Extrem waren die Boliden aus Merzig schon immer – entweder extrem sportlich, extrem hübsch oder extrem teuer. Auf dem Genfer Salon 2010 kommt ein weiteres Extrem dazu: Carlsson zeigt den ersten eigenen Sportwagen – Verzeihung, Supersportwagen! Denn diese Klassifizierung muss angesichts der Leistungsdaten und der rabiaten Optik des Boliden, der an einen Mercedes SL erinnert, mindestens sein. Scharfe Kanten, an den richtigen Stellen ein dynamischer Schwung und ein Heck, das Autofahrer nur zu gerne von hinten sehen. Überholen? Fast unmöglich! Hinter der forschen Nase bläst ein doppelt aufgeladener Zwölfzylinder zur Attacke. Autobauer Carlsson treibt die Leistung des V12 auf mächtige 753 PS. Das Drehmoment-Maximum liegt bei 1320 Newtonmeter – Reifen-freundlich zwischen 2000 und 4000 U/min auf 1150 Newtonmeter begrenzt.
Carlsson C25
Total-OP: Das Vorbild Mercedes SL lässt sich am Heck nur noch vage erahnen.
Der C25, wie Carlsson den Boliden nennt, erreicht nach 3,7 Sekunden Tempo 100. Der Vortrieb des knapp zwei Tonnen schweren GT endet standesgemäß bei 352 km/h. Schalten lässt sich der C25 über das von AMG bekannte Speedshift-Fünfgang-Automatikgetriebe. "Es gibt mehr als genug Supersportwagen auf der Welt, die sich nur auf einer Rennstrecke gefahrlos bewegen lassen", so Markus Schuster, Geschäftsführer von Carlsson. "Wir wollten bewusst ein Fahrzeug entwickeln, das einerseits hoch exklusiv ist und andererseits auch für die tägliche Fahrt ins Büro genutzt werden kann." Allzu viele Sportwagen-Fans werden jedoch nicht in den Genuss kommen, das auch wirklich zu tun. Denn die Merziger Manufaktur limitiert die Auflage des 510.510 Euro teuren Sportlers auf lediglich 25 Fahrzeuge. Eine weitere Beschränkung: Pro Land wird nur ein C25 verkauft.