Vorschau: DTM-Saison 2015
Zwei Rennen pro Wochenende

–
Die DTM startet in die neue Saison und in eine neue Zeitrechnung, denn die Serie hat sich 2015 viel vorgenommen: AUTO BILD MOTORSPORT blickt voraus.
Bild: Picture-Alliance
Nach schwierigen Jahren mit sinkendem Zuschauerinteresse steht das Deutsche Tourenwagen Masters vor einem Neustart. Erstmals seit dem DTM-Comeback im Jahr 2000 ermittelt die Serie ihren Meister in zwei gleichwertigen Rennen an jedem Wochenende. „Das ist sicher ein entscheidendes Jahr, keine Frage”, betonte DTM-Boss Hans Werner Aufrecht vor dem Auftakt in Hockenheim am Wochenende (2./3. Mai). „Aber die DTM gibt es seit 30 Jahren, wir arbeiten am Reglement für 2017. Ich bin sehr zuversichtlich, was die DTM angeht.” Damit die Serie eine Zukunft hat und im Werben um Aufmerksamkeit bei TV-Zuschauern und Sportfans wieder zulegen kann, gibt es 2015 von allem mehr. 18 statt zehn Rennen, zwei Qualifyings an jedem Wochenende und am Ende wohl länger Spannung im Titelkampf. BMW-Mann Marco Wittmann stand vergangenes Jahr schon nach dem achten Lauf als Champion fest. Zudem ist das freie Training am Freitag zurück. Einhellige Meinung: Gut so!

Drei Hersteller kämpfen um die Krone: Audi, Mercedes und BMW starten auch 2015 in der DTM
„Wenn man ein Reglement weitergestalten will, ist es zwangsläufig notwendig, dass die einzelnen Parteien Vorteile aufgeben. Um der Sache zu dienen. Wenn einer einen Vorteil beim Optionreifen hat und dann dafür stimmen muss, dass dieser Reifen verschwindet, dann ist das ein großes Opfer”, betonte er. Ein Deal aus der vergangenen Saison zeigt seine Wirkung erst in diesem Jahr. Weil es so viel langsamer war als die Autos der Konkurrenz durfte Mercedes das C-Coupé weiterentwickeln. „Ich denke nicht, dass es eine bessere Saison wird. Ich weiß, dass es eine bessere Saison wird”, sagte Gary Paffett. Der erfahrenste Pilot im Kader der Schwaben und Meister von 2005 bleibt vor seiner zwölften Saison dennoch zurückhaltend: „Wir sind dichter dran, aber wir holen noch nicht alles aus dem Mercedes raus. Vielleicht am Ende der Saison. Aber für Hockenheim sind wir noch nicht bei 100 Prozent.”

Ein Mann mehr als im Vorjahr: Auch Mercedes ist endlich wieder mit acht Fahrern vertreten
Die wichtigsten Neuerungen im Überblick:
Zwei Rennen: Weil Budapest im Vergleich zur vergangenen Saison nicht mehr im Kalender steht, hat sich die Zahl der Rennen zwar nicht verdoppelt, aber von zehn auf 18 doch signifikant erhöht. Beim kürzeren Auftritt am Samstag (40 Minuten plus eine Runde) sollten die Fahrer ohne Boxenstopp ins Ziel kommen, Sonntags (60 Minuten plus eine Runde) ist einmal Reifenwechseln Pflicht. Belohnt werden Platzierungen in den Top 10 an beiden Tagen gleich.
Kurze Qualifikation: Beide Rennen haben eine eigene Qualifikation. Vom beliebten Modus der vergangenen Jahre mit immer weniger Autos auf der Strecke müssen sich Glock, Ekström und Co. aber verabschieden. 20 Minuten lang dürfen alle 24 Piloten um die beste Zeit wetteifern.

Insgesamt 18 Läufe bestreiten Timo Glock (Bild) und seine Kollegen heuer
Mehr DRS: Den Heckflügel abklappen, um besser überholen zu können - das dürfen die DTM-Fahrer in dieser Saison bis zu dreimal in jeder Runde. Allerdings verkleinert sich das DRS-Fenster. Statt wie in der vergangenen Saison zwei, dürfen die Piloten nun nur noch maximal eine Sekunde Rückstand auf den Vordermann haben. Sonst ist der Einsatz nicht erlaubt.
Feste Startnummern: Als Titelverteidiger fährt Marco Wittmann mit der Startnummer eins und durfte auch als Erster auswählen. Die Elf ist nun bis zum Ende seiner DTM-Karriere für ihn reserviert. Alle Nummern von 2 bis 99 waren möglich. Die höchste Startnummer hat sich Mike Rockenfeller geschnappt.
Sehen Sie alle Autos, Teams und Fahrer der neuen DTM-Saison 2015 im Überblick in unserer großen Bildergalerie oben: Jetzt gleich durchklicken!
Service-Links