VW Sharan im Verbrauchstest: Diesel gegen Benziner
Das kostet Tempo 180 im VW Sharan

Der Familien-Van VW Sharan hat jede Menge Raum für gute Ideen. Doch auf großer Reise sollte man besser seinen Gasfuß zügeln. Das gilt speziell für den Benziner, der sich im Vergleich dem Diesel stellt.
- Jan Horn
- Jörg Maltzan
Klar, der VW Sharan liegt näher an der Spedition als am Sportwagen. Wer ihn fährt, gehört zu den Helden in Kindergarten, Kirchenkreis und Kleingartenverein. Als variabler Transporter gibt es kaum Besseres. Natürlich eignet er sich auch für die große Tour mit Kind und Kegel. Speziell im Benzin-Modell sollte man dabei aber seinen Gasfuß zähmen. Bei Tempo 180 haut der VW 17,2 Liter weg, und das wirkt dann überhaupt nicht mehr volkstümlich. Eindeutige Erkenntnis: Der doppelt aufgeladene 1.4-Vierzylinder wird bei hohem Tempo zum Trinker. Kein Wunder, die hohe Front des Sharan stellt sich wie eine Wand gegen den Wind. Da hat es der kleine Benziner schwer.
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Bild: Toni Bader
Technische Daten VW Sharan 1.4 TSI • Vierzylinder, Turbo + Kompressor, vorn quer • vier Ventile pro Zylinder • Hubraum 1390 cm³ • Leistung 110 kW (150 PS) bei 5800/min • max. Drehmoment 240 Nm bei 1750/min • Vorderradantrieb • Sechsganggetriebe • 0–100 km/h 10,7 s • Spitze 197 km/h • Preis: 30.650 Euro.
Technische Daten VW Sharan 2.0 TDI • Vierzylinder, Turbo , vorn quer • vier Ventile pro Zylinder • Hubraum 1968 cm³ • Leistung 103 kW (140 PS) bei 4200/min • max. Drehmoment 320 Nm bei 1750/min • Vorderradantrieb • Sechsganggetriebe • 0–100 km/h 10,9 s • Spitze 194 km/h • Preis: 32.725 Euro.
Fazit
Ein perfekter Motor, dieser TSI. 150 PS holt er dank Kompressor plus Turbo aus nur 1,4 Liter Hubraum. Beim Ampelstart und Zwischenspurt flitzt der Van mächtig vorwärts. Sofort nach dem Einkuppeln liegen 240 Newtonmeter an. Doch wehe, es geht auf die Autobahn, und der Sharan-Pilot lässt es krachen. Das wird teuer. Hier zeigt der Diesel seinen Express-Vorteil überdeutlich.
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