Volvo XC90 B6 im ersten Test

Volvo XC90 B6: erster Test, Hybrid, Motor, Preis

Der XC90 Mildhybrid im Test

Erste Fahrt in Volvos Hybriden für die Zukunft: Der XC90 B6 mit 2,0-Liter-Benziner an Bord schmeichelt sich vor allem mit Laufruhe in die Herzen.
Der Unterschied ist außen nur ein Buchstabe. Auf der Hecktür des XC90 steht statt T6 nun B6. Doch hinter dem daumengroßen Emblem steckt weit mehr – ein neuer Motor, ein neuer Antrieb und der Einstieg in Volvos Zukunft. B6 steht für den Benzin-Hybriden, der diese Zukunft schmeichelweich einläutet. Der Startergenerator wirft den Vierzylinder mit so sanftem Schwung an, wie wir ihn bei Volvo noch nie erlebt haben. Ein echter Kulturwandel.

Rein elektrisches Fahren ist mit dem B6 nicht drin

Der 48-Volt-Startergenerator im XC90 B6 sorgt kurzzeitig für einen 130 Nm starken Extra-Boost.

"Der Motor ist von Grund auf neu", betont Lutz Stiegler, Leiter Antriebstechnik, bei der Fahrt im Vorserien-XC90. "Zwar sind Hubraum und Stichmaß identisch, doch der Benziner ist steifer, zehn Kilogramm leichter, läuft reibungsärmer und sparsamer." Den 2,0-Liter haben die Entwickler für die Hybrid-Technik mächtig umgeräumt: 48-Volt-Startergenerator, Zylinderabschaltung und E-Kompressor für die 300-PS-Variante. "Damit sind wir zukunftssicher für künftige Normen", so Stiegler. Der B6 gilt als milder Hybrid. Der Startergenerator leistet mit 12 kW nicht genug, um den XC90 rein elektrisch anzutreiben. Immerhin kann er kurzzeitig 130 Nm Drehmoment auf die Kurbelwelle werfen – ein ordentlicher Boost.

Die Laufruhe des neuen Antriebs überrascht

So nobel, wie Volvo immer sein wollte: Das neue Hybrid-Modul gefällt mit großer Laufruhe.

Der Akku wird nur vom Verbrenner aufgeladen, ist also kein Plug-in-Hybrid. Den E-Baustein will Volvo bis Ende 2020 in allen Modellen einführen. Der neue Antrieb überrascht angenehm. Der Vierzylinder läuft komfortabler, klingt wie hinter dicker Dämmung verschwunden und lässt trotz höherem Einspritzdruck (jetzt 450 Bar) das harte Knurren von früher vergessen. Endlich laufen die Verbrenner so nobel, wie Volvo immer sein wollte. Der schwächere B5 (250 PS, 350 Nm) kommt mit nur einem Turbolader aus. Der zusätzliche Kompressor im stärkeren Motor B6 ist elektrisch statt mechanisch angetrieben, springt deshalb schneller an und läuft leiser als früher. Volvo verspricht, dass der Verbrauch im Normzyklus um bis zu 0,7 Liter sinkt.
Beide Hybride starten Anfang 2020 zuerst im XC90 und XC60, später in den anderen Baureihen. Mehr Laufkultur ist nicht umsonst: Die Preise gegenüber den gleich starken Vorgängern dürften um rund 750 Euro steigen.
Das Fazit von Joachim Staat: "Volvo treibt großen Aufwand, um die Hybridtechnik breit einzuführen. Alles für 0,7 Liter Spritsparen und 750 Euro extra? Uns bleibt keine Wahl, denn nur so schafft der Hersteller die Abgasnormen von morgen. Immerhin überzeugt der neue Antrieb mit einer Laufkultur, die wir bei Volvo vermisst haben. Oberklasse!" AUTO BILD-Testnote: 2
Technische Daten Volvo XC60 B6 • Motor: Vierzylinder, Turbo, Kompressor, vorn quer • • Hubraum: 1969 cm³ • Leistung: 220 kW (300 PS) bei 5400/min • max. Drehmoment: 420 Nm bei 2100/min • Antrieb: Achtstufenautomatik, Allradantrieb • Länge/Breite/Höhe: 4953/2008/1776 mm • Leergewicht: 2016 kg • Kofferraum: 708-1874 l • 0–100 km/h: 6,5 s • Vmax: 230 km/h • Verbrauch: 9,8 l S (WLTP) • Abgas CO2: 221 g/km • Preis ab 74.650 Euro.
Anzeige

Automarkt

Bei autohaus24.de Neuwagen günstig kaufen und Geld sparen.

Finden Sie im Automarkt von autobild.de Ihren Gebrauchtwagen.