartet hätten. Aber es ist Freitag, das spielt also eigentlich keine Rolle. Ich bin mir ziemlich sicher: Im Dezember erinnert sich keiner mehr an den heutigen Tag."

Bis es im Quali um die Wurst geht hat Vettel noch Zeit

Der Deutsche macht sich wegen des Zeitrückstandes gegenüber Mercedes keine Sorgen, eher (noch) wegen des Fahrverhaltens seines Ferrari SF90 (den Vettel Lina getauft hat) im Albert Park: "Das Auto verhält sich anders als beim Testen, deshalb habe ich noch keinen richtigen Rhythmus und Vertrauen ins Auto gefunden. Aber genau diese beide Dinge brauchst du hier in Melbourne, um richtig schnell zu sein."
Allein: Genau das Gleiche gab der Deutsche auch beim Saisonstart 2018 nach dem ersten Trainingstag zu bedenken. Dort verlor Vettel damals gegen Hamilton im ersten freien Training neun Zehntel, im zweiten eine halbe Sekunde. Im Qualifying waren es fast sieben Zehntel.
Am Sonntag indes gewann er das Rennen. Was anders ist 2019: Im ersten Training waren Vettel und Hamilton nahezu zeitgleich. Das war eher der Gradmesser für reinen Speed, weil die Topteams normalerweise das erste Training mit gleichen Reifen und Spritmenge angehen, um sich auf den Kurs einzuschießen.
Heißt aber auch: Mercedes dürfte den Rückstand vom Testen aufgeholt haben. Vettel: "Ich habe diesen ganzen Bullshit mit: ,Oh, wir sind in so einer schlechten Form!' ehrlich gesagt eh nie verstanden. Vielleicht wussten sie selbst nicht, was sie beim Test gemacht haben."
Dazu kommt: Die Strecke in Melbourne gilt nicht als repräsentativ. Im Gegensatz zu Barcelona, wo die Wintertests stattfanden und Ferrari überlegen war, kommt es in Melbourne mehr auf eine gute Traktion an als auf eine ausgefeilte Aerodynamik. "Es gibt hier deutlich mehr Bodenwellen", erklärt Vettel. "Heute war auch mehr Wind als beim Testen und es war deutlich wärmer." Die wahren Kraftverhältnisse werden deshalb erst beim nächsten Rennen in Bahrain zu sehen sein.
Bis zum Samstag wird Ferrari jetzt Daten auswerten, die unter anderem auch vom Simulatorfahrer Pascal Wehrlein in der Fabrik in Maranello zeitgleich mit den Trainings in Melbourne herausgefahren wurden. Vettel: "Ich gehe davon aus, dass ich hier das gleiche Auto fahre, wie vor zwei Wochen in Barcelona. Deshalb war es noch nicht da, wo es sein kann. Jetzt schauen wir mal, was die Nacht bringt. Mit Sicherheit viel Arbeit und hoffentlich einen Schritt nach vorne. Ich mache mich jedenfalls nicht verrückt. Wenn das Vertrauen zurückkommt, geht es auch vorwärts."
Richtig ernst wird Ferrari erst morgen um 5.00 Uhr deutscher Zeit machen. Dann gehen Vettel und Leclerc das erste Mal mit wenig Sprit auf die Strecke.
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Der TV-Plan der Formel 1 am Wochenende:

Samstag:
3.55 Uhr: das 3. Freie Training auf Sky Sport 1 HD
6.50 Uhr: das Qualifying auf Sky Sport 1 HD und Sky Sport UHD
Sonntag:
5.15 Uhr: Vorberichte, das Rennen, Analysen und Interviews auf Sky Sport 1 HD und Sky Sport UHD

Autor: Ralf Bach

Fotos: Picture-Alliance

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