Volkswagen: Notfallklausel im Tarifvertrag
Was ist und wann greift die 28 Stunden Regelung?

– Kurz vor dem Weihnachtsfest kam es zum Durchbruch: VW und IG Metall einigten sich auf einen neuen Tarifvertrag. Parallel zu einer Beschäftigungsgarantie ist auch eine Notfallklausel integriert.
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(dpa/AUTO BILD/KI) Volkswagen hat in seinem Tarifabschluss mit der IG Metall eine Notfallklausel eingeführt, um sich gegen eine weitere Zuspitzung der wirtschaftlichen Lage abzusichern. Im kurz vor Weihnachten vereinbarten Zukunftstarifvertrag ist festgehalten, dass im Falle von Engpässen die Arbeitszeit auf bis zu 28 Stunden pro Woche reduziert werden kann, allerdings mit nur teilweisem Lohnausgleich. Diese Regelung tritt nur in Kraft, wenn zuvor alle anderen Maßnahmen wie der Abbau von Überstunden und die Einführung von Kurzarbeit ausgeschöpft sind.
Die Klausel des Vertrags, in den die Deutsche Presse Agentur Einsicht hat, sieht vor, dass bei vorübergehenden Beschäftigungsproblemen die Wochenarbeitszeit für alle Mitarbeiter pauschal um bis zu sieben Stunden gesenkt werden kann, von den regulären 35 Stunden auf bis zu 28 Stunden. Für die ersten beiden Stunden der Arbeitszeitverkürzung ist ein voller Lohnausgleich vorgesehen, ab der dritten Stunde erfolgt eine anteilige Lohnkürzung. Maximal drei der sechs reduzierten Stunden bleiben unbezahlt. Die Regelung ist allerdings als Maßnahme für den absoluten Notfall gedacht, eine dramatische Verschärfung der Situation wird nicht erwartet.
Die Notfallklausel erinnert an die Einführung der Vier-Tage-Woche bei VW in den frühen 1990er Jahren, die damals zur Verhinderung eines massiven Stellenabbaus während einer tiefen Unternehmenskrise diente. Diese Arbeitszeitverkürzung blieb mehr als zwölf Jahre in Kraft.
Zudem hat VW kurz vor Weihnachten zusammen mit der IG Metall ein Sanierungsprogramm beschlossen, das den Abbau von 35.000 Arbeitsplätzen in Deutschland bis zum Jahr 2030 vorsieht, jedoch ohne betriebsbedingte Kündigungen. Im Gegenzug wurde die zuvor beendete Beschäftigungssicherung bis 2030 erneuert. Volkswagen beschäftigt in seinen Werken in Niedersachsen, Hessen und Sachsen rund 130.000 Mitarbeiter.
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