Das war keine gute Werbung für den Simracing-Sport. Beim 24h Rennen von Le Mans kämpfen die Teams mehr mit der Technik als mit den Gegnern auf der Strecke. Das Event, das auf der Plattform rFactor 2 ausgetragen wurde, hatte mit Server-Problemen zu kämpfen. Das führte dazu, dass viele Piloten Verbindungsprobleme hatten und diverse Runden Rückstand aufbauten. Allen voran Max Verstappen, Fahrer des Top-Teams Redline.
„Wir müssten zwei Runden zurück bekommen“, äußert er sich im teameigenen Livestream nachdem er erneut vom Server geschmissen wurde. „Sie nennen es unfassbares Pech, aber es ist einfach Inkompetenz. Sie können ihr eigenes Spiel nicht richtig kontrollieren. Das ist jetzt dreimal passiert“, schimpft der Formel-1-Doppelweltmeister.

DDos-Attacken bremsen Verstappen aus

Technikprobleme bremsen Doppel-Formel-1-Weltmeister Max Verstappen beim virtuellen 24h Rennen von Le Mans aus.

Grund für die Probleme sollen DDos-Attacken gewesen sein. Demnach haben externe Personen die Rennserver absichtlich zum Überlasten gebracht, so dass es zu den Ausfällen kam. Verstappens Wut mildert das jedoch nicht. „Du bereitest dich über fünf Monate vor, um diese Meisterschaft zu gewinnen. Du führst sie an, versuchst das Rennen zu gewinnen, für das du zwei Monate Vorbereitung reingesteckt hast. Sie schieben es auf DDos-Attacken. Aber das ist ein Witz, so kann man kein Event veranstalten. Ich hoffe, dass die Organisatoren sich das nochmal anschauen, denn auf dieser Plattform macht es keinen Sinn.“
Das Rennen beendet das Verstappen-Team nicht, von 45 Starten sind sie mit 256 abgespulten Runden 39. im Endklassement. Während Verstappen mit den Worten „Game over“ rFactor 2 deinstallieren will, fahren seine Teamkollegen auf dem zweiten Auto den Sieg für Redline ein.
Mit Felipe Drugovich (F1-Testfahrer für Aston Martin) und Felix Rosenqvist (IndyCar) sind zwei weitere Real-Motorsportler auf dem obersten Treppchen gelandet, zusammen mit Luke Bennett und Chris Lulham. Platz zwei sichert sich Porsche (Ayhancan Güven, Laurin Heinrich, Mitchell deJong und Joshua Rogers) vor den Drittplatzierten Sami-Matti Trogen, Agustin Canapino, Jakub Brezinski und Nikodem Wisniewski (Williams eSports). Der Sieg in der GTE-Klasse geht an das R8G eSports-Team.

Von

Alexander Warneke