Geht es um Golf-Tuning, darf der Name Oettinger nicht fehlen. Denker und Macher Rüdiger Völkner sieht beim neuen Golf R einigen Spielraum: "Der Motor verträgt noch ein paar PS mehr, und auch die Optik kann in puncto Sportlichkeit noch zulegen." Gesagt, getan. Als einer der ersten Veredler hat Oettinger schon jetzt seine erste Golf-R-Version fertig: 360 PS, 450 Newtonmeter, geändertes Fahrwerk, Vierrohr-Sportauspuffanlage und zusätzliche Anbauteile.Bei der ersten Ausfahrt merkt man die Zusatzpower sofort. Der R geht schon aus dem Drehzahlkeller heftiger voran als das Serienauto. Angesichts des Schubes klingen 4,4 Sekunden auf 100 absolut glaubhaft. Auch 256 km/h Topspeed dürften lässig zu schaffen sein. Der Clou: Die Mehrleistung ist per "Start-Stopp"-Schalter an- und abschaltbar. Die Kurvendynamik erfuhr ebenfalls eine Steigerung. Zu den elektronisch einstellbaren Seriendämpfern gesellt sich ein Satz KW-Federn. Die ermöglichen neben einer optisch ansprechenden Tieferlegung ein noch sportlicheres Kurvensurfen. Ein spezielles Gewindefahrwerk ist in Vorbereitung.Das Power-Plus ist für Außenstehende auch am kernigeren Sound auszumachen. Der neue Vierrohr-Sportauspuff klingt noch eine Spur besser als die Serienanlage. Dass von Modellen mit Doppelkupplungsgetriebe bekannte Knallen beim Hochschalten dringt nun noch fetziger ans Ohr. Dazu passt der aggressivere Auftritt des getunten Top-Golf: Spoilerlippe vorn, Diffusor hinten, tiefergezogene Schweller, aufgesetzter Dachspoiler, abgerundet von hauseigenen Bicolor-Rädern in 19 Zoll.

Fazit

Oettingers erster R-Versuch macht an. Das Auto geht subjektiv spürbar besser voran.