Mut bedeutet der Begriff "Virtus" im Lateinischen – und eben genau jenen beweist Volkswagen mit diesem umgebauten VW Virtus, wie die Limousinen-Version des Polo in Südamerika offiziell heißt:
Extra entwickelt für den Besuch des brasilianischen Staatspräsidenten Luiz Inácio Lula da Silva im VW-Werk in Sao Bernardo do Campo, einem industriellen Randbezirk südlich von Sao Paulo, verwandelten rund 30 Ingenieure den Virtus in ein schmuckes Cabrio!
VW: Polo-Limousine als Cabrio
Virtu(o)s: In Brasilien gibt es die Polo-Limousine jetzt offen.
Bild: Volkswagen
Wobei Cabrio genau genommen gar nicht der richtige Begriff ist, denn keines der bisher von dem Auto veröffentlichten Bilder weist auf ein aufsetzbares Dach hin. Klar ist aber: Wegfall von B- und C-Säule sind bei dem blauen Einzelstück nicht der einzige Umbau. So wurde unter anderem der Radstand verlängert, um mehr Platz im Heckbereich zu generieren. Dafür wurde sogar eine Größenänderung beim Tank und eine nötige Verstärkung der Karosserie in Kauf genommen.

VW: Nicht der erste Umbau in Brasilien

Richtig staatsmännisch erscheint hingegen die Extra-Stange, die hinter den Vordersitzen angebracht wurde: Sie dient prominenten Fahrgästen zum Festhalten, um beispielsweise auch im Stehen sicher der Menge zuwinken zu können.
VW: Polo-Limousine als Cabrio
Gut zu sehen: Die Stange zum Festhalten für Gäste im Fond.
Bild: Volkswagen
Ganz neu ist der große Aufwand von Volkswagen Brasilien für den Besuch des Staatsoberhauptes übrigens nicht, vielmehr hat er schon Tradition: Denn der offene Virtus ist nach dem Fusca (Beetle) in den Jahren 1959 und 1993 sowie der Polo Limousine im Jahr 2003 und dem Fox 2005 schon das fünfte Fahrzeug, welches vom Unternehmen für einen derartigen Anlass umgebaut wird. Nach dem Besuch soll es nun in einem Museum für historische Fahrzeuge der Fabrik stehen.
Klar ist damit auch: Der brasilianische "Cabrio-Polo" bleibt wohl ein seltenes wie skurriles Einzelstück.