VW gebraucht kaufen: Marken-Check
Gebrauchte VW-Modelle: Daten, Fakten, Kauf-Tipps

Als Autohersteller ist die Marke VW ein wichtiger Taktgeber für die deutsche Wirtschaft. Auch auf dem Gebrauchtmarkt führt kein Weg an ihr vorbei. AUTO BILD checkt das Angebot vom Up bis zum Touran.
Bild: Toni Bader
Der ungebremste Boom ist vorbei. Bei VW hatte man seit dem Diesel-Gate von 2015 keine Zeit, sich auszuruhen. Zur Weltspitze zu gehören, verursacht national und international enormen Druck. Mit rund 538.000 verkauften Fahrzeugen im Jahr 2024 und einem Marktanteil von 19,1 Prozent bleibt VW unangefochtener Branchenprimus in Deutschland. Doch wie viel Substanz steckt hinter dem Erfolg?
Besonders die kleineren Modelle sind hierzulande längst der echte Markenkern. Sie werden von Privatpersonen nachgefragt, da Passat und Co neu primär teure Dienstwagenoptionen sind. Und es gibt nicht zuletzt aufgrund galoppierender Neuwagenpreise gute Gründe, sich intensiver mit Gebrauchten zu beschäftigen.
Der Polo taugt als echter Volkswagen
Der Polo ist erwachsen, überzeugt mit solider Technik und hoher Alltagstauglichkeit. Er stiehlt niemandem die Show, sondern taugt als echter Volkswagen. Unser Marathontest deckte beim Golf 7 Probleme auf. Nach 153.772 Kilometern versagte das DSG-Getriebe, nach 287.147 Kilometern war Schluss: Motorschaden. Dennoch bleiben Golf 7 und 8 die Gebraucht-Ikonen der Kompaktklasse, Maßstab bei Fahrkomfort und Variabilität.
Der ID.3 ist mehr als nur ein Elektroauto – er ist Symbol des Umbruchs bei VW. Das Konzept klingt frisch und nachhaltig. Doch die Praxis hinkte anfangs hinterher. Softwareprobleme, lästige Update-Prozesse und vereinzelte Ladehemmnisse trübten das Bild. In Tests nervten Schwächen bei der Touch-Bedienung. Auch die Verarbeitungsqualität war erst nicht auf gewohnt hohem Golf-Niveau.
Der Touran, lange der Liebling junger Familien, bleibt ein Raumwunder mit durchdachter Funktionalität, wirkt aber im Vergleich zu manchen Konkurrenten inzwischen leicht altmodisch.
VW betreibt eines der dichtesten Servicenetze in Deutschland
Und das Servicenetz? VW betreibt mit rund 680 Autohäusern und über 1000 Servicepartnern eines der dichtesten Servicenetze in Deutschland. Werkstatt-Termine sind so eher kurzfristig möglich, doch der letzte AUTO BILD-Werkstatt-Test offenbarte Schwächen: 2014 fanden die VW-Betriebe noch 94,8 Prozent aller Mängel. 2017 waren es nur noch 82,3 Prozent, was Mittelmaß bedeutet. Dazu fielen Beratung und Kundenkommunikation nicht immer zufriedenstellend aus.
Wie steht es um die Garantien? Standard sind zwei Jahre, optional sind verschiedene Verlängerungen möglich. Für E-Autos wie den ID.3 gibt es acht Jahre oder 160.000 Kilometer auf die Hochvolt-Batterie. Empfehlenswert sind Wartungspakete: Sie sorgen für transparente Kosten. Auch die hauseigenen Kfz-Versicherungsangebote können interessant sein.
Unterm Strich steht VW noch immer für funktionale und recht solide Autos – besonders im Volumensegment. Doch der Weg vom Massenhersteller zur digitalen E-Automarke scheint noch steinig. Wer gebraucht kauft, bekommt aktuell meist ein ordentliches Auto – teils mit kleinen Abstrichen bei Software, Werkstattqualität und Innovationsfeinschliff. Wir haben den Überblick über die VW-Modelle als Gebrauchtwagen: Hier kommen die wichtigsten Baureihen im Check!
VW Up
- Neupreise: von 9975 bis 29.950 Euro
- Gebrauchtpreise*: von 5750 bis 22.900 Euro
- Durchschnittlicher Gebrauchtpreis**: 10.479 Euro
- Motoren: von 60 bis 115 PS
- Motortipp: 75 PS, 5,4 l S/100 km
- Rückrufe: 10
- Euro-NCAP-Insassenschutz: 89 % (5 Sterne, 2011)
Den Einstieg in die Welt von Volkswagen definierte der Up ab 2011 neu. Trotz einer 3,54 m kurzen Karosserie bietet er überraschend viel Platz, was ihn zum Liebling von pragmatisch denkenden Großstädtern machte. Günstige Mobilität und hoher Nutzwert standen beim wahlweise drei- oder fünftürigen VW-Mini im Mittelpunkt. Variantenvielfalt hielt das Modell extrem lange frisch, bereits 2014 gab es ein kleines Facelift.

Trotz einer Länge von nur 3,54 Metern bietet der Up überraschend viel Platz.
Bild: Werk
Noch immer zeitgemäß – und heute schmerzhaft im VW-Neuwagenportfolio fehlend – wirkt der bis Sommer 2023 gebaute elektrische e-Up (82 PS). Er langt als Stadtauto locker. Der verblüffend sportliche GTI mit 115 PS ist kein Etikettenschwindel, sondern eine gebraucht verblüffend teure Knallbüchse. Für Knauserkönige gab es sogar eine Erdgas-Version, den Eco Up. Trotz seines konstruktiven Alters ist der Up bei Fahranfängern und City-Pendlern noch immer beliebt. Stärken sind niedrige Fixkosten, das Handling, recht robuste Baukastentechnik und geringer Verbrauch. Der 60-PS-Benziner ist auf der Autobahn müde. Typische Mängel: Verarbeitungsschwächen und Bremsprobleme. Unsere Dauertestnote nach 100.000 Kilometern: 3+.
VW Polo
- Neupreise: von 12.450 bis 35.450 Euro
- Gebrauchtpreise*: von 7490 bis 31.550 Euro
- Durchschnittlicher Gebrauchtpreis**: 18.490 Euro
- Motoren: von 60 bis 220 PS
- Motortipp: 110 PS, 6,0 l S/100 km
- Rückrufe: 37
- Euro-NCAP-Insassenschutz: 96 % (5 Sterne, 2017)
Stärken
- Wertiger Gesamteindruck
- Gute Assistenten (Polo 6)
Schwächen
- Gefragt und teuer
- Im Fond recht eng (Polo 5)
Seit 50 Jahren ist der Polo eine feste Größe unter den Kleinwagen. Ab 2009 bot Generation fünf (6R/6C) ein erwachsenes Fahrgefühl im Kleinwagenformat. 2017 folgte die sechste Generation (Typ AW) mit mehr Technik und Assistenzoptionen. Wer reichlich Budget hat, bekommt ein digitales Cockpit, Matrix-LED-Licht und ein adaptives DCC-Fahrwerk. Je nach Baujahr als Drei- oder Fünftürer, vom biederen 60-PS-Benziner bis zum sportlichen GTI mit 207 PS und R WRC mit 220 PS. Exotisch ist das 82-PS-LPG-Modell BiFuel.

Der Polo richtet sich an alle, die es eine Nummer kleiner und günstiger als den Golf wollen.
Bild: Christoph Boerries / AUTO BILD
In Summe deckt der Polo viele Fahrertypen ab. Hybridisierung oder E-Variante wurden nie angeboten. Dennoch bleibt der kleine VW eine Erfolgsgeschichte: Er taugt für junge Fahrer genauso wie für Senioren, kurzum für alle, die es eine Nummer kleiner und günstiger als den Golf schätzen. Polo-Stärken sind eine solide Verarbeitung und die recht breit gefächerte Modellauswahl. Ärgerlich: Nachfragebedingt finden sich kaum Gebraucht-Schnäppchen. Bei älteren Exemplaren machen die Steuerketten der TSI-Motoren und ruckelnde DSG-Getriebe öfter Ärger. Lästig sind nicht sonderlich stabil laufende Discover-Navis. Den TÜV-Prüfern fallen hauptsächlich Auspuff und Bremsen negativ auf.
VW Golf/e-Golf
- Neupreise: von 17.175 bis 76.410 Euro
- Gebrauchtpreise*: von 9499 bis 65.890 Euro
- Durchschnittlicher Gebrauchtpreis**: 22.990 Euro
- Motoren: von 85 bis 333 PS
- Motortipp: 130 PS, 6,0 l S/100 km
- Rückrufe: 42
- Euro-NCAP-Insassenschutz: 94 % (5 Sterne, 2012)
Stärken
- Klassenloses Image
- Riesiges Variantenspektrum
Schwächen
- Hoher Werterhalt
- TSI- und DSG-Themen
Der ewige Maßstab in der Kompaktklasse heißt Golf. 2013 ging die elegant gezeichnete siebte Generation des VW Golf auf der neuen MQB-Plattform als Zwei- oder Viertürer und Kombiversion Variant an den Start. Neben den üblichen TSI-Benzinern und besonders bei Vielfahrern beliebten TDI-Dieseln setzte man in Wolfsburg auf einen sicheren Modellerfolg, befeuert durch zahlreiche besonders fahraktive oder technisch interessante Derivate. Der GTI glänzt mit starken 2.0-TSI-Motoren als kompakter Sport-Klassiker, der GTE ist der dynamische Plug-in-Hybrid und der R der ultrastarke und sündhaft teure Über-Golf mit Allrad.

Vielfalt und Qualität: Der Golf ist auch gebraucht enorm gefragt.
Bild: Toni Bader
Rein elektrisch und auch längerfristig laut TÜV enorm unproblematisch funktioniert der e-Golf. Ab 2020 übernahm der technisch eng verwandte Golf 8 mit vor allem anfangs extrem anfälliger und unausgegorener volldigitaler Cockpit-Architektur, geschärftem Design und einem dicken Plus an Assistenten. Generell überzeugen beide Golf-Generationen mit ausgewogenen Fahrwerken, hoher Alltagstauglichkeit und sauberer Verarbeitung.
Der Golf 7 ist jedoch im direkten Vergleich spürbar älter, wirkt aber klassischer und wertiger. Die Variant-Versionen sind familientauglich und gebraucht oft relativ günstig. Sie verbrachten ihren ersten Lebensabschnitt häufig im Außendienst. Der Variant Alltrack ist als Gelände-Kombi ein relativ teurer Exot. GTI und R-Modelle (bis 320 PS) zelebrieren den Sportsgeist. Sondermodelle wie der R333 (333 PS, limitiert) sind ein teurer Fall für Fans und Sammler. Der e-Golf (115 oder 136 PS) kommt in die Jahre, bleibt ein kultivierter Stromer mit je nach Fahrprofil und Witterung 150 bis 300 km Praxisreichweite.
Schwächen zeigen frühe 1.2 und 1.4 TSI: Typisch sind Steuerkettenprobleme. Auch das DSG-Getriebe sowie Federung und Dämpfung können bei höheren Laufleistungen schwächeln. Dennoch punktet der Golf unterm Strich: Qualität, Sicherheitsniveau und Modellvielfalt sind gut. Der Golf bleibt auch als Gebrauchter das Maß der Dinge. Er ist nicht perfekt, aber wertstabil und universell. Kein Wunder, dass er Deutschlands Gebraucht-Bestseller bleibt.
Golf Sportsvan
- Neupreise: von 20.475 bis 36.895 Euro
- Gebrauchtpreise*: von 13.500 bis 19.990 Euro
- Durchschnittlicher Gebrauchtpreis**: 14.700 Euro
- Motoren: von 85 bis 150 PS
- Motortipp: 130 PS, 6,2 l S/100 km
- Rückrufe: 9
- Euro-NCAP-Insassenschutz: 87 % (5 Sterne, 2014)
Stärken
- Typisch Golf. Aber mehr Platz
- Top beim TÜV und Dauertest
Schwächen
- Ruppige DSG-Doppelkuppler
- Teils Elektronikmacken
2014 beerbete der Golf Sportsvan als Nachfolger den Golf Plus. Er hat das Image eines unauffälligen Rentnermobils. Was aber ungerecht ist: Das kompakt geschnittene Hochdachmodell bietet einen enorm großzügigen Innenraum, variable Sitzkonfigurationen und einen erhöhten Einstieg – was nicht nur bei Senioren punktet. Jüngere Familien könnten den gebraucht oft überdurchschnittlich gepflegten Sportsvan als Alternative zum klassischen Golf aufgrund seiner höheren Praktikabilität bevorzugen.

Der Sportsvan ist im TÜV-Report weit vorn dabei.
Bild: Christoph Boerries
Im TÜV-Report ist der Sportsvan weit vorn dabei: Nennenswerte Mängel oder Patzer sucht man meist vergebens, sportliche Dynamik aufgrund der recht bodenständigen Verbrenner-Motoren mit maximal 150 PS allerdings auch. Im Dauertest reichte es 2018 nach 150.000 Kilometern für die Topnote 1!
VW T-Cross
- Neupreise: von 17.975 bis 36.530 Euro
- Gebrauchtpreise*: von 17.880 bis 29.880 Euro
- Durchschnittlicher Gebrauchtpreis**: 23.900 Euro
- Motoren: von 95 bis 150 PS
- Motortipp: 110 PS, 6,3 l S/100 km
- Rückrufe: 4
- Euro-NCAP-Insassenschutz: 97 % (5 Sterne, 2019)
Stärken
- Clever gemachter Innenraum
- Gute Handlichkeit
Schwächen
- Viel Hartplastik im Interieur
- Große Räder fressen Komfort
Das kleinste SUV startete 2019. Der T-Cross wird im spanischen Werk Pamplona gebaut, ist technisch eng verwandt mit dem Polo und richtet sich an Autofahrer, die höher sitzen wollen, aber ein voll stadttaugliches und wirtschaftliches Modell suchen. Die Motoren mit 95 bis 150 PS reichen von zart bis zackig. Dank des Innenraumkonzepts mit verschiebbarer Rückbank ist der T-Cross erstaunlich variabel für seine Größe.

Höher sitzen und locker durch die City wuseln – kein Problem im T-Cross.
Bild: Uli Sonntag / AUTO BILD
Als City-SUV mit üppigen Optionen und knackigen Akzentfarben spricht er junge Familien und jung gebliebene Paare gleichermaßen an. Der T-Cross zeigt sich im TÜV-Report bislang zuverlässig. Lediglich die Bremsen scheinen leicht unterdimensioniert. Die hervorragende Note 1 konnte das Kompakt-SUV nach 100.000 Kilometern im AUTO BILD-Dauertest erzielen.
VW Taigo
- Neupreise: von 22.865 bis 35.680 Euro
- Gebrauchtpreise*: von 21.990 bis 30.590 Euro
- Durchschnittlicher Gebrauchtpreis**: 23.885 Euro
- Motoren: von 95 bis 150 PS
- Motortipp: 150 PS, 6,8 l S/100 km
- Rückrufe: 1
- Euro-NCAP-Insassenschutz: 94 % (5 Sterne, 2022)
Stärken
- Individueller Auftritt
- Guter Allrounder
Schwächen
- Karge Basis
- Gemessen am Format teuer
Ein heißer Brasilianer ist der 2021 in Europa eingeführte Taigo. Das 4,27 Meter lange SUV-Coupé ist für einen VW vergleichsweise emotional gezeichnet, punktet als modisches Crossover-Modell. Technisch eng mit dem T-Cross verwandt, bietet er eine ähnlich praktische Basis, als Plus aber eine Coupé-Note. Leichte Abstriche muss man lediglich beim Kofferraum machen. Zielgruppe sind stilbewusste Pendler, kleine Familien und junge Leute, die dosierte Extravaganz für Normalverdiener suchen.

Bild: Christoph Börries / AUTO BILD
Stärken sind die ausgewogenen Allround-Eigenschaften, das recht agile Fahrwerk und moderne Assistenzsysteme. Die Fixkosten sind moderat. Schwächen sind die hohen Preise, die vernunftbetonte Basisausstattung, keine Motoralternativen zu den Benzinern (95 bis 150 PS) sowie die fehlende 4Motion-Allrad-Option.
VW T-Roc
- Neupreise: von 21.120 bis 53.140 Euro
- Gebrauchtpreise*: von 19.560 bis 37.930 Euro
- Durchschnittlicher Gebrauchtpreis**: 28.380 Euro
- Motoren: von 110 bis 300 PS
- Motortipp: 150 PS, 7,0 l S/100 km
- Rückrufe: 13
- Euro-NCAP-Insassenschutz: 96 % (5 Sterne, 2017)
Stärken
- Crossover-Golf-Alternative
- Spannende Derivate
Schwächen
- Bis Facelift einfache Details
- Recht kostspielig
Kleiner und modischer als der Tiguan wildert der 4,23 Meter lange T-Roc seit 2017 in der Golf-Klasse und kompensiert gekonnt, dass es keine Crossover-Version des ewigen Bestsellers gibt. Platzangebot und Variantenvielfalt sind bemerkenswert. Neben den Butter-und-Brot-Versionen mit Frontantrieb gibt es 4Motion-Allradversionen, den erstaunlich sportlichen T-Roc R mit 300 PS und ein ungewöhnliches, im Werk Osnabrück gebautes SUV-Cabriolet. Im Frühjahr 2022 wurde ein dezentes Facelift mit verbesserten Assistenzsystemen eingeführt.

Bild: Toni Bader / AUTO BILD
In Summe trifft der T-Roc den Nerv von SUV-Fans, denen der Tiguan zu brav oder üppig ist. Er spricht mit jugendlicherem Design auch jüngere Kunden an. Stärken sind das agile Fahrwerk und eine grundsätzlich zuverlässige Technik mit wenig Elektronikproblemen. Vor dem Facelift 2022 dominierte viel Hartplastik den Innenraum. Im TÜV-Report fährt der T-Roc voll im grünen Bereich.
VW Touran
- Neupreise: von 23.250 bis 49.860 Euro
- Gebrauchtpreise*: von 10.300 bis 36.880 Euro
- Durchschnittlicher Gebrauchtpreis**: 28.760 Euro
- Motoren: von 105 bis 190 PS
- Motortipp: 150 PS, 6,1 l D/100 km
- Rückrufe: 24
- Euro-NCAP-Insassenschutz: 88 % (5 Sterne, 2014)
Stärken
- Ideales Familienauto
- Recht wirtschaftlich
Schwächen
- Müder Basismotor
- DSG- und AdBlue-Probleme
Ein kompakter Van mit Golf-DNA ist der Touran, 2015 ging die zweite Generation an den Start, die Cross-Version mit Crossover-Optik entfiel. Macht nichts, denn der Touran ist ein praktischer und recht solider Typ, was für viele Familien eine extrem entspannende Wirkung hat. Drei Einzelsitze im Fond und ein XL-Kofferraum sind Standard. Optional gibt es eine zusätzliche dritte Sitzreihe mit einzeln klappbaren Sitzen.

Bild: Toni Bader
Antriebstechnisch ist der 1.2 TSI arg knapp bemessen. Relaxt und sparsam fährt man mit den 110 bis 190 PS starken TDI-Motoren, sehr oft in Kombination mit DSG-Getrieben. 4Motion-Allrad gab es nie. Gut für das Familienbudget: Die Unterhaltskosten sind dank Baukastentechnik kaum höher als bei einem vergleichbar motorisierten Golf.
VW Caddy
- Neupreise: von 18.719 bis 45.583 Euro
- Gebrauchtpreise*: von 9790 bis 39.490 Euro
- Durchschnittlicher Gebrauchtpreis**: 22.895 Euro
- Motoren: von 75 bis 150 PS
- Motortipp: 102 PS, 6,2 l D/100 km
- Rückrufe: 27
- Euro-NCAP-Insassenschutz: 84 % (4 Sterne, 2015
Stärken
- Flexibles Raumwunder
- Enorm variantenreich
Schwächen
- Zustand arg pflegeabhängig
- Frugale Basismodelle
Nutzfahrzeug und Van kreuzt der Caddy. Und ebendieser Gen-Mix ist gebraucht gefragt. 2015 lancierte VW die vierte Generation des Hochdachkombis. 2020 folgte der komplett neue Nachfolger. Günstig sind nur verbrauchte Kastenwagen aus harter Gewerbenutzung. Die Pkw-Version mit fünf bis sieben Sitzen gibt es jeweils auch als lange Maxi-Variante. Teuer sind Allradversionen und der Camper California ab 2020.

Bild: Christoph Börries / AUTO BILD
Pragmatismus statt Optik blieb die Devise, es gibt den Caddy mit ein oder zwei Schiebetüren, zwei Heckflügeltüren oder einer klassischen Heckklappe. Ab 102 Diesel-PS fährt es sich recht angenehm. Der TÜV moniert oft hohen Verschleiß an Fahrwerk und Bremsen; auch Beleuchtung und Ölverlust bereiten Probleme.
VW ID.3
- Neupreise: von 31.495 bis 49.995 Euro
- Gebrauchtpreise*: von 20.900 bis 45.000 Euro
- Durchschnittlicher Gebrauchtpreis**: 22.590 Euro
- Motoren: von 145 bis 326 PS
- Motortipp: 204 PS, 18,9 kWh/100 km
- Rückrufe: 3
- Euro-NCAP-Insassenschutz: 87 % (5 Sterne, 2020)
Stärken
- Gute Allroundeigenschaften
- Günstige Gebrauchtpreise
Schwächen
- Bis 2023 viele Spardetails
- Softwareprobleme
Unter hohem Druck entwickelt, war der kompakte ID.3 ab 2021 Auftakt für die vollelektrische Produktoffensive von VW. Doch die Reaktionen fielen verhaltener aus als von VW erhofft. Kritikwürdig waren Software, billige Innenraummaterialien und unausgereifte Details. Mit zahlreichen Updates und einem Facelift im Jahr 2023 besserte VW umfangreich nach. Die Technik mit praxisgerechten Akkugrößen von 45 bis 86 kWh sowie 150 bis sehr unterhaltsame 326 PS Leistung im GTX Performance passen inzwischen.

Bild: F. Roschki
Als Gebrauchter punktet der ID.3 mit gutem Fahrkomfort, erstaunlicher Dynamik, günstigen Betriebskosten und viel Platz. Gebraucht gefragt sind Fahrzeuge mit großem Akku und Wärmepumpe, echte Schnäppchen können Fahrzeuge mit früher Erstzulassung sein. Wichtig ist die Servicehistorie für die Akkugarantie (maximal acht Jahre)!
VW Passat
- Neupreise: von 26.800 bis 60.910 Euro
- Gebrauchtpreise*: von 8999 bis 52.750 Euro
- Durchschnittlicher Gebrauchtpreis**: 26.532 Euro
- Motoren: von 120 bis 280 PS
- Motortipp: 150 PS, 7,1 l D/100 km
- Rückrufe: 52
- Euro-NCAP-Insassenschutz: 85 % (5 Sterne, 2014)
Stärken
- Enormes Raumangebot
- Guter Qualitätseindruck
Schwächen
- Karge Basismodelle
- Viele Fahrwerksprobleme
Als Dienstwagen sammelt der Passat täglich reichlich dienstliche Kilometer. Der gewerbliche Anteil liegt bei den Neuzulassungen regelmäßig über 80 Prozent. Geordert wurde fast immer der Kombi (Variant), sehr oft als sparsamer TDI. Die bis 2021 gebaute Limousine ist dennoch gebraucht teuer, weil im Export stark gefragt. Eher ober- als mittelklassig sind beim Passat das Platzangebot und in der Tendenz die Neupreise. Die Innenraumqualität liegt über dem Klassenschnitt, das digitale Cockpit wirkt modern, nicht überladen.

Bild: Lena Willgalis / AUTO BILD
Privatpersonen finden ein beachtliches Angebot an oftmals gut ausgestatteten ausgemusterten Dienstwagen vor. Gefragt sind die Facelift-Modelle ab 2020. Der Fahrkomfort profitiert vom optionalem DCC-Fahrwerk. Motorisch passen die sparsamen, aber durchzugsstarken 2.0 TDI mit 150 bis 240 PS. 4Motion-Allrad gab es optional. Selten ist der Crossover-Kombi Alltrack. Schwächen? Die DSG-Doppelkuppler schalten teils ruppig, frühe 1.5 TSI leiden teilweise unter Rucklern. Als GTE (Plug-in-Hybrid) fährt der Passat teilelektrisch, wenn auch mit begrenzter E-Reichweite. 2024 startete der Nachfolger (B9) als Skoda-Superb-Zwilling.
VW Arteon
- Neupreise: von 35.325 bis 70.875 Euro
- Gebrauchtpreise*: von 23.750 bis 51.880 Euro
- Durchschnittlicher Gebrauchtpreis**: 35.500 Euro
- Motoren: von 150 bis 320 PS
- Motortipp: 280 PS, 10,1 l S/100 km
- Rückrufe: 15
- Euro-NCAP-Insassenschutz: 96 % (5 Sterne, 2017)
Stärken
- Elegantes Design
- Gelungenes Fahrwerk
Schwächen
- Stattliche Kaufpreise
- Unterhalt kostspielig
Für Design-Connaisseure in der VW-Kundschaft ist der Arteon spannend. Wahlweise als coupéartige Fließhecklimousine oder als Shooting Brake kaschiert der große VW geschickt, dass er der extravagante Cousin des Passat ist. Nur eben eine Nuance größer, schöner und stilvoller. Sein auffälliges Design vereint Eleganz mit Nutzwert, denn unter dem coupé-artigen Heck verbirgt sich ein riesiger Kofferraum. Technisch basiert der Arteon auf dem Passat B8, also dem modularen Querbaukasten (MQB), versprüht aber ab der Elegance-Linie Oberklasse-Flair: Ergoactiv-Sitze, tolle Geräuschdämmung, adaptive Fahrwerke und feine Polster.

Bild: Toni Bader / AUTO BILD
Effizient und recht harmonisch fährt der 2.0 TDI mit 190 PS – er ist gut gedämmt, ausreichend stark und sparsam. Wer es sportlich will, greift zum Benziner als 280-PS-TSI oder zum Topmodell R mit 320 PS, 4Motion-Allrad und Torque Vectoring. Das Fahrverhalten ist sportlich-souverän, das DSG passend abgestimmt. Schwächen? Hartplastikdetails im Interieur und recht empfindliche Assistenzsysteme. Unterm Strich bleibt der Arteon ein spannender Kompromiss. Einen preislichen Aufschlag zum Passat muss man jedoch einkalkulieren.
VW Tiguan
- Neupreise: von 25.175 bis 66.560 Euro
- Gebrauchtpreise*: von 11.980 bis 52.295 Euro
- Durchschnittlicher Gebrauchtpreis**: 34.965 Euro
- Motoren: von 110 bis 320 PS
- Motortipp: 150 PS, 6,5 l D/100 km
- Rückrufe: 50
- Euro-NCAP-Insassenschutz: 96 % (5 Sterne, 2016)
Stärken
- Praktisches Familien-SUV
- Zwei Karosserievarianten
Schwächen
- Biedere Basismodelle
- Teils Antriebsprobleme
Den Aufstieg schaffte der Tiguan 2016. Die zweite Generation des SUV-Modells kaschiert clever ihre Golf-Gene. Platzangebot, Variabilität und erhöhte Sitzposition sind top. Besonders als langer Allspace mit sieben Sitzen taugt er als kerniger Sharan-Ersatz. Optionale Technik-Highlights sind das DCC-Fahrwerk, Matrix-Licht, Discover-Pro-Navi und diverse. mögliche Assistenzsysteme.

Bild: Olaf Itrich / AUTO BILD
Stimmige Motoren sind der 2.0 TDI mit 150 PS und der 1.5 TSI mit ACT. Letzterer nervt teils jedoch mit Teillastruckeln. 4Motion-Allrad bietet Traktion, macht den Tiguan jedoch nicht zum Geländegänger. Das SUV wirkt solide verarbeitet, aber nicht luxuriös. Problemzonen sind AGR-Ventile, Dieselpartikelfilter sowie die Frontkamera. Der Tiguan ist unterm Strich ein solider Allrounder mit beeindruckendem Werterhalt.
VW ID.4
- Neupreise: von 36.950 bis 58.820 Euro
- Gebrauchtpreise*: von 29.780 bis 48.026 Euro
- Durchschnittlicher Gebrauchtpreis**: 34.90 Euro
- Motoren: von 149 bis 340 PS
- Motortipp: 204 PS, 21,0 kWh/100 km
- Rückrufe: 7
- Euro-NCAP-Insassenschutz: 93 % (5 Sterne, 2021)
Stärken
- Viel Platz im Innenraum
- Gutes Komfortniveau
Schwächen
- Infotainment durchwachsen
- Müdes Basismodell
Flüsterleise rollte der ID.4 ab 2021 in seine Nische. Er ist vollelektrisch, erfreulich geräumig und wirkt modern. Die bis zu 77 kWh große Batterie taugt für echte 300 bis 400 km Reichweite. Mit 204 PS genügt der Heckantrieb für zügige Ampelsprints. Das Fahrwerk ist komfortabel, meidet jedoch jeden Sportsgeist.

Bild: Volkswagen AG
Das Bedienungskonzept ist radikal reduziert und touchlastig, was gerade für Umsteiger aus älteren VW-Modellen oft wenig einladend wirkt. Software-Updates brachten mehr Systemstabilität, sind daher Pflicht. Schwachpunkte sind die nur durchschnittliche Ladeleistung (max. 135 kW bei älteren Modellen), die Tesla und BYD hinterherhinken. Aber: Wer cruisen will statt rasen, findet im ID.4 ein entspanntes E-Auto mit recht großzügigem Familiensinn.
VW Touareg
- Neupreise: von 51.900 bis 102.870 Euro
- Gebrauchtpreise*: von 18.000 bis 93.880 Euro
- Durchschnittlicher Gebrauchtpreis: 51.940 Euro
- Motoren: von 204 bis 462 PS
- Motortipp: 286 PS, 9,0 l D/100 km
- Rückrufe: 18
- Euro-NCAP-Insassenschutz: 89 % (5 Sterne, 2018)
Stärken
- Luxuriöses Fahrerlebnis
- Hohe Geländetauglichkeit
Schwächen
- Stattliche Fixkosten
- Komplexe Technik
Ein Gentleman-SUV ist das Pkw-Topmodell der Marke. Touareg 2 und 3 sind gelebtes Understatement. Das XL-SUV ist wuchtig, aber nicht protzig, kräftig, aber mit Manieren. Technisch eng verwandt sind Großkaliber wie der Porsche Cayenne und Audi Q7. Standard sind Allrad, Sechs- und Achtzylinder sowie eine Luftfederung. Goodies sind Allradlenkung und Nachtsichtgerät. Der Diesel bleibt Idealbesetzung: Als 3.0 V6 TDI mit 286 PS schiebt der in der Slowakei gebaute Luxus-Liner so unerbittlich an wie eine Güterlok. Er ist perfekt für Langstrecken tauglich und wirkt auch jenseits der 200.000 Kilometer oft erstaunlich fit.

Bild: Christoph Boerries
Innen brachte der Touareg 3 ab 2018 opulenten Luxus mit digitalem Innovision Cockpit, edlem Holz und feinem Echtleder. Probleme gibt es: Die komplexe Elektronik und das optionale Panoramadach brauchen regelmäßige Pflege. Undichte Luftfederungen können teuer werden. Dennoch zeigt der Touareg, dass VW auch Luxus erfolgreich kann.
VW Sharan
- Neupreise: von 31.475 bis 56.138 Euro
- Gebrauchtpreise*: von 13.000 bis 32.700 Euro
- Durchschnittlicher Gebrauchtpreis**: 22.800 Euro
- Motoren: von 115 bis 220 PS
- Motortipp: 150 PS, 7,1 l D/100 km
- Rückrufe: 10
- Euro-NCAP-Insassenschutz: 89 % (5 Sterne, 2019)
Stärken
- Komfortabler Familienvan
- Bis zu sieben Sitzplätze
Schwächen
- Anfällige Achsen
- Zuverlässigkeit nicht optimal
Als Familienfreund punktet der von 2010 bis 2022 gebaute Sharan der zweiten Generation. Er zeigt, wie variabel und vernünftig ein Van sein kann. Besonders das Facelift ab 2015 überzeugt mit zeitgemäßen Euro-6-Dieseln, DSG und massig Assistenzsystemen. Der 2.0-Common-Rail-TDI mit 150 PS ist die Brot-und-Butter-Empfehlung. Er ist haltbar, sparsam und für das beachtliche Gewicht kräftig genug. Die zwei Schiebetüren sind ein Geschenk im hektischen Alltag mit Kindern zwischen oft zu engen Carports und Parkhäusern.

Bild: Christoph Börries
Innen wirkt der Sharan durch viel ehrlichen Kunststoff pragmatisch, es gibt aber auch familienfreundliche Details wie klappbare Tische und ein variables Rücksitzkonzept mit maximal sieben Sitzplätzen. Schwächen? Durch das hohe Gewicht verschleißt die Vorderachse zügig. Und die eher mäßige Geräuschdämmung sorgt jenseits der Richtgeschwindigkeit für wenig Ruhe an Bord. Und dann ist da noch das Image-Thema. Der Sharan ist kein angesagtes SUV. Aber ein interessanter Familientransporter, Gruppen-Shuttle und Umzugswagen. Kurzum ein ehrliches Multitalent – oft unterschätzt und bezahlbar.
VW Multivan
- Neupreise: von 31.273 bis 110.039 Euro
- Gebrauchtpreise*: von 21.850 bis 99.950 Euro
- Durchschnittlicher Gebrauchtpreis**: 42.202 Euro
- Motoren: von 84 bis 220 PS
- Motortipp: 150 PS, 8,5 l D/100 km
- Rückrufe: 25
- Euro-NCAP-Insassenschutz: 79 % (4 Sterne, 2015)
Stärken
- Platzangebot konkurrenzlos
- Variantenvielfalt
Schwächen
- Karge Basisausstattung
- Anfällige Top-Motorisierungen
Er ist ein edler Generalist und vielleicht das (gemessen am Neupreis) teuerste Auto, das durch alle Gesellschaftsschichten eine erstaunliche Akzeptanz besitzt. Ein T6 Multivan (ab 2015) baut gut sichtbar auf dem bereits 2003 eingeführten T5 auf. Doch er ist nicht irgendeine Großraumlimousine. Der Bulli-Erbe packt die Abgasnorm Euro 6 und hält Sportler, Abenteurer, Familien und Unternehmer mobil. Mit Schienensystem, flexiblem Sitzkonzept und riesigem Innenraum übertrumpft er jeden gewöhnlichen Van.

Bild: Toni Bader
Der 2.0 TDI (150 PS) ist der beste Kompromiss – er ist unauffällig, effizient und langlebig. Die Basismotoren mit 84 und 102 PS reichen dagegen nur mit Mühe zum Mitschwimmen. Der auf dem Papier verlockende Bi-TDI mit 204 PS macht, wie schon sein Vorgänger mit 180 PS, im T5.1 häufiger Sorgen, fordert besonders bei AGR, Turbo und DPF Aufmerksamkeit. Flott und durstig sind die TSI-Motoren. Allrad gab es optional.
Das Fahrwerk ist komfortabel-straff, die Lenkung erstaunlich direkt. Schwächen gibt es einige. Die Rostvorsorge ist allenfalls mittelmäßig, die Verarbeitung und Qualität im Detail teils erstaunlich rustikal. Teure Ersatzteile treiben die Unterhaltskosten oft genug in die Höhe. Longlife-Ölintervalle sollte man vermeiden. Assistenzsysteme erst ab T6.1 im Jahr 2019 halbwegs überzeugend. Beim Thema Infotainment blieb der T6.1 bis zur Einstellung im Sommer 2024 schwach.
VW California
- Neupreise: von 39.038 bis 95.075 Euro
- Gebrauchtpreise*: von 32.500 bis 75.990 Euro
- Durchschnittlicher Gebrauchtpreis**: 60.980 Euro
- Motoren: von 84 bis 220 PS
- Motortipp: 150 PS, 8,7 l D/100 km
- Rückrufe: 1
- Euro-NCAP-Insassenschutz: 79 % (4 Sterne, 2015)
Stärken
- Alltagstauglicher Camper
- Variantenvielfalt
Schwächen
- Sehr hohe Gebrauchtpreise
- Teils Elektronikprobleme
Eine teure Legende ist das Wohnmobil California. Abgeleitet vom T6, bietet er je nach Ausführung Küchenzeile, zwei bis vier Schlafplätze, Einbauschränke und ein flaches Aufstelldach. Und das auf unter fünf Meter Fahrzeuglänge. Der 2.0 TDI (150 PS) ist die goldene Mitte, 4Motion für Abenteuer abseits des Campingplatzes sind gebraucht teuer. Die Ausbauten sind robust, der Grundriss durchdacht, die Alltagstauglichkeit hoch.

Bild: AUTO BILD/Sven Krieger
Highlights: Büromobil- und Festival-Tauglichkeit. Standheizung, hohes mögliches Reisetempo und herausnehmbare Campingmöbel. Schwächen? Stark nutzungsabhängig. Die irre hohen Preise rechtfertigt, dass kein anderes Reisemobil so viel Freiheitsgrade im kompakten Format bietet. Und gleichzeitig im Alltag einsetzbar bleibt. Der California ist kein normales Auto – er ist der feine Erbe des luftgekühlten Hippie-Bullis.
ID.Buzz
- Neupreise: von 49.998 bis 74.928 Euro
- Gebrauchtpreise*: von 48.790 bis 69.990 Euro
- Durchschnittlicher Gebrauchtpreis**: 49.990 Euro
- Motoren: von 170 bis 340 PS
- Motortipp: 204 PS, 24,9 kWh/100 km
- Rückrufe: 2
- Euro-NCAP-Insassenschutz: 92 % (5 Sterne, 2022)
Stärken
- Cooler E-Van im Retro-Look
- Angenehmes Fahrgefühl
Schwächen
- Software nicht immer optimal
- Mäßige Variabilität
Das Kunststück, Retro-Design und Moderne zu verbinden, hat VW mit seinem ersten Elektro-Van geschafft. Der ID. Buzz baut auf der MEB-Plattform auf und weiß mit luftigem Lounge-Gefühl zu begeistern. Das Fahrgefühl ist unkompliziert, Hinterradantrieb, niedriger Schwerpunkt und eine recht präzise Lenkung sorgen für dosierten Fahrspaß. 77-kWh-Akku und 204 PS reichen für nur 300 km Reichweite. Das Innenraumformat entspricht eher einem Sharan als einem großen T-Modell.

Bild: AUTO BILD/Olaf Itrich
Die mögliche Ladeleistung (170 kW) ist solide, aber nicht sensationell. Gibt es Schwächen? Na klar. Neben den hohen Neupreisen frustrierten anfangs die sehr holprig gestrickte Software (wurde durch Updates besser), nicht lieferbare Ausstattungsdetails und eine geringe Variabilität im Fond. Die Cargo-Variante ist etwas billiger, aber ein karger E-Lieferwagen mit viel blankem Blech. Dennoch: Der ID. Buzz ist nicht nur ein VW – er ist ein Statement, wie ein hübscher E-VW aussehen sollte.
VW Amarok
- Neupreise: von 23.604 bis 74.799 Euro
- Gebrauchtpreise*: von 17.200 bis 59.890 Euro
- Durchschnittlicher Gebrauchtpreis**: 49.990 Euro
- Motoren: von 122 bis 258 PS
- Motortipp: 224 PS, 10,7 l D/100 km
- Rückrufe: 15
- Euro-NCAP-Insassenschutz: 86 % (4 Sterne, 2010)
Stärken
- Hochwertiger Pick-up
- Starke V6-Motoren
Schwächen
- 2.0 Bi-TDi arg sensibel
- Im Alter teils Rostprobleme
Salonfähige Anpacker gibt es wenige. Doch der Amarok gehört zu ebendieser Spezies. Er ist der Pick-up für Menschen, die morgens zur Baustelle und abends zur Oper fahren wollen. Besonders das Facelift mit 3.0-V6-TDI (204– 258 PS) überzeugt mit Kraft, Laufruhe und Achtstufen-Wandlerautomatik. Der Innenraum wirkt Pkw-nah: solide, aufgeräumt, mit Navi und Leder optional.

Bild: Sandra Beckefeldt / AUTO BILD
Die Ladefläche ist gewerbetauglich, die Zuladung hoch. Das Fahrwerk wirkt leer etwas stößig, beladen souverän. Schwächen sind der mäßige Rostschutz und die anfälligen Vierzylinder-2.0-TDI. Kein vergleichbarer Pick-up fährt so komfortabel. 2023 Modellwechsel, danach Fertigung mit Ford.
* Quelle: AUTO BILD-Gebrauchtwagen-Börse; ** Medianpreis
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